Das schrieb Kafka in „Die Verwandlung“ bzw. ließ es die Hauptfigur äußern.

Und er hat recht.

„Dies frühzeitige Aufstehen macht einen ganz blödsinnig. Der Mensch muß seinen Schlaf haben.“

Wie zutreffend.

Daß ein „gesunder Schlaf“ wie ja sogar schon der Volksmund weiß, gesund ist, sollte man eigentlich wissen. Und daß Schlafmangel extrem ungesund sowohl in psychischer als auch in körperlicher Hinsicht, das sollte ja wohl auch zur Allgemeinbildung gehören.

Ein Beispiel über die negativen Folgen von blödsinnigem frühzeigiem Aufstehen zeigt der gestrige Tag.

Vorwort

Und um es vorwegzunehmen: Es gibt Leute, die keine Frühaufsteher sind. Und man sollte sie nicht dazu zwingen, welche zu werden, denn das geht nicht. Man kann auch nicht einen Hund zwingen, eine Katze zu sein oder umgekehrt.

Der hier Schreibende hat schon als Kind Frühaufstehen auf den Tod gehaßt, diese unnötige Quälerei des Frühaufstehens an der manche Menschen so viel Freude zu haben scheinen.

Man sollte einfach anerkennen und respektieren, daß es Menschen gibt, die KEINE Frühaufsteher sind und für die das eine Quälerei ist.

Meiner Meinung nach sollte man das in die Menschenrechtskonvention aufnehmen.

Das Aufstehen

Natürlich schläft man immer dann nicht früh ein wenn man unbedingt früh einschlafen will. Sondern erst zwischen 3 und 4 Uhr nachts. Dies, obwohl schon am Vortag wenig Schlaf. Aber wie immer wenn man unbedingt einschlafen will, dann schläft man nicht ein, kann nicht einschlafen.

Aber Termin schon zugesagt und daher 7 Uhr aufstehen.

Nach Terminen und eher wenig Schlaf am Vortag mußte also der hier Schreibende daher entgegen seinem natürlichem Rhythmus extrem früh um 7 Uhr aufzustehen und um 8.30 Uhr an einem Treffpunkt, einer Bushaltestelle in seiner Nähe zu sein.

Und konnte entgegen dem natürlichen Tageszyklus nicht mit der Sonne angenehm wach-zu-werden und aufzustehen. Sondern mußte zu einer Zeit, zu der es noch tiefschwarze Nacht ist und die Sonne noch nicht einmal aufgegangen war, aufstehen.

Und der ganze Streß nur, um eine Mitfahrgelegenheit zur bloß gut 20 Min mit dem Auto bzw. 30 Minuten mit dem Zug entfernten Kantonshauptstadt nutzen zu können.

Also erstmal die Katzen Futter hinstellen. Freigänger-Katze wecken. Sie mag nicht aufstehen, genausowenig wie ich, aber  sie muß. Denn sie ist im Raum der Nicht-Freigänger-Katzen aus einer Katzenrettung und wäre sonst den ganzen Tag eingesperrt. Also muß sie nun zur Unzeit raus in den Frost. Aber sie versteht nicht, warum ich sie so früh wecke und nicht schlafen laß. Arme Mimi-Katze, aber ich kann es nicht ändern, sie muß nun aufstehen und raus.

Mails rasch prüfen. Natürlich – wie sollte es auch anders sein – gibt es genau an diesem Morgen eine Mail wegen eines extrem seltenen technischen Problems mit einem Zugang. Natürlich. Und das muß natürlich dringenst noch vor der Abfahrt zur frühen Unzeit noch erledigt werden.

Also Streß. Hektik. Streß.

Als es 8.02 Uhr war fütterte der hier Schreibende die Freigängerkatze, die anschließend dann von selbst raus wollte. Dann kam sie aber wieder und wollte wieder rein und plötzlich war es schon 8.20 Uhr und um 8.30 Uhr mußte er am Treffpunkt sein.

Also Blitzdusche. Nach draußen über den eiskalten, gefrorenen Garten in den Keller, weil der Boiler defekt war und Wasser aufgedreht.

Blitzdusche von 2 Minuten.

Blitzanziehen. Natürlich klemmen die Socken. Und als normalerweise sich gerne in Ruhe anziehender Mensch, der überlegt, was er anzieht, einfach in die nächsten Kleider, die man findet, reinschlüpfen.

