Wie grausam Menschen sein können: Einmal (Foto) in der Zentralen Untersuchungshaftanstalt der sowjetischen Geheimpolizei, später Stasi (Staatssicherheit) der DDR im Kommunismus und heute in der Marktwirtschaft in der Schweiz bei dem Staatsunternehmen Postfinance: Der Ansagetext auf der Kundentelefon-Leitung der Postfinance erinnert an Zermürbungs- und Foltertaktiken aus Gefängnissen wie in Berlin-Hohenschönhausen.
Psycho-Folter: Einmal (Foto) in der Zentralen Untersuchungshaftanstalt der sowjetischen Geheimpolizei, später Stasi (Staatssicherheit) der DDR im Kommunismus und heute in der Schweiz bei dem Staatsunternehmen Postfinance:.

Gerade versuchte ich um kurz vor 7 Uhr bei der Postfinance anzurufen, um zu erfahren, ob es möglich ist, eine Überweisung rückgängig zu machen.

Der Grund, warum ich eine Zahlung rückgängig machen wollte, ist, daß ich sie versehentlich gestern doppelt eingegeben hab.

Die Wartezeit, bis jemand ansprechbar war auf der Telefonnummer der Postfinance war recht lang.

Umso schlimmer der wirklich bescheuerte Warteschleifenmechanismus:

Es gibt ja das chinesische Foltermethode, daß man jemanden in monotonen, gleichmäßigen Abständen Wassertropfen auf dem Kopf getropft werden.

Das Folter-Opfer muß gefesselt unter kaltem tropfendem Wasser verharren, bis es sämtlichen Widerstand aufgibt oder wahnsinnig wird. Angeblich gesteht man nach einiger Zeit unter dieser Folter alles, weil das monotone, gleichmäßige Tropfen kaum erträglich ist.

Diese Methode wurde übrigens auch angewandt in Berlin-Hohenschönhausen (heute gibt es dort eine Gedenkstätte, damals das Zentrale Untersuchungsgefängnis der Staatssicherheit (DDR), die Zentrale Untersuchungshaftanstalt der sowjetischen Geheimpolizei und das Speziallager Nr. 3 des Innenministeriums der UdSSR.

Zellentrakt „U-Boot“ in der ehemaligen zentralen Untersuchungshaftanstalt der Staatssicherheit der DDR in Berlin-Hohenschönhausen.
Zellentrakt „U-Boot“ in der ehemaligen zentralen Untersuchungshaftanstalt der Staatssicherheit der DDR in Berlin-Hohenschönhausen.  Der Ansagetext auf der Kundentelefon-Leitung der Postfinance erinnert an Zermürbungs- und Foltertaktiken. (Foto: Opfergedenkstätte) Wegen der Postfinance-Folter stirbt zum Glück niemand, aber es liegen einem hinterher die Nerven blank. Warum macht das Staatsunternehmen sowas mit seinen Kunden?

Wer einmal wissen oder nachfühlen will, warum sowas Monotones wie Folter wirkt, der rufe mal bei der Postfinance unter 071 648 97 65 ( 24 Stunden und 365 Tage im Jahr) an.

Dort kommt eine Musik und dann so zirka alle 10 (!) Sekunden ein Ansagetext einer häßlichen Frauenstimme „Leider sind noch alle Plätze besetzt. Wir entschuldigen uns für die Wartezeit.“

Dazwischen kommt irgendeine Dudeldi-Musik.

Diesen Ansagetext alle 10 bis 11 Sekunden einzuspielen, was bezweckt die Postfinance damit?

Die Kunden sind ja nicht gehirnamputiert und wissen auch nach zirka 10 Sekunden noch, daß sie sich in einer Warteschleife befinden.

Vernehmungszimmer der Stasi-Folter-Haftanstalt mit Telefon auf dem Tisch. Wer bei der Postfinance anruft, kann auch Folter erleben und zwar Telefonfolter. Rechts im Bild eine Fotografie Erich Honeckers
Vernehmungszimmer der Stasi-Folter-Haftanstalt mit Telefon auf dem Tisch. Wer bei der Postfinance anruft, kann auch Folter erleben und zwar Telefonfolter. Rechts im Bild eine Fotografie Erich Honeckers.

Warum also den Text nicht einmal jede Minute oder alle zwei Minuten einspielen?

Will die Postfinance mit diesem unerträglichen Vorgehen Kunden aus der Leitung rausekeln? Was ist die Strategie, die hinter sowas Bescheuertem und Ekelhaften steckt?

Oder will die Postfinance die Kunden zermürben, während sie in der Warteschleife verharren müssen? Mich hat das weniger zermürbt und weichgeklopft, sondern allenfalls aggressiv gemacht.

Noch mehr aufgeregt hat mich dann nur noch eine offenbar bekiffte Frau, die dann in der Leitung war und alle paar Sekunden gelacht hat. Ist offenbar extrem witzig, wenn jemand eine Zahlung doppelt ausgelöst hat und die Überweisung nicht mehr rückgängig machen kann. Auch die Kritik mit dem häßlichen Folter-

Im Mai 1945 richtete das sowjetische NKWD auf dem Gelände der Großküche ein Speziallager ein, die Nr. 3 von zehn Lagern in der Sowjetischen Besatzungszone.    In diesem Lager waren bei einer Durchschnittsbelegung von 1800 Häftlingen (Höchstbelegung: 4000 bis 5000) insgesamt etwa 20.000 politische Häftlinge und andere für die Sowjetunion verdächtige Menschen inhaftiert und wurden von hier auf die anderen Speziallager verteilt. Inhaftiert waren so genannte „feindliche Elemente“
Im Mai 1945 richtete das sowjetische NKWD auf dem Gelände der Großküche ein Speziallager ein, die Nr. 3 von zehn Lagern in der Sowjetischen Besatzungszone.

Zermürbungsansage-Text fand sie offenbar extrem witzig. Daher hab ich das jetzt mal hier auf SchweizBlog.ch geschrieben.

Oder bin ich der einzige, den dieser Ansagetext extrem nervt. Wohl kaum.

Und: Das Stornieren einer Zahlung bei Postfinance ist nicht möglich, nachdem sie einmal ausgeführt wurde.

Die erfuhr ich unter großem Nervenstreß nebenbei dann auch noch. Was ausgeführt ist, ist ausgeführt. Also and Es gibt ja das chinesische Foltermethode, daß man jemanden in monotonen, gleichmäßigen Abständen Wassertropfen auf dem Kopf getropft werden. ers als bei anderen Schweizer Banken (obwohl die Postfinance ja genaugenommen keine Bank ist, ich weiß…)  gibt es bei  der Postfinance keine Möglichkeit, eine Zahlung zu stoppen, wenn sie einmal ausgeführt war.

In diesem Lager waren bei einer Durchschnittsbelegung von 1800 Häftlingen (Höchstbelegung: 4000 bis 5000) insgesamt etwa 20.000 politische Häftlinge und andere für die Sowjetunion verdächtige Menschen inhaftiert und wurden von hier auf die anderen Speziallager verteilt. Inhaftiert waren so genannte „feindliche Elemente“.
In diesem Lager waren bei einer Durchschnittsbelegung von 1800 Häftlingen (Höchstbelegung: 4000 bis 5000) insgesamt etwa 20.000 politische Häftlinge und andere für die Sowjetunion verdächtige Menschen inhaftiert und wurden von hier auf die anderen Speziallager verteilt. Inhaftiert waren sogenannte „feindliche Elemente“.

Die ständig lachende  / kichernde Dame am Telefon (ist ja auch extrem witzig, wenn jemand eine Postfinance-Überweisung falsch adressiert hat und nicht mehr zurückholen kann) riet: Sie sollten den Empfänger kontaktieren. Toll.

Remo Maßat