
Wenn das stimmt, gibt es einen weiteren Rücktrittsgrund mehr für den – zurückhaltend formuliert – äußerst fragwürdigen Bundesrat Merz:
„Merz soll Bundesrat getäuscht haben“ titelt der linke TagesAnzeiger im Internet und zititert eine Enthüllung der Zeitung Sonntag. Der Flug nach Tripolis war gebucht, da soll Bundespräsident Hans-Rudolf Merz seinen Kollegen in der Landesregierung laut «Sonntag» gesagt haben: «Er gedenke vorläufig nicht nach Libyen zu reisen.»
Die Enthüllung in der Zeitung Sonntag beginnt mit:
Erstmals wird öffentlich, was zwischen Bern und Tripolis seit der Verhaftung von Hannibal Gaddafi in Genf wirklich lief. Bundespräsident Hans-Rudolf Merz hat den Bundesrat getäuscht: Einen Tag vor seiner Kniefall-Reise nach Tripolis sagte er dem Kollegium, «er gedenke vorläufig nicht, nach Libyen zu reisen». Dabei war der Flug schon längst geplant. Aber auch Micheline Calmy-Rey gerät in Erklärungsnot: Sie bot Libyen 100 000 Franken an.
Wir erinnern uns an dieser Stelle, was Hans-Rudolf Merz uns alles schon erzählt hat.