Neue Hiobsbotschaft in der Euro-Währungskrise:
Wenn der Bundesbank-Chef Deutschlands und die deutsche Kanzlerin Angela Merkel wegen dem Euro öffentlich streiten, braucht es keine große Phantasie, zu erraten, wie es wirklich um den Euro bestellt ist.

Dies ist auch für die Schweiz von großer Bedeutung, weil diese dank dem „Euro-Zocker“ bzw. Nationalbank-Chef Philipp Hildebrand in der Eurokrise mittendrin ist. (Bericht dazu auf Schweiz-Blog.ch)
Und dies, obwohl die Stimmbürger sich gegen eine Teilnahme am Euro-Experiment aussprachen.
Während Bundeskanzlerin Merkel von „bedeutenden Ergebnissen“ des Eurogipfels spricht, kritisiert der neue Bundesbank-Präsident Weidmann diese scharf und warnt vor einer Aufweichung der Haushaltsdisziplin und einer Transferunion. Ein öffentlicher Streit zwischen Bundesbank und Politik ist entbrannt. Der Chef der Deutschen Bundesbank ist alarmiert und äußert öffentlich: Die Beschlüsse des Euro-Gipfels würden die Währungsunion schwächen, solide Finanzpolitik sei künftig nur noch schwer möglich.
„Indem umfangreiche zusätzliche Risiken auf die hilfeleistenden Länder und deren Steuerzahler verlagert werden, hat der Euro-Raum aber einen großen Schritt hin zu einer Vergemeinschaftung von Risiken im Falle unsolider Staatsfinanzen und gesamtwirtschaftlicher Fehlentwicklungen gemacht“, so Bundesbankchef Jens Weidmann. Weiter äußert er: „Dies schwächt die Grundlagen der auf fiskalischer Eigenverantwortung bauenden Währungsunion. Künftig wird es noch schwieriger, die Anreize für solide Finanzpolitiken aufrechtzuerhalten“.
Der deutsche Nachrichtensender N-TV berichtet (kursiv):
Die Beschlüsse des Euro-Gipfels haben einen Aufschrei der Bundesbank ausgelöst. Deren Präsident Jens Weidmann warnte in scharfen Worten vor einem langfristigen Schaden für den Währungsraum. Er räumte zwar ein, daß die Vereinbarung der Euro-Staaten für neue Griechenland-Hilfen zunächst für Ruhe an den Märkten sorgen dürfte. Seinen Worten zufolge wurde beim Brüsseler Treffen aber die Tür geöffnet für eine von Deutschland bislang vehement abgelehnte Transferunion und eine Aufweichung der Haushaltsdisziplin in Europa.
Das deutsche Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“ schreibt unter dem Titel „Bundesbankchef fällt Merkel in den Rücken“ (kursiv):
Europas Regierungschefs feiern ihre Beschlüsse zur Euro-Rettung – doch in der deutschen Bundesbank herrscht helle Aufregung. Deren Präsident Jens Weidmann warnte am Freitagabend in scharfen Worten vor einem langfristigen Schaden für den Währungsraum.
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