Freigängerkatze Mimi will rein. Und versteht nicht, daß null Zeit für sie. Sie miaut. Aber ich muß sie zweimal abweisen. Es geht jetzt einfach nicht. Hektik, Hektik, Hektik. Streß, Streß, Streß. Wie ich das hasse.

Und das obwohl der Morgen noch nicht einmal begonnen hat, die Sonne noch nicht einmal aufgegangen ist.

Blitzartiges Zusammenklauben von Läpptopp, dem Foto-Smartfon und dem altem Smartfon mit länger haltbarer – und austauschbarer  – Batterie aber schlechter Kamera. Blitzartiges parat-machen von den Smartfon-Ladekabeln und Ladekabel des Läpptopps.

Paratmachen von Konfitüre-Gläsern für den, der einen Drucker in Basel abzugeben hat als Merci dafür.

Nochmal zurück, Haustüre aufschließen, Kaffee vergessen.

Keine Zeit zum Kämmen oder Haare richtig trocknen, also Haarbürste noch schnell eingesteckt.

Die Schuhe für Frost und Schnee mit der guten Gummisohle, mit der man nicht ausrutscht und die sicher hilfreich wären beim Heruntertragen einer Kommodo, sind nicht auffindbar trotz hektischer Suche. Ein elendiger unnötiger Streß mitten am frühesten Morgen, eigentlich noch mitten in der Nacht. Schon als Kind habe ich diesses frühe Aufstehen für den Gang zur Schule gehaßt.

Also die Marken-Stiefel vom tollen Markenhersteller mit der Ausrutsch-Garantie-Sohle schnell übergestriffen.

Keine Zeit zum Schuhe-Schnüren, also mit ungeschnürten Ausrutsch-Garantie-Schuhen zum Treffpunkt an der Bushaltestelle gerannt. Auf halben Weg zurückgerannt, denn Läpptopp-Tasche vergessen. Läpptopptasche vom Bett gerissen, oh – da steht der heiße Kaffee noch ungetrunken, also die vor dem Bett herumstehende Tasse Kaffee auf Ex in einem Schluck runtergeschlungen.

Wieder nach unten zum Treffpunkt. Rennend mit ungekämmten Haaren, aber einer Haarbürste dabei.  Mit ungeschnürten Ausrutsch-Garantie-Schuhen auf frostigem Boden eine steile hohle Gasse hinunter.

5 Min zu spät angekommen. Die Wartende mag keine Verspätungen obwohl sie selbst auch oft verspätet ist.

Chur

Angekommen in der Kantonshauptstadt, inzwischen einigermaßen gekämmt wird schließlich nach Übergabe von etwas Buntmetall an einen Kunden im Industriegebiet losgefahren.

Das erste, was bei der Auffahrt auf die Autobahn festgestellt wird als Läpptopp gestartet werden soll: Der Akku ist leer. Obwohl das Läpptopp die ganze Nacht am Strom angeschlossen war oder zu sein schien.

Suche nach dem Ladekabel in der Läpptopptasche. Es ist nicht da. Nichtmal Gelegenheit irgendwo aufzuladen. Die ganze stundenlange sinnlose Autofahrt, das stundenlange Rumsitzen in einem Fahrzeug kann nicht genutzt werden um die Artikel zu schreiben. Die Artikel die hätten geschrieben werden müssen, werden nicht verfaßt.

Und natürlich noch mehr Unbill:

Weil Läpptopp ohne Strom keine Adresse oder Telefonnummer da von der Frau in Zürich, die eine Kommode abzugeben hat, die für eine andere Frau in Graubünden geholt werden soll wenn man schon wegen einem Drucker nach Basel fährt.

Die Nummer ist unauffindbar. Das Inserat im Kleinanzeigenmarkt ist zudem gelöscht, auch nicht auffindbar.

Und natürlich entlädt sich auch das Smartfon mit der Internet-Äpp, das morgends noch schnell aufgeladen wurde und nur 40% Akku hatte bei Abfahrt jetzt blitzschnell, droht mit baldigem Ausschalten.

Zürich

Weil man auf unterschiedliche Arten nach Zürich, die große heimliche „Hauptstadt“ der Schweiz, die ja keine Hauptstadt hat, einfahren kann, muß der Schofför unbedingt wissen wie die Adresse in Zürich lautet, drängelt.

