Zu Weihnachten sieht man sie wieder an jeder Plakatwand und – sofern man fernsieht vermutlich auch – auf jedem Fernsehschirm.

Aufrufe, zu spenden gegen Armut. Abgesehen davon, daß die Frage danach, ob Entwicklungshilfe für die Dritte Welt überhaupt hilft und nicht sogar schadet, stellt sich für erschütterte Spendenfreudige, die ihr Gewissesn an Weihnachten erleichtern wollen / sollen auch die Frage, wie es mit Spenden so ist, die der Bekämpfung von Armut im Inland zugutekommen sollesn.
Oder anders: Ob solche Armutsdarstellungen / Armutsstatistiken und Spendenaufrufe für inländische Zwecke zu Weihnachten lauter sind oder mehr Heuchelei mit geschickter Tränendrüsenaktivierung für Interessen von Sozialindustriekonzernen namentlich kirchlicher aber auch anderer Seite.
In diesem Zusammenhang stieß ich gerade auf einen Beitrag zur Debatte des Journalisten Andreas Unterberg, den ich hier einmal auszugsweise wiedergebe mit Verweis auf den Beitrag zum Weiterlesen. Er schreibt (kursiv):
In den Weihnachtstagen war die Chance besonders groß, daß man von einem Priester oder Politiker oder Journalisten wieder etwas von der wachsenden Armut in Österreich vorgeschwätzt bekam. In diesem Fall sollte man ihn einfach mit seinem Geschwätz stehen lassen, eine andere Kirche besuchen, eine andere Partei wählen oder das Medium wechseln.
Denn in Wahrheit sinkt die Armut in Ländern wie Deutschland oder Österreich seit vielen Jahren ganz signifikant.
Dies gilt im übrigen sogar für Entwicklungsländer – noch nie gab es sowenig Armut auf der Welt (Anm. SchweizBlog.ch)
Unterberger schreibt weiter:
Es wird nur deshalb ständig vom Wachsen der Armut geredet, weil dies bestimmten Interessen hilft.