

Wieder haufenweise Unfallmeldungen an diesem Tag.
Weil wieder alle Autolenker völlig überrascht sind, daß irgendwann Ende November kurz vor Weihnachten auch mal der Winter kommt.
Jedes Jahr dasselbe. Am ersten Tag vom Winter immer noch mit Sommerreifen rumkurven.
Doch wer denkt: Naja, das sind einzelne, wenige Autolenker. Keiner will doch seinen Versicherungsschutz im Falle eines Unfalles einbüßen, der täuscht sich.
Der TCS berichtet von einem ziemlich überraschend anmutenden Ergebniß einer aktuellen Studie:
Laut einer repräsentativen Umfrage des TCS waren Ende Oktober 64 Prozent der Automobilisten noch immer ohne Winterreifen unterwegs. Diese sind für das Fahren bei Glätte, Nässe und tiefen Temperaturen viel besser geeignet und sollten deshalb vor dem ersten Schneefall montiert werden.
Im Auftrag des TCS hat das LINK Institut, eines der führenden Schweizer Markforschungsunternehmen, zwischen dem 11. und dem 28. Oktober eine repräsentative Umfrage bei über 1‘200 Automobilisten durchgeführt. Das Resultat überrascht: Trotz ersten Schneefällen auf Schweizer Straßen im Oktober und den Erfahrungen aus den frühen Wintereinbrüchen der vergangenen Jahre gaben immer noch 64 Prozent der Befragten an, ohne Winterreifen unterwegs zu sein. Es ist somit absehbar, daß viele von Ihnen vom nächsten Schneefall sprichwörtlich kalt erwischt werden.
Auch sonst sind viele Autos offenbar nicht auf den Winter eingerichtet.
Frostschutzmittel? Wozu? Brauch man ja nicht. Es ist ja noch so gut wie Sommer. Auch Eiskratzer und Türschloßenteiser sind daher ja völlig überflüssig.
Kühlwasser, Scheibenwischanlage brauchen noch keine frostschutzsichere Flüssigkeiten. Denn im Winter ist es ja extrem selten, daß es Frost gibt.
Alte Autobatterien geben bei Minusgraden ebenfalls den Geist sicher nicht auf, warum also austauschen.
Es werden wieder am ersten Tag des im November völlig überraschend kommenden Winteranfangs etliche Autos stehenbleiben. Und großes Erstaunen einsetzen, daß es im Winter manchmal Frost gibt.
Da ist man doch froh, wenn man Zugfahrer ist und solche Automeldungen über Unfälle und Blockaden allenfalls redaktionell verarbeiten muß.
Wer als Autolenker dennoch daran zweifelt, daß es im November vielleicht doch eher Winter als Sommer ist und keine CH-Preise für Autoteile zahlen will, kann im Internetzeitalter ausweichen.
Teile-Direkt Schweiz ist z. B. ein Anbieter, der wie wie andere deutsche Diskonter in die Hochpreisinsel eindringt. Anders als man annehmen sollte anhand des Namens ist die Zentrale in Berlin. Allerdings wird CH-Kundendienst geboten mit CH-Telefonnumer und CH-Lieferung etc.
Das einzige, was an Teile-Direkt und ähnlichgelagerten Anbietern unschweizerisch ist, ist, daß man keine Schweiz-Preise (Zitat: Martullo Blocher) zahlt.