Die linksintellektuelle Zeitung „Die Zeit“ (Deutschland) gibt einen namhaften slowakischen Politiker,Richard Sulík, wieder. Er war Vorsitzender der slowakischen Partei SaS (Freiheit und Solidarität). Bis zur Abstimmung über den EFSF im Herbst 2011 war er Parlamentspräsident. Ausrisse. (kursiv):

„Am 27. September 2011 hat mich der damalige deutsche Bundespräsident Christian Wulff besucht. Ich war zu dem Zeitpunkt noch als slowakischer Parlamentspräsident im Amt, und unsere Koalitionsregierung stand kurz vor der Abstimmung über die Aufstockung des befristeten Rettungsschirmes EFSF.

Während unseres Gesprächs lobte ich die Rede, die Herr Wulff auf der Tagung der Wirtschaftsnobelpreisträger in Lindau gehalten hatte. Vor allem ein Satz ist mir lebhaft in Erinnerung geblieben: »Es ist allerdings ein Mißverständnis, Solidarität allein an der Bereitschaft zu bemessen, andere finanziell zu unterstützen, für sie zu bürgen oder gar mit ihnen gemeinsam Schulden zu machen.«

Als ich ihn frug, warum wir bei der Argumentation und Wahrnehmung der Situation übereinstimmten, aber bei der Schlußfolgerung zu völlig gegensätzlichen Positionen kämen (er war für die Aufstockung des befristeten Rettungsschirmes, ich war dagegen, was mich schließlich auch mein Amt kostete), sagte er: »Wissen Sie, wir haben historische Verpflichtungen.«„

Weiter heißt es im Zeit-Artikel von Sulík:

Wer im Krieg etwas verbrochen hat, muß heute mindestens 90 Jahre alt sein. Wie viel Promille der Bevölkerung sind das? Acht? Acht Promille natürlich nur dann, wenn wir von einer Kollektivschuld ausgehen.

Bei der konkreten Schuld wird es sich höchstens um tausende handeln. In einem 80-Millionen-Volk. Wie lange sollen also die Deutschen für alles Mögliche zahlen? 50 Jahre? 100 Jahre? Für immer?

Ganzer Artikel:

http://www.zeit.de/2012/33/Euro-Rettung-Zahlung-Deutschland

Mehr zum Euro und der Rolle der Schweiz darin:

https://schweizblog.ch/?s=Euro