Der IWF will wegen der Eurokrise bzw. der Schuldenkrise um sage und schreibe 600 Milliarden Dollar aufstocken. Und was sagen die USA dazu: Die vom IWF gegenwärtig gewünschten neuen Geld-Mittel seien zur Rettung maroder Euro-Staaten vorgesehen. Das sei ein europäisches Problem.

Es stellt sich die Frage: Was bringt dieser Sitz im IWF-Direktorium der Schweiz? (außer, daß man ständig Geld von der Schweiz fordert; 16 Milliarden leistet die Schweiz schon!)
Die Schweiz vertritt im IWF eine eigenartig zusammengewürfelte Staatengruppe: Polen, Serbien, Aserbaidschan, Kasachstan, Kirgistan, Tadschikistan, Turkmenistan und Usbekistan. Im IWF-Jargon wird diese Ländergruppe auch spöttisch Helvetistan genannt.
Dr. Ulrich Schlüer, Chefredaktor der rechtskonservativen Schweizerzeit berichtet zur Frage des Einflusses der Schweiz im IWF (Auszug, kursiv):
Die konkrete Frage nun an den Nationalbank-Vize Thomas Jordan, ob er wenigstens einen einzigen Beschluß des IWF-Direktoriums zu nennen in der Lage sei, der maßgeblich von der Schweiz durchgesetzt worden sei. Gibt es, so wurde die Frage präzisiert, wenigstens einen einzigen IWF-Beschluß, der anders herausgekommen wäre, wenn die Schweiz nicht im IWF-Direktorium vertreten gewesen wäre?
Es verstrichen vielleicht zehn Minuten, bis Jordan wieder das Wort verlangte – zur Beantwortung der ihm gestellten Frage: Es gebe, sagte er, keinen Beschluß des IWF, der sichtbar Schweizer Handschrift trage.
Also hat die Schweiz nichts vom IWF-Sitz außer, daß sie zahlen darf.
Ähnlich sieht es bei sämtlichen anderen internationalen Organisationen aus, in welchen die Schweiz gütigerweise Einsitz nehmen durfte. Um nur ein Beispiel zu nennen, Calmy-Reys Lieblingsorganisation UNO.
Bis vor kurzen wurde in den Menschenrechtsrat der Uno – dies sei hier noch einmal ins Bewußtsein gerufen – niemand weniger als Muammar al Quadhafi (Gaddafi) gewählt.
Und die Uno organisiert mit Vorliebe solche Treffen wie internationale Antirassismuskonferenzen.