Immer wird gesagt, die EU un zwar nur die EU mache die europäische Einigung möglich.

Gebetsmühlenartig wird falscherweise wiederholt, es sei das Verdienst der EU, daß in Europa Frieden herrsche.

Das Gegenteil ist der Fall.

Die sich immer mehr offen sozialistisch gebärdende EU sorgt für Unfrieden. Nicht nur im Verhältniß zur Schweiz, die man immer aggressiver attackiert.

Der französische Journalist Daniel Vernet äußert sich zu den verlogenen aktuellen Feierlichkeiten in der EU.
Der französische Journalist Daniel Vernet äußert sich zu den verlogenen aktuellen Feierlichkeiten in der EU.

Sondern auch innerhalb der EU. Es entsteht richtiger Haß. Die Griechen hassen die Deutschen, die Abermilliarden nach sinnlos Griechenland zahlen. Sinnlos deshalb, weil nur der Euro-Austritt Griechenlands wirklich helfen könnte. Diesen Befreiungsschlag will man aber seitens der EU-Ideologen um jeden Preis verhindern.

Und die Deutschen hassen sie Griechen, weil sie empört sind über die Undankbarkeit, die ihnen ob der Milliardenzahlungen entgegenschlägt.

Nur: Mit Transfers schafft man keinen Frieden. Weder innerhalb der EU, noch mit Entwicklungshilfe. Ähnlich einem Sozialhilfeempfänger, der schon seit Jahrzehnten von der Fürsorge lebt, entsteht ein Anspruchsdenken.

Mit üppigen Sozialhilfe-Zahlungen tut man dem Menschen keinen Gefallen und mit üppigen EU-Transfergeldern oder Entwicklungshilfezahlungen ebenfalls nicht.

Und das beliebte Gerücht, daß ohne die EU es keinen Frieden in Europa nach dem 2. Weltkrieg gegeben hätte, ist ein Propaganda-Märchen.

„Nieder mit dem 50. Geburtstag! Es lebe die deutsch-französische Zusammenarbeit!“ schreibt in typisch französischem Stil der Journalist Daniel Vernet, und:

Il y a comme une escroquerie historique dans cette célébration. On nous raconte que la réconciliation franco-allemande aurait commencé avec ce traité signé le 22 janvier 1963 par Charles de Gaulle et Konrad Adenauer.

Zu Deutsch:

Es ist ein Betrug, diese historische Feier. Es wird uns erzählt, die deutsch-französische Versöhnung habe mit diesem Vertrag angefangen, der am 22. Januar 1963 von Charles de Gaulle und Konrad Adenauer unterzeichnet wurde.

Und weiter:

C’est un mythe qui perdure, mais c’est faux. Dès 1945, des hommes politiques et des intellectuels avaient milité pour une politique qui rompe avec le principe «l’Allemagne paiera» des lendemains de la Première Guerre mondiale.

Zu Deutsch:

Dieser Mythos ist hartnäckig, aber falsch. Bereits 1945 setzten sich Politiker und Intellektuelle für eine Politik ein, die Schluß machte, mit dem nach dem Ersten Weltkrieg vorherrschenden Motto: Deutschland muß zahlen.

Und heute? Was haben wir heute?

Wir haben wieder genau die gleiche asoziale Einstellung in großen Teilen der EU, namentlich in Frankreich, die da lautet: Deutschland muß zahlen.

Es ist historisch unbestritten, daß die extremen Reparations-Geldforderungen an Deutschland dazu führten, daß es keinen Frieden gab zwischen Deutschland und Frankreich nach dem 1. Weltkrieg. Daher wollte man nach dem 2. Weltkrieg nicht so verfahren.

Die EU-Politik hat es geschafft, daß wir heute wieder soweit sind, daß Deutschland der gedemütigte Zahlmeister ist, den man nach Belieben rupfen kann. Und nicht einmal, die, die rupfen, sind glücklich. Im Gegenteil. Nicht nur in Griechenland, sondern sogar in Frankreich gibt es wieder zunehmenden Deutschenhaß. Und umgekehrt.