Also schließlich auf einem Rasthof rausfahren, parkieren, umparkieren und Schofför findet schließlich die Nr. der Frau nach einigem Suchen. Die Frau anrufen, sie ist selbstverständlich gerade in einer Sitzung aber die Adresse kann sie rasch sagen.

Akku von Smartfon droht aufzugeben. Schofför hat im ganzen Auto scheinbar keinen Stift, um diese auf Papier aufzunotieren. Aber schließlich findet sich einer.

Alles nur wegen Aufstehen zur Unzeit und unnötigem Hektik-Streß. Bei einer Abfahrt in Ruhe wäre all diese Unbill nicht passiert.

In Zürich angekommen klappt alles. Die Dame hat eine zweite gleiche Kommode, aber eine Schublade davon fehlt und die defekt ist. Auf einem Blick ist zu erkennen, warum. Eine Querstrebe fehlt beim Ikea-Produkt. Offenbar nicht richtig zusammengebaut.

Sie muß umziehen weil das Haus abgerissen wird, ein schöner solider Wohnblock in solider Ziegelsteinbauweise wird abgerissen, dafür in moderner Billigbauweise was Neues gebaut. Sehr umweltfreundlich. Einfach dumm was heute gemacht wird.

Schnell noch den Restakku genutzt um die Frau, welche die Schubladen-Kommode möchte auf Ihrer Fahrt nach Österreich anzurufen, ob sie die zweite praktische Kommode auch für den Keller will.

Abfahrt in Zürich mit zwei Kommoden.

Basel

Bereits auf der Weiterfahrt nach Basel todmüde. Der Tag eine einzigartige Qual und Quälerei.

Telefonnummer von dem Mann mit dem Drucker nicht da.

Natürlich.

Gleiches Problem wie mit Tel + Adresse wie bei der Frau in Zürich.

Weil ja Läpptoppakku leer obwohl es morgends so schien, daß es angeschlossen war. Wäre nicht ein Aufstehen zur Unzeit mitten in der Nacht angesagt gewesen und wäre man nicht halbwach gewesen, sondern ausgeschlafen, dann wäre aufgefallen, daß es zwar angeschlossen war, aber der Stecker rausgezogen, weil Ladekabel sonst Strom (Kriechstrom) verbrauchen wenn sie eingesteckt sind.

Wäre.

Aber so wurde halt nicht bemerkt, daß Läpptopp gar nicht aufgeladen, obwohl augenscheinlich das Ladekabel am Läpptopp – aber nicht in der Steckdose – angeschlossen war.

Und natürlich ist der Mann mit dem Drucker von 10.30 bis 12 Uhr in einer Sitzung. Dies schrieb er am Vortag.

Trotzdem Versuch, eine Nachricht via Kleinanzeigenportal zu schreiben. Hier ist das Inserat zwar auch nicht mehr aufgeschaltet aber weil nicht telefoniert sondern geschrieben wurde, ist Schriftverkehr im Postfach. Und es besteht so eine Möglichkeit, auch ohne Telefon und Mail Kontakt aufzunehmen.

Zum Glück empfängt er offenbar Mails via Kleinanzeigenportal während der Sitzung und wir haben die Adresse. Und Telefonnummer auch. Trotz der Unbill mit dem Läpptopp.

Angekommen in Arlesheim bei Basel um 12.45 Uhr muß ich dem Mann sagen, daß es mir leidtut aber die Konfi-Gläser sind irgendwie aufgeplatzt, ich habe im Rucksack nur Glasscherben und herumfließende selbstgemachte Konfitüre.

Auch das wäre natürlich nicht passiert bei einem ausgeschlafenen nicht-müdem Menschen. Denn er hätte die Konfi noch besser verpackt und er hätte selbst, hätte er dies nicht in einem ausgeschlafenem Zustand daran gedacht, daß er Konfi im Rucksack hat und diesen Rucksack immer vorsichtig ablegen muß.

Der Mann aus der alternativen Holzbausiedlung sagt, es sei schade, daß Konfigläser kaputt, aber macht nichts. Doch er scheint sichtlich enttäuscht. Offenbar hätte er sich wirklich gefreut. Er hat wie der hier Schreibende auch kein Auto, ist kein Autofahrer.

