Larry Flynt, Herausgeber des Porno-Magazins Hustler und zahlreicher ähnlicher Publikationen, kann Mitt Romney, den republikanischen Herausforderer von US-Präsident Obama nicht ausstehen.
„Was versteckt er?“ fragt der Pornokönig in ganzseitigen Anzeigen. Mittels Heißer Leitung oder Mail können sich Informanten vertraulich melden. Mitt Romney weigert sich bislang weiterhin, seine Einkommensdaten der vergangenen fünf Jahre zu veröffentlichen. Dies war bisher in der Geschichte der USA bei US-Präsidenten-Wahlen offenbar so üblich.

Doch Romney deckte nur die Steuererklärung für das Jahr 2010 auf.
Das Wahlkampfmannschaft von Präsident Obama wirft ihm öffentlich vor, sein Geld in Steueroasen horten. Auch ein ehemaliges Konto bei einer Bank in der Schweiz wurde zum Thema.
Der 69-jährige Verleger, Publizist und Chef des Verlagshauses Larry Flynt Publications (LFP), das mehr als 20 Magazine vertreibt, war Angeklagter in mehreren Gerichtsverfahren. Er ist nach einem Attentat von der Hüfte abwärts gelähmt.
Auch wenn vielleicht „der Falsche“ die Fragen stellt. Das muß noch nicht heißen, daß die Fragen falsch sind.
Wer als zukünftiger Präsident nicht einmal die letzten 5 Jahre seiner Steuererklärungen offenlegen kann, der wirft eben Fragen auf. Und: Er erscheint auch als jemand, der erpreßbar ist, weil er etwas zu verbergen scheint.