Am kommenden 5. Mai wird Bundespräsidentin Doris Leuthard in Rom Italiens Ministerpräsident Silvio Berlusconi treffen.

Am darauf folgenden Tag nimmt sie an der Vereidigung der neuen Schweizer Gardisten im Vatikan teil und wird von Papst Benedikt XVI. zu einer Privataudienz empfangen.

Bundespräsidentin Doris Leuthard wird sich mit dem italienischen Ministerpräsidenten Silvio Berlusconi über den Stand der bilateralen Wirtschaftsbeziehungen, die Steuerfrage und die Situation des Euro unterhalten.

Doris Leuthard bekommt eine Privataudienz beim Papst und trifft Silvio Berlusconi

Seit 2004 ist Italien hinter Deutschland und vor Frankreich der zweitwichtigste Handelspartner der Schweiz: Italien ist das zweitbedeutendste Land, was die Importe betrifft, und der drittwichtigste Exportmarkt der Schweiz.

In letzter Zeit ist Italien vor allen Dingen dadurch in Erscheinung getreten, daß es die Schweiz im Chor mit anderen massiv attackierte. Etwa beim Steuerstreit und zusätzlich noch, indem es sich in der Gaddaffi-Affäre auf die Seite des libyschen Potentaten stellte.

In Zuge des Steuerstreits mit Italien geriet das Handeln von Außenministerin Calmy-Rey ebenso in die Kritik wie das Versagen der Schweizer Außenpolitik bzw. das Agieren des EDA in der Libyen-Affäre.

Aus italienischer Sicht ist die Schweiz das sechstwichtigste Exportland und belegt bei den Einfuhren den achten Platz.

Die Schweiz investiert in Italien 18 Milliarden und liegt damit auf dem sechsten Rang der ausländischen Investoren. Schweizer Unternehmen beschäftigen in Italien über 78 000 Personen.

Bundespräsidentin Leuthard ist es ein grosses Anliegen, die Beziehungen mit den Ministerinnen und Ministern und den Staatschefinnen und Staatschefs der europäischen Länder enger zu knüpfen. Sie will damit ein ausgedehntes Netz schaffen, das es erlaubt, die anstehenden Probleme rasch und effizient zu behandeln. Am Weltwirtschaftsforum in Davos (WEF) traf sie bereits den französischen Präsidenten Nicolas Sarkozy. Mit dem spanischen Präsidenten und dem Präsidenten des Rats der Europäischen Union José Luis Zapatero kam sie in Madrid zusammen, mit dem österreichischen Präsidenten Heinz Fischer in Wien und mit Bundeskanzlerin Angela Merkel in Berlin.

Am Donnerstag, 6. Mai 2010, wird die Bundespräsidentin an der Vereidigung 30 neuer Rekruten und eines Offiziers der Schweizer Garde im Vatikan teilnehmen. Anschließend trifft sie sich mit Papst Benedikt XVI. und mit Kardinalstaatssekretär Tarcisio Bertone.