Der Schofför bemerkt ebenfalls seine Enttäuschung. Er hat ab und zu Fahrten nach Basel und verspricht ihm, wenn er das nächste mal nach Basel fährt, macht er Abstecher nach Arlesheim und bringt ihm Konfi mit.

Abfahrt in Arlesheim bei Basel. Gerade aus der geschlossenen, alternativen Wohnsiedlung mit Schranke gegen Autos heraus.

Da rennt plötzlich der Familienvater der den Drucker verschenkte hinter dem Kastenwagen her. Ich hatte meinen Rucksack vergessen bei ihm. Diese unnötige Frühaufsteherei macht einen wirklich ganz blödsinnig. Kafka hat absolut recht.

Rückfahrt

Noch nichts gegessen den ganzen Tag. Der Schofför hat keinen Hunger. Ich frage ihn, ob er denn wirklich keinen Hunger hat. Nein, er hätte toll gefrühstückt und habe keinen Hunger. Aber ich. Ich habe nur Kaffee gefrühstückt. Mußte ja sogar früher aufstehen als dieser Frühaufsteher obwohl ich gar keiner bin.

Also fahren wir irgendwo raus. Um nicht Mondpreise zu zahlen an irgendeiner Raststätte wählen wir eine Ausfahrt wo es einen Ottos-Supermarkt hat. Und davor noch einen Freßnapf, eine Kette mit Tierfutter. Katzenfutter der Lieblingssorte Purina gibt es dort in den seltenen Sorten Thunfisch und Rind in 3-Kilo-Packungen für 17.95. Normalerweise kosten 600-Gramm-Packungen 6 Franken (5.99) und somit 3 Kilo also 30 Franken. Hier für rund 18 Franken. Also werden 2 gekauft.

Der Ottos-Supermarkt hingegen hat Mondpreise. Anders als der Ottos in Graubünden alles teurer. Halt die Metropolregion Basel. Wahrscheinlich deswegen. Kaufkraftabschöpfung heißt dies laut Preisüberwacher.

Thunfisch kostet dort 2.75 anders als in Aldi und Lidl 1.39 bis 1.69 Franken. Naja. Auch gibt es kaum etws Sinnvolles zum Essen. Also wird eine Packung Kräcker gekauft. +

Zuvor fand ich beim Eingang noch zufällig ein schönes kariertes Hemd das ich anprobierte. Aber unsicher weil unausgeschlafen. Nicht ganz da. Doch in kaufte es trotzdem. Denn ich hasse es wie die meisten Männer, Kleider und Schuhe zu kaufen wenn man sie kaufen muß und etwas finden muß. Und ich liebe es, ein Kleidungsstück zu sehen das einen anspricht und es spontan ohne Zwang zum Kaufen-müssen zu kaufen. Also weil man gerade unbedingt ein Kleidungstück braucht weil eines kaputt ist.

Apropos Zwang versus Freiheit: Frühaufsteh-Zwang ist zum Kotzen. Falls ich es noch nicht erwähnt hatte.

Wir fahren schließlich weiter. Und kommen an Baden vorbei wo der Anwalt und Politiker ist. Schofför bietet an, wir könnten ja rausfahren, es liegt direkt an der Autobahn. Aber ich bin einfach zu müde und erschöpft. Gequält. Der ganze Tag schon eine Qual.

Beide müssen wir auf das WC, also Halt an einer Raststätte.

Für eine Vereinsliegenschaft wird ein neuer Holzofen benötigt. Daher später Rausfahrt bei Hornbach, das mitten in der Pampa im Kanton Schwyz liegt. 3 Mitarbeiter versuchen, Holzöfen zu finden. Aber hat keine.

Keine Öfen zu kaufen, nur ein Holzofen noch vorhanden mit einem Aschefach kaum größer als ein paar Tafeln Schoggi. Aber 50 Rappen kostet die Parkplatzgebühr bei Hornbach in der Pampa. Wenig, aber wer denkt sich sowas aus, Kunden, die kaufen wollen und die die Pampa rausfahren mit 50 Rappen zu belegen?

Eineinhalb Stunden später bei Mels / Sargans noch zum Bauhaus-Baumarkt. Auch dort gibt es keine Öfen. Die Mitarbeiterin erklärt, daß die Lieferanten nicht liefern können weil die Lieferketten unterbrochen sind. Es fehlen bestimmte Teile. Es kann nicht einmal gesagt werden, wann es wieder Holzöfen gibt.

