Kreativität ist das Gegenteil von Staatskunst und Planwirtschaft: Schade, daß die EU (und auch die Schweiz) immer mehr in Richtund Staatskünstler driften. Kritische Kunst wird diskriminiert, "passende" Kunst auf Staatslinie wird gefördert (Multikulti-Kunst, Gender-Kunst, Wir-sind-alle-EU, kurzum, alles, was links ist)

(von Remo Maßat)

„Programm Kreatives Europa: Projektanträge für 2014 können abgerufen werden“ jubelt die EU-Kommission in einer Mitteilung.

Kreativität ist das Gegenteil von Staatskunst und Planwirtschaft: Schade, daß die EU (und auch die Schweiz) immer mehr in Richtund Staatskünstler driften. Kritische Kunst wird diskriminiert, "passende" Kunst auf Staatslinie wird gefördert (Multikulti-Kunst, Gender-Kunst, Wir-sind-alle-EU, kurzum, alles, was links ist)
Kreativität ist das Gegenteil von Staatskunst und Planwirtschaft: Schade, daß die EU (und auch die Schweiz) immer mehr in Richtund Staatskünstler driften. Kritische Kunst wird diskriminiert, „passende“ Kunst auf Staatslinie wird gefördert (Multikulti-Kunst, Gender-Kunst, Wir-sind-alle-EU, kurzum, alles, was links ist) / Foto: EU-Kommission.

Worum geht es? Staatskünstlern bzw. Systemkünstlern (oder wie soll man solche Leute nennen, die am Tropf des Staates Kunst machen?) Geld von steuerzahlenden EU-Bürgern zu übertragen.

Da nennt es sich Programm „Kreatives Europa“. Kreativität ist das Gegenteil von Planwirtschaft. Natürlich nicht, wenn Staaten Künstler fördern wollen, die Kunst machen, die ihrer Linie entspricht. Sowas sollte aber sich auf Länder wie Nordkorea beschränken. Schade, daß es immer mehr in der EU um sich greift (in der Schweiz nebenbei-bemerkt auch!).

Doch wer sind die „Staatsknete“-Empfänger?

Es lohnt sich auch einmal ein Blick darauf, wer denn die 250.000 geförderten Künstler sind, die die 170 Millionen erhalten bzw. später die 1,46 Milliarden (!) Euro.

Sie raten richtig: Alle, die auf Staatslinie bzw. EU-Linie sind: Gender-Kunst, Multi-Kulti-Kunst usw. usf. Kurzum, alle Künstler, die links oder linksaußen sind. Andere Künstler werden diskriminiert und ausgeschlossen.

Gleichmacherei anstatt Kreativität: Die deutsche Ansprechstelle für das Programm "Kreatives Europa" kommt gleich mal in häßlichem und kreativlosem Denglisch daher.
Gleichmacherei anstatt Kreativität: Die deutsche Ansprechstelle für das Programm „Kreatives Europa“ kommt gleich mal in häßlichem und kreativlosem Denglisch daher.

Wer an die Steuergelder bzw. Kunstfördergelder ran-will, der muß bitteschön schon die richtige Einstellung mitbringen.

Künstler etwa, welche die mißlungene, obrigkeitsstaatliche Rechtschreibreform künstlerisch auf die Schippe nehmen oder ein Karikaturist wie Götz Wiedenroth oder gar eine Gruppe Künstler, die sich für Trachtenkultur oder irgendetwas, was auch nur den Hauch von traditionell haben könnte, bekommen nicht einen einzigen Rappen bwz. Cent aus den EU-Fördergeldern.

Meistens wollen sich solche Leute, die selbst einen Kopf zum Denken haben, zudem nicht von Staatsgeldern aushalten lassen, sondern bleiben lieber frei. Nebenbei-erwähnt.

Die EU-Kommission-Mitteilung im Wortlaut (kursiv):

Antragsunterlagen für Kooperationsprojekte, Übersetzungen, Netzwerke und Plattformen aus dem neuen EU-Förderprogramm Kreatives Europa für das Jahr 2014 können jetzt digital abgerufen werden.

Hilfe bei der Antragstellung gibt ein heute (Mittwoch) veröffentlichter  Programmleitfaden. Organisationen der Kultur- und Kreativbranche, die Mittel aus dem Programm Kreatives Europa beantragen wollen, können ihre Finanzhilfeanträge damit ab heute vorbereiten. Für 2014 stehen fast 170 Mio. Euro zur Verfügung.

Bildungskommissarin Androulla Vassiliou sagte: „Die länderübergreifenden Projekte, die das Programm Kreatives Europa in den kommenden sieben Jahren finanziert, werden es 250 000 Künstlerinnen, Künstlern und Kulturschaffenden ermöglichen, neue Publikumsschichten im Ausland zu erreichen. Zugleich unterstützen wir mit dem Programm rund 2000 Kinos und hunderte von Filmen und investieren damit umfassend in die Filmindustrie. Autoren und Verleger können Fördermittel für literarische Übersetzungen abrufen, und die Finanzierung bedeutender Initiativen wie der Kulturhauptstädte Europas wird fortgeführt.“

Komisch, warum Künstlerinnen und Künstler und nicht Autorinnen und Autoren? Und nicht Verlegerinnen und Verleger? Da scheint die Bildungskommissarin mit der Umsetzung des Gender-Sprechs noch ein wenig Probleme zu haben.

Kreatives Europa stellt über sieben Jahre 1,46 Mrd. Euro bereit, um die Kultur- und Kreativbranche Europas zu stärken. Es bündelt die bisherigen Programme KULTUR, MEDIA und MEDIA Mundus unter einem gemeinsamen Dach, unterstützt außerdem die Kulturhauptstädte Europas und das Europäische Kulturerbe-Siegel, die europäischen Preise für Literatur, Architektur, Kulturerbe, Kino und Rock- und Popmusik. Ab 2016 wird Kreatives Europa ein Finanzinstrument in Höhe von 121 Mio. Euro umfassen, um der Kultur- und Kreativbranche bessere Finanzierungsmöglichkeiten zu eröffnen.

Zum Leitfaden und den Antragsunterlagen gelangen Sie hier, zur nationalen Kontaktstelle für die Kulturförderung der EU in Deutschland hier.