
Gospelmusik soll Junge von Kirchenaustritt abhalten, titelt die Berner Zeitung im Mai.
„Die reformierte Berner Kirche will ihr Angebot für junge Erwachsene ausbauen. Das ist auch nötig: Die Gruppe der unter 30jährigen kehrt der Kirche am häufigsten den Rücken. 2008 traten insgesamt 3056 Personen aus.“ stellt die Autorin fest.
Dagegen angehen will die ev. Kirche, indem sie hirnrissige Maßnahmen ergreift:
„Die Kirche will beim Aufbau von Gospelmusikprojekten helfen, wie sie etwa in Wynigen und Sumiswald bereits entstanden seien. Zudem ist geplant, mit den Kirchgemeinden regionale, auf junge Erwachsene zugeschnittene Glaubenskurse anzubieten. Ein Pilotprojekt werde zurzeit erarbeitet, sagt Kipfer und kommt auf das dritte Angebot (Accos.ch) zu sprechen.“
Ob mit Gospel und anderem Zeitgeisthinterhergelaufe Kirchenaustrittswellen gestoppt werden können oder gar „Gläubige“ gewonnen werden können, steht wohl mehr als zu bezweifeln.
Etwas Besinnung wäre angebracht und ein zurück zu bewährten Werten anstatt Zeitgeisthinterher-Rennerei mit Gospelchören und anderem Unfug. Oder versteht sich die reformierte Kirche Bern nur noch als Spaß- und Kulturveranstaltung, in der neuerdings mit Gospel-Spaß gelockt wird?
So Kirchenaustritte stoppen zu wollen, ist von vornherein zum Scheitern verurteilt.
Denn: Wer Klavierspielen lernen will, besucht Klavierstunden, wer Geige-spielen lernen möchte, nimmt Geigenstunden und wer gerne Gospel-Gesang mag, wird einen Gospelkurs besuchen, aber wer Glauben sucht, der kommt nicht wegen Gospel in die Kirche.
Selbst wenn ein paar Leute kommen, weil sie an einer linken Kulturspaßveranstaltung teilnehmen wollen und daher nicht austreten aus der Kirche, weil sie sie gar nicht mehr als Kirche, sondern als linken Spaßverein wahrnehmen, wird Gospelgesang und Spaßkultur in der Kirche den jährlichen Kirchenaustrittswellen keinen Einhalt gebieten. Im Gegenteil.
Warum nicht gleich ein paar esoterische Hexentänze dazumischen, so wie jüngst von „Pfarrerin“ Frau Renate von Ballmoos praktiziert? Dort schrie selbst Michael Meier vom linken zürcher Tagi auf.
Nur: Wer Hexentanz oder Esoterik oder Gospelklänge will, geht nicht in die Kirche, sondern tritt okkulten oder esoterischen Zirkeln bei oder besucht Gospelkurse oder Gospelkonzerte.