Normalerweise haben sie immer eine große Ausstellung an Öfen, aber jetzt nicht.

Also unverichteter Dinge auch hier weg, aber immerhin war der Parkplatz nicht kostenpflichtig.

Am Fahrzeug angekommen fällt mir ein, daß ich ja noch ein Strommeßgerät das keinen Strom mißt dabei habe das umzutauschen ist. Nicht dran gedacht weil übermüdet. Also nochmal zurück. Vorgesetzter kommt, schildere, daß das schon das zweite Meßgerät ist das nicht mißt. Schließlich Umtausch.

Es ist später Nachmittag, die Sonne noch da, die Tage werden länger. Und schließlich wird alles ausgeladen.

Weiterfahrt nach Chur und ins Domleschg. Drucker am Haus ausladen, Schlüssel holen für Liegenschaft wo die beiden Möbel hinmüssen in den Keller.

Überschwemmung im Haus

Beim Öffnen der Haustüre riesige Überschwemmung. Ich hatte in der Hektik, dem Streß am Morgen vergessen, im Keller das Wasser abzudrehen. Überflüssig, zu erwähnen, daß dies nicht passiert wäre ohne Hektik und Streß zur Unzeit am frühen Morgen.

Katzenstreu alles durchnäßt, Tasche mit Brötchen etc. durchnäßt, Lederaktentasche und alles andere, was in der Diele steht durchnäßt, Zentimeterhoch Wasser. Wände auch durchnäßt.

Schließlich nach Thusis, die Möbel ausladen.

Plötzlich stelle ich beim Verabschieden vom Fahrer fest, das Portemonaie ist weg. Oje. Also zurück zum Haus ob ich dort in meiner Übernächtigung beim Ausladen des Druckers das Portemonaie mit den Kräckern ins Postfach gelegt habe, aber ist kein Portemonaie da.

Vermute, daß beim Baumarkt das Portemonaie aufs Dach gelegt vom Kastenwagen aber dann nochmal zurück nach Thusis zum Keller.

Und dort war das Portemonaie. Vermutlich als ich ein Nastuch aus der Hosentasche nahm auch Portemonaie rausgenommen.

Zuhause

Abends angekommen am Haus kein Holz und auch keine Kraft mehr, zu sägen.
Also Industrie-Heizofen anwerfen.

Und die ganzen Artikel nachholen die auf der Fahrt nicht geschrieben werden konnten weil Läpptopp leer.

Vor lauter Erschöpfung stoße ich noch einen einen Topf mit Gemüseresten für den Nachbarn der Hühner hat und die Flüssigkeit ergießt sich über den gesamten Boden. Überflüssig, zu erwähnen, daß sowas nur passiert wenn man völlig übernächtigt ist.

Rasch noch durch das Hochwasser in der Diele waten und nochmals Wasser im Keller aufdrehen und duschen.

Beim Schließen der Haustüre nicht dran gedacht, die Türe langsam zuzumachen, damit kein Wasser auf den vor der Türe unter den 3 Stufen stehende Drucker aus Basel nicht naß wird. Überflüssig zu erwähnen, daß dies bei einem nicht völlig übermüdetem Menschen nicht passiert wäre.

Also Drucker reintragen und so gut wie möglich trocknen. Hoffentlich funktioniert er und hat nicht gelitten. Wahrscheinlich nicht, man wird es sehen.

Versuch, einen Wein zu öffnen vor dem Einschlafen scheitert weil ich – in Kleidung – vorher eingeschlafen bin.

Aufwachen dann kurz nach Mitternacht. Nun ist Tag-Nacht-Rhythmus komplett zerstört. Einschlafen am Morgen.

Der „Kater“ am nächsten Tag

Obwohl keinen Alkohol getrunken gibt es einen „Kater“ am nächsten Tag.

Überschwemmung wegwischen. Wegräumen der durchnäßten Sachen.

Und – wie sollte es anders sein – wieder vergessen, das Wasser im Keller nach dem Duschen abzudrehen weil ich eingeschlafen war. Wieder neue Überschwemmung nachdem die alte noch nichtmal weg war.

Fazit: Nie wieder Aufstehen zur Unzeit – Eine Frage der Lebensqualität

Frühaufstehen macht irgendwie Lebensqualität und auch die Gesundheit kaputt. Frühaufstehen ist etwas für Leute, die sich gerne oder auch ungerne quälen. Wie wohl die meisten Arbeiter, Berufsschofföre oder andere solcher Leute. Leider haben sie oft die Angewohnheit, wenn sie selbst schon sich quälen müssen, dann andere da mit reinzuziehen. Sei es der Kunde im Appenzell, der immer vormittags Termine möchte obwohl er weiß, daß ich 3,5 Stunden Anfahrt habe und KEIN Frühaufsteher bin. Sei es der Berufsschofför, der den ganzen lieben langen Tag Zeit hat aber genau wenn man mit ihm etwas für einen Transport abmacht, doch unbedingt gerne schon frühmorgends (am besten gleich um 5 Uhr in der Früh) losfahren will. Oder sei es die Oma, die es immer gehaßt hat, früh aufstehen zu müssen aber dann wenn der Enkel zu Besuch ist muß der natürlich auch früh aus den Federn. Auch, wenn man bis nachts um 3 da-saß und noch Chablis gemeinsam getrunken hat. („Soviel Schlaf muß für einen jungen Mann reichen. Im Krieg hatten die Männer auch wenig Schlaf.“)

Eine Frage der Gesundheit

Doch was macht eigentlich die Quälerei des Frühaufstehens mit der Gesundheit? Daß Frühaufstehen psychisch nicht gesund ist für Leute, denen das nicht liegt, ist wohl unumstritten, aber das Frühaufstehen schadet auch der körperlichen Gesundheit.

Ist es Ihnen schon einmal aufgefallen? Leute, die schön ausschlafen können und bei denen sich der Körper gut regenerieren kann anstatt daß sie zu einer blödsinnig frühen Zeit aus dem Schlaf gerissen werden altern langsamer, haben weniger Falten, sind erholter.

Ganz im Gegensatz zu Frühaufstehern.

Denn der Streß, der durch zuwenig Schlaf dem Körper zugefügt wird, wirkt sich auch auf den Körper aus.

Vielleicht werde ich deswegen immer jünger geschätzt als ich bin.

So oder so: Man kann festhalten, daß Tage an welchen man genötigt wird, blödsinnig früh aufzustehen und nicht seinen gerechten Schlaf haben darf, daß dies immer negative Tage sind mit Streß, Leid und keine schönen Tage. Sondern immer eine Qual, eine Quälerei.

Heutzutage soll es angeblich über 100 Geschlechter geben was natürlich Unfug ist. Viel sinnvoller wäre es einmal, endlich anzuerkennen, daß es Leute gibt, die keine Frühaufsteher sind. Denn die gibt es – im Gegensatz zu den angeblich über 100 Geschlechtern nämlich wirklich.

Und immer wenn solche Leute Früh-Termine zusagen, dann schlafen sie in der Nacht vorher nicht ein. Auch nicht dann, wenn sie schon – wie im vorliegenden Beispiel – vom Vortag zuwenig Schlaf hatten und spät zurückkamen von einer Fahrt ins Aargau zu einem Anwalt und Politiker.

Das Fazit: Nie wieder Frühaufstehen. Und sich nie mehr dazu hinreißen lassen, zuzusagen, daß man ausnahmsweise wieder einmal doch zur Unzeit zu frühmorgendlichen Terminen sich hinreißen läßt. Nein! Nein! Nein! Schluß mit diesem Horror.

Sollte es Leute geben, die gerne um 6 Uhr morgends aufstehen, ihren ersten Kaffee trinken, die Mails durchgehen und dann um 8 Uhr sich parat zu machen für einen Termin: Ich gehöre nicht dazu.  Wer die Quälerei der Frühaufsteherei mag, soll sie mögen dürfen. Ich nicht. Ich mag es, wenn ich in aller Ruhe durch den Sonnenaufgang aufwache, dann einen Kaffee mache, noch einen Kaffee mache, die Mails durchgehe und die ersten Artikel schreibe und langsam zu mir komme und wach-werde. Anstatt eine Frühaufsteh-Quälerei mit Terminen am frühen Morgen zur Unzeit.

Keine Unzeit-Termine mehr!

Unvollständige Liste von Berufsgruppen, die keine Frühaufsteher sind

Politiker in aller Regel, Schreibende jeder Art (z. B. Journalisten, Schriftsteller usw.) , Internetmenschen (Webgestalter, Programmierer), Kunstschaffende und Kreative jedwelcher Art.