Wenn Vreni das wüßte: Die Schweizer Politik liefert sich der US-Willkür bereitwillig aus
Wenn Vreni das wüßte: Die Schweizer Politik liefert sich der US-Willkür bereitwillig aus

Auch, wenn der gestrigen Anstieg beim Goldpreis sicher seine explosionsartige Ausprägung aufgrund der Meldung hatte, daß Chinas Staatsfonds angeblich Gold aufstocken würden:

Die treibende Kraft, die im Herbst und danach den Goldpreis steigen lassen dürfte, ist die Angst vor Geldentwertung in den USA, die die Notenpresse angeworten haben. (Vgl. auch Meldung von gestern)

Nach einer Untersuchung der Deutschen Bank lag die Korrelation zwischen dem Euro-Dollar-Wechselkurs und dem Goldpreis in den vergangenen zwei Monaten bei 0,7.

Das heißt, daß der Wechselkurs zwischen Euro und US-Dollar mit dem Goldpreis zwar nicht 1 zu 1 mitläuft, aber doch mit einer Korrelation von 0,7 aber deutliche Zusammenhänge bestehen.

Berücksichtigt man nun noch andere Währungen wie Schweizer Franken und Britisches Pfund, in denen ebenfalls viele Anleger (institionelle und private Anleger) aus dem aisatischen und arabischen Raum investiert sind, dann wird noch deutlicher, daß der Goldpreisanstieg bzw. die Flucht in den Sachwert Gold ganz eindeutig mit der Angst vor weiterem US-Dollar-Verfall einhergeht. Nur einige europäische Regierungen und Staatsfonds (sowie ähnliche Verwalter öffentlicher Gelder) halten den USA noch die Stange und verheizen damit wohl letztendlich wieder Milliarden an Volksvermögen. Investoren privater Seite – und hier nicht nur asiatische und arabische – sondern auch europäische Investoren sowie russische ziehen sich aus dem Dollar zurück.

Dies ist kein Wunder, denn eine Währung einer Regierung, die die Notenpresse ankurbelt um die Auslandsschulden zu tilgen, kann im Außenverhältnis wohl kaum werthaltig bleiben. (vgl. hier ebenfalls die Goldpreismeldung von gestern)

Die Schweizer AHV-Fonds und Pensionskassen und andere wären gut beraten, auch, wenn sie seit 2001 im Ausland anlegen dürfen (und seitdem ein Desaster dem anderen folgt) sich aus US-Dollar-Anlagen endlich zurückzuziehen, wie es erst jüngst der ehemalige Preisüberwacher Rudolf Strahm in einem Gespräch mit der Weltwoche forderte.

Die USA verfolgen die Politik einer Tilgung von Schulden durch die Notenpresse. Dies kann keine Anlageerfolge nach sich ziehen, sondern zieht voraussehbare Einbußen und weitere Auslandsanlagemißerfolge nach sich.

Abgesehen davon könnte das Land, das Weltmeister ist im Beschlagnahmen von fremden Eigentum ist, auf solche Gelder einmal die Hand draufhalten, wenn es z. B. einen Steuerstreit gibt, einen Streit ums Bankgeheimnis, einen Streit um nachrichtenlose Vermögen oder sonstigen Streit.

Die Gerichte in den USA sind extrem patriotisch und kennen nur die Sicht der USA. Eine Beschlagnahmung oder Zurückhaltung ist rasch angeordnet.

Vor dem Hintergrund dessen ist es ein absoluter Aberwitz, daß das schweizerische Nationalbankgold zu großen Teilen in den USA lagert. Besonnene Politiker wie die Nationalräte Luzi Stamm, Ulrich Schlüer, Lukas Reimann, Capar Baader und andere fordern daher eine rasche Rückführung des Schweizer Goldes in die Schweiz, stießen jedoch auf taube Ohren.

Schon im Ersten Weltkrieg hielten die USA das Schweizer Gold zurück. Die Schweizer Politik scheint nicht bloß belehrungsresistent, sie scheint selbst aus gemachten Erfahrungen nicht zu lernen.

Und dies, nachdem die Schweizer Nationalbank schon den Irrsinn der EU-Goldverkäufe mitmachte und Milliarden an Volksvermögen verschleuderte. Araber, Russen und Asiaten (allen voran Chinesen) deckten sich zeitgleich zu historischen Tiefstpreisen mit Gold ein und kaufen bis heute weiter Gold zu.

Artikel von gestern