
Wird der SNB-Skandal auch ein Skandal für PwC? Erließ die international agierende Revisionsgesellschaft ein Gefälligkeitsgutachten? Es ist vieles unklar:
Die Rvisionsgesellschaft PricewaterhouseCoopers sieht Emails offenbar als Beweise. Daß zum Abschicken einer Email eine Taste gedrückt werden muß und ein Text abgeschickt wird, ohne daß man weiß, von wem, soweit denken die Wirtschaftsprüfer von PwC offenbar nicht.

Spielt es denn eine Rolle, ob eine Dollarkäufe vom Rechner der Frau eingegeben wurde oder von der Email-Adresse der Frau von dem gemeinsamen Rechner der Ehemleute?
Ob Philipp Hildebrand die Email eingetippt hat oder seine Frau, kann niemand sagen. Für PwC aber sind es offenbar Beweise.
„Aus dem uns vorliegenden E-Mail-Verkehr geht hervor, daß PMH (so lautet das Kürzel von Philipp Hildebrand im Bericht, Anm. Schweiz-Blog) keine Kenntnisse dieser Transaktion hatte.“
Wie – um alles in der Welt fragt man sich – will PwC anhand einer Email erkennen, wer sie abgeschickt hatte?
Komisch auch: Erst hieß es, das Konto laute auf die ehemalige Devisenhändlerin Kashya Hildebrand. Vor drei Tagen änderte sich die Verteidigungsstrategie von Philipp Hildebrand: Es hieß nun plötzlich, das Devisenspekulationskonto bei der Bank Sarasin laute auf Philipp Hildebrand und seine Frau habe eine Vollmacht.
Inzwischen wird der Hinweisgeber („whistleblower“), welcher den Mut und die Courage aufbrachte, die verwerflichen Devisenspekulationen des SNB-Chefs einem Thurgauer Großrat, SVP-Politiker Hermann Lei, zuzuspielen (dieser gab die Unterlagen an Christoph Blocher), strafrechtlich verfolgt. Anstatt einer Strafuntersuchung gegen Philipp Hildebrand ermittelt die Staatsanwaltschaft III gegen den ehemaligen Bank Sarasin-Mitarbeiter.
Lei kritisierte schon vor längerer Zeit das fragwürdige Verhalten des ehemaligen EU-Politologen und ehemaligen Hedgefondsmanagers Philipp Hildebrand.
NACHTRAG:
So äußerte sich Hermann Lei aktuell zur Hildebrand-Affäre in ersten offiziellen Mediengespräch
Was für eine verdrehte Wahrheit!
Dieser „Whistleblower“ ist nicht mutig, sondern schlicht und einfach ein Dieb und korrekt wegen Diebstahls und Verletzung des Bankgeheimnisses angeklagt wird.
Ich hoffe, die Rolle der Heren Lei und Blocher wird auch untersucht. Statt die Informationen an die FINMA oder den Staatsanwalt weiterzuleiten, warten sie einen Monat. Wozu wohl???
ich hoffe, Hermann Lei und Christoph Blocher werden rasch-möglichst strafrechtlich verfolgt.
Kesseltreiben??
Es waere wuenschenswert, dass gewisse Herren Anfragen mit der gleichen Transparenz (welche sie von andern verlangen) beantworten würden und in Zukunft Aussagen wie „Es gibt eine Zeit des Schweigens (Blocher) / ich möchte keine Anfragen beantworten (Lei)“ sein lassen.
Ich könnte mir gut vorstellen, dass es sich bei dem ganzen Theater um ein orchestriertes Kesseltreiben gegen Herrn Hildebrand handelt und der Datendieb vielleicht sogar angehalten wurde screenshots zu machen
@ Kommentarverfasser „Petra“ und „Fritz“:
Komisch, was haben die Linken denn plötzlich gegen Hinweisgeber (whistleblower)? Sonst geifern sie doch immer, „whistleblower“ seien in der Schweiz zuwenig geschützt.
So z. B. auch der Beobachter, „transparancy.ch“ usw. usf.
Und jetzt sind „whistleblower“ auf einmal keine Helden mehr, sondern böse Menschen?
Komisch.
@ Urs
Sogar Euch „Rechten“ gehen wohl langsam die Augen auf ….
oder dauerts noch etwas länger?
@ „Sardasca“ alias Kurt: Was bitte hat es denn mit rechts oder links zu tun, wenn der Nationalbankpräsident die SNB in seine persönliche Zockbude verwandelt und sich strafbar macht? So dumm kann doch wirklich niemand sein, das zu politisieren?! Eine Straftat ist eine Straftat.
http://alles-was-recht-ist.ch/?%26quot%3Binsider%26quot%3B-Handel
Sehr geehrter Herr Lei was Sie da in Rollen gebracht ist nicht mehr zu stoppen. Tragen Sie Bitte Verantwortung.
Die Ansicht von Hermann Lei in der Hildebrand-Affäre, aus welcher politisch interessierte Kreise eine Blocher-Affäre oder Weltwoche-Affäre machen wollten, hat sich haargenau bestätigt; im Gespräch mit der Thurgauer Zeitung vom 07. Januar sagte er: Hildebrand konnte die Kritik aber an seiner Medienkonferenz weitgehend ausräumen.
„Ich bin noch mehr als vorher der Ansicht, dass National- und Ständeräte die Transaktionen der Familie Hildebrand genauer unter die Lupe nehmen müssen. Der oberste Währungshüter darf nicht spekulieren, da er die Wechselkurse stark beeinflusst. … /… Glaubt jemand im Ernst, dass die einzige Spekulation von Hildebrands Frau auf dem Konto ihres Mannes, der Deal kurz vor der Franken-Anbindung ein Zufall sei?“