Auf dem Blog eines Herrn Dr. Zahler-Treiber ist eine Abhandlung „Wen soll eine Vermögenssteuer treffen?“, die einen Passus über eine Dame, Heidi Horten ( u. a. auch Besitzerin der Carinthia VII, eine der größten Privatyachten der Welt), zu lesen.
Die Abhandlung, welche sich für eine Vermögenssteuer stark macht, ist recht schön geschrieben, sodaß wir sie auch den Lesern von SchweizBlog.ch nicht vorenthalten möchten und in Auszügen (Abhandlung zu Heidi Horten) hier wiedergeben möchten (kursiv):

Wenn eine gutaussehende, junge und dazu noch blonde Frau an einer Hotelbar sitzt, kann es durchaus passieren, daß sie von dem ein oder anderen Herrn angesprochen wird.
Von einem Reisenden vielleicht, der zwischen Ankunft und Abfahrt etwas Zerstreuung sucht, oder einem Geschäftsmann, der – unterwegs nach Hause – kurz einkehrt, um den gröbsten Ärger des Tages mit ein paar Gläsern Scotch hinunterzuspülen.
Im Fall von Heidi Jelinek war es Helmut Horten, mit dem sie in einer Hotelbar in Velden am Wörthersee ins Gespräch kam. Wie sich diese Begegnung genau zugetragen hat, ist allgemein nicht bekannt, fest steht aber, daß die Wienerin zu diesem Zeitpunkt jung (etwa 19 Jahre alt) und schön und Helmut Horten rund 30 Jahre älter und reich war. 1966 heirateten sie, und aus Heidi Jelinek wurde Heidi Horten, eine der reichsten Frauen der Bundesrepublik Deutschland.
Denn Helmut Horten, Jahrgang 1909 und gebürtiger Bonner, baute im Laufe seines Lebens den gleichnamigen Kaufhaus-Konzern auf. Während des Kriegs war Helmut Horten “Reichsverteiler für Textilien”. Seine engen Kontakte zum Nazi-Regime brachten ihn 1947/48 für 17 Monate ins Internierungslager Recklinghausen. Kaum wieder auf freiem Fuß, nahm er seine Geschäfte erneut auf. Nach dem Weltkrieg entwickelte sich die Horten-Kette zum viertgrößten Warenhauskonzern in der Bundesrepublik hinter Karstadt, Hertie und Kaufhof. Aber anders als bei der Konkurrenz gehörte die Kette nur einem Einzelnen – Helmut Horten. Im November 1987 starb Horten und vermachte seiner Ehefrau Heidi sein gesamtes Vermögen. Heidi Horten kehrte mit ihrem ererbten Vermögen im Gepäck nach Wien und an den Wörthersee zurück.
Warum es in Österreich eine Vermögenssteuer geben soll, begründet der Autor dann so:
Die reichste Witwe des Landes soll über eine Vermögenssteuer den öffentlichen Haushalt bereichern, damit Geld für Sozialleistungen an jene jungen Frauen zur Verfügung steht, die nicht das Glück haben, einen vermögenden Mann an einer Bar kennenzulernen, sodaß sie sich und ihre Kinder mit prekären Arbeitsverhältnissen mehr schlecht als recht über Wasser halten müssen.
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