
Am 24. November 2013 stimmen die Schweizer Stimmbürger über die Volksinitiative «1:12 – Für gerechte Löhne» ab.
Wirtschaftsverbände wie der Globalisierungs-Interessenvertreter EconomieSuisse wollen weismachen, der Standort würde geschwächt.
Wer einmal lügt, dem glaubt man nicht

Wir erinnern uns an die lügenreiche Panikmache vor der Abzockerinitiative von Thomas Minder (die nicht einmal Löhne vorschrieb, sondern nur, daß über die Löhne die Aktionäre befinden dürfen müssen!, vgl. hier oder hier)
Was hieß es vor der Abstimmung?
Namhafte Unternehmen werden der Schweiz den Rücken kehren, wenn Mänätscher sich nicht mehr die Taschen füllen dürften.
Der Standort werde leiden und das ganze Bla-bla-Trommelfeuer wurde mitAbermillionen an Geldeinsatz erzählt. Grimms Märchenstunde wäre noch realer.
Denn was ist denn passiert?
Wieviele Unternehmen haben der Schweiz den Rücken gekehrt? Null. Nicht ein einziges. Alles hohles Geschwafel der Bereicherer- und Abzocker-Lobbyisten von EconomieSuisse und Co.
Bei einer Annahme der 1 zu 12-Initiative würde die Schweiz profitieren. Viele Unternehmen würden mit Handkuß ihren Sitz neu in der Schweiz ansiedeln. Kein einziges würde es verlassen. Wer sich anschaut, in welch absolut krankem Maße die Verdienste (kann man soviel „verdienen“) von Mänätschern in der Schweiz gestiegen sind. Wer sich anschaut, wie die Lohnentwicklungen von Spitzenkräften inden letzten Jahrzehnten sich entwickelt haben, der KANN nur pro 1 zu 12-Initiative stimmen.
Und: 12mal mehr ist immer noch das Zwölffache. Sehr viel also.
Wer sich darüberhinaus bereichern will, soll doch ins Ausland gehen.
Davon würde die Schweiz nur profitieren.
Wenn die Abzocker wie Leute vom Schlage eines Ospel oder sonstwelche Menschen, die die Schweiz ins Unglück stürzen durch ihre Gier, ins Ausland gehen, wäre nichts als das besser für den Standort Schweiz.
Aktuell gibt es eine ETH-Studie von Ökonom Michael Siegenthaler.
Sie liefert Fakten statt vorgefasster Meinungen.
Ein Fakt: Kommt 1:12 durch, droht 4400 Gierschlündern in rund 1200 Unternehmen eine Lohnkürzung. Das ist doch hervorragend!
Ein Fakt: Frauen sind kaum betroffen: 9 von 10 Lohnbezügern, die zwölfmal so viel verdienen wie die am schlechtesten bezahlten Angestellten in der gleichen Firma, sind Männer.
Daher, Emanzen: Ran an die Urnen! (und alle anderen normalen Menschen bitte auch)
Ist die 1 zu 12-Intiative Kommunismus?
Viele liberale Stimmen sagen, man dürfe ja Löhne nicht vorschreiben. Generell teile ich diese Ansicht. Aber Maßlosigkeit und Irrsinn muß man auch nicht akzeptieren.
Zur Frage also, ob die Initiative Kommunismus oder Planwirtschaft ist, beides Sachen, die ich völlig verachte, weil die Schweiz immer mehr in Bürgergängelei und Vorschriften driftet und allen Stuß der EU mitmacht, muß ich sagen: Es gibt abertausende bescheurte Vorschriften, die wesentlich planwirtschaftlicher sind in der Schweiz. Z. B. die, daß ich von jedem Redaktionsmitarbeiter und jedem Mediamatiker minutengenau die Arbeitszeit erfassen muß mit einer virutellen Stechuhr. Sowas Bescheuertes! Und das ist nur ein Beispiel. Es gibt bescheuerte Sachen, die gehen in Richtung Willkür oder sind staatliche Willkür. Sachen, die maßlos sind und den Standort wesentlich mehr schädigen als Mäßigung bei Extrem-Löhnen. Wer im Kanton St. Gallen eine Firma ansiedeln oder gründen möchte, der sollte diese jedenfalls nocheinmal überdenken.
Eine Vorschrift, daß das Verhältnis vom Lohn nicht größer auseinanderdriften darf als 1 zu 12 ist dagegen völlig harmlos!
Remo Maßat