Weder der Tourismus, noch die Exportwirtschaft haben überhaupt unter dem harten Schweizer Franken gelitten, im Gegenteil. Heute erreicht uns die Meldung:
Die Schweizer Handelsbilanz wies für das Jahr 2010 den zweithöchsten Überschuß ihrer gesamten der Geschichte auf!

Wozu der umstrittene Nationalbankchef Philipp Hildebrand, ein ehemaliger EU-Politologe und ehemaliger Hedgefondsmanager, nun für über 240 Milliarden Schweizer Franken Euros kaufte, bleibt ein Rätsel. Weder die Wirtschaft noch der Tourismus leiden, im Gegenteil, beides floriert sagenhaft.
Daß die Außenwirtschaft nicht leidet, sondern floriert (trotz des starken Frankens, um den die Schweiz vom Ausland beneidet wird), kann auch dem Nationalbank-Chef Hildebrand kaum entgegangen sein.
Wozu spekulierte dann der SNB-Chef mit in der ganzen Geschichte der Schweizer Nationalbank einmaligen, ja horrenden Summen mit Euros, die nun in den Büchern der Nationalbank als eine Art Währungsgiftmüll und ein massives Klumpenrisiko liegen?
Wollte der ehemalige EU-Politologe – anstatt die Interessen der Schweiz und der Schweizer Wirtschaft zu vertreten – aus ideologisch motivierten Gründen den Euro stützen?
Der Verdacht ist nicht nur naheliegend, sondern drängt sich förmlich auf. Denn aus sachlichen Gründen kann die Euro-Spekulation der SNB vor dem Hintergrund der heute veröffentlichten Zahlen – die wie gesagt die SNB schon 2010 gekannt haben muß – nicht erfolgt sein.
Die Schweiz sollte schleunigst einen Nationalbankchef einsetzen, der nicht EU-Interessen sondern die Interessen der Schweiz vertritt, so wie es gemäß Statuten der Auftrag der SNB ist.
Das Direktorium unserer Nationalbank weiss nicht, wovon es spricht und was es tut. Bereits im Jahre 1996 trat ich vor die GV der SNB und sagte, die SNB solle nicht soviel Kapital im Ausland investieren, sondern vermehrt in der Schweiz anlegen. Dies kostete mich meine Stelle als Strategieanalyst bei der UBS. Hätte die SNB auf mich gehört, so wären die Milliardenverluste nicht geschehen.
Die SNB rechtfertigt die massiven Eurokäufe mit der drohenden Deflationsgefahr. Sie hätte also der Schweizer Volkswirtschaft Kapital zuführen sollen. Sie hat das Gegenteil getan: Sie hat sich in der Schweiz massiv verschuldet und das aufgenommene Kapital ins Ausland transferiert. Genau das Falsche!
Sie hat uns auch während des ganzen letzten Jahres angelogen. Die SNB schrieb in allen Quartalsherften, sie versorge die Schweizer Wirtschaft mit Liquidität. Das heisst, sie investiere in sogenannte Repos (repurchase agreements). Das Gegenteil ist wahr: Die SNB veräusserte ihre sämtlichen Repos. Jetzt hat sie gar keine Repos mehr und kann die Zinsen in der Schweiz nicht mehr steuern.
Die SNB ist horrende Schulden eingegangen, um Euros kaufen zu können. Die Schulden der SNB sind Staatsschulden. Sie hat dies getan trotz Schuldenbremse. Kann die SNB nicht für ihre Schulden geradestehen, so muss dies der Steuerzahler tun.
Was unsere Nationalbank bietet ist unter aller Kanone!
Marc Meyer, Dr. rer. pol.
[…] mit einem offensichtlich linkslastigen SNB-Bankrat und einem Präsidenten, welcher als ehemaliger Hedgefonds-Manager vielleicht auch das Spekulieren nicht ganz lassen […]
[…] Dies ist auch für die Schweiz von großer Bedeutung, weil diese dank dem “Euro-Zocker” bzw. Nationalbank-Chef Philipp Hildebrandt in der Eurokrise mittendrin ist. (Bericht dazu auf Schweiz-Blog