In der Schweiz wird Toleranz großgeschrieben. Auch im Militär. Die Neue Zürcher Zeitung vom 18 April titelt „Extrawurst für muslimische Soldaten“.
So gibt es für Muslime jetzt besonderes Essen, z. B. ohne Schweinefleisch.
Bluewin.ch berichtet, daß dies neu ab der Sommer-Rekrutenschule möglich ist: „Nun können muslimische Rekruten vor der Sommer-RS beim Schulkommando melden, daß sie kein Schweinefleisch essen. Die Küche wird ihnen Alternativ-Menüs auftischen.“

Auch für Juden gibt es bereits Ausnahmen. Im Zuge der Völkerwanderungen nach Europa dürfte es in der Schweizer Armee aber noch viel komplizierter werden:
Mit immer mehr Migranten dürften die Anpassungen bei einer Fortsetzung der jetzt eingeschlagenen neuen Praxis schlußendlich weit über das im westlich geprägten Kulturkreis Übliche hinausgehen.
In einigen Kulturkreisen sind z. B. Kühe heilig. Hier wird man besonderes Essen ohne Rindfleisch anbieten müssen.
Eine zunehmende Anzahl an asiatischen Einwanderern hingegen wird wohl dazu führen, daß die Schweizer Armee demnächst auch Katzenfleisch und Hundefleisch anbieten muß.
Was man Moslems gewährt, kann man anderen Zuwanderer-Religionsgemeinschaften schließlich nicht verwehren.
Auch besondere Ferienzeiten für Moslems hat es bereits:
So wird Muslimen gemäß der obengenannten neuen Regelung bei der Schweizer Armee nun Ferien für die offiziellen religiösen Feiertage und die Gebetszeiten gewährt.
Und darüberhinaus: Für die Gebete von Angehörigen aller Religionen stellt die Schweizer Armee geeignete Räume zur Verfügung.
Dies reicht aber nicht:
Ein im „Blick“ als Islamist bezeichneter Muslim aus dem Thurgau, Gibril Mohammed Zwicker, akzeptiert nicht, daß er bei der Schweizer Armee nicht fünfmal am Tag beten darf.
Der islamische Oberleutnant ist im Hauptquartierbattallion bei den geheimen Führungsanlagen der Geheimhaltung unterstellt, berichtet der Blick weiter. Und Gibril Mohammed Zwicker äußert gegenüber der Zeitung Sonntag: „Ich will Hauptmann werden und habe mich als Anwärter gemeldet“.
In der Schweizer Armee bzw. dem VBS ist man unschlüssig, was tun, berichtet der Blick vom 3. Mai weiter: „Wo ist der Unterschied zwischen einer Diskussion unter Rekruten und aktiver Missionierung?“ zitiert die Zeitung den VBS-Sprecher Sebastian Hüber. Das Dienstreglement der Schweizer Armee garantiere Meinungsfreiheit.
Wenn immer mehr Angehörige von verschiedenen Religionen Sonderregelungen fordern, dann dürfte es in Zukunft jedoch kompliziert werden. Sind z. B. Hindus in der Kompanie, dann gilt: Keine Gefechtsübungen in der Nähe von Weiden? Im Hinduismus sind schließlich die Kühe heilig.
Die Lösung ist koscher geschlachtetes Geflügel. Das dürfen alle essen.
Ich finde es jedenfalls erschreckend, wie hier über verschiedene Fleischsorten fabuliert wird und gesund lebende Veganer in der Schweizer Armee systematisch diskriminiert werden.
Ich bin daher zum Zivildienst bei der Flüchtlingshilfe gegangen. Dort ist man fortschrittlicher und bietet auf Wunsch veganes Essen an.