Bildschirmfotoausriß: Tratsch.ch / Max Ruchti

Blogger Max Ruchti, der seit Jahren im Clinch liegt mit der sogenannten „Schwarzen Liste“ Stapuk im Kanton Luzern, zitiert aktuell einen Zeitungsartikel, den ich erschreckend finde.

Bildschirmfotoausriß: Tratsch.ch / Max Ruchti
Bildschirmfotoausriß: Tratsch.ch / Max Ruchti

Zum Hintergrund: Ruchti wurde wegen einer Differenz von 40 Rappen (!) vonseiten seiner Krankenversicherung in die Schwarze Liste gehievt.

Erfunden hat diese Liste Politikern Romy Odoni (FDP Luzern). Sie bezeichnet die Liste, die Leute von medizinischer Behandlung ausschließt (außer bei Todesgefahr etc.) als ihren „größten politischen Erfolg“.

Und ist inzwischen nicht mehr offiziell in der Politik. Sondern betätigt sich sozial, unter anderem in der Betreuung von Rotlicht-Frauen, wie zu lesen ist.

Sozial ist jedenfalls die von ihr initiierte Liste offenbar nicht.

Denn  ich glaubte bisher immer, Ruchti greife die Angelegenheit zu hoch, es gehe um etwas Persönliches.

Aber als ich jetzt seinen Beitrag las, in welchem belegt wird, daß selbst Tote in Kauf genommen werden, und das mitten in der Schweiz, wie er auf seinem Blog berichtet, sehe ich wohl, daß es offenbar um weit mehr, um ein allgemeines öffentliches Interesse geht.

Ich finde Eigenverantwortung gut, bin sicher kein Sozi. Eigenverantwortung macht die Schweiz stark. Und ist gut.

Aber Tote in Kauf nehmen, das ist kein Preis, der gezahlt werden darf. Das ist zuviel des Guten. Bzw. dann kehrt sich Eigenverantwortung ins Schlechte und wird pervertiert.

Das Ganze erscheint typisch FDP. Am 18. Oktober sind Wahlen. Auch in Luzern.

Remo Maßat / SchweizBlog.ch

Hier der Beitrag mit den Zeitungsartikeln, die mit der Meinung von Ruchi einig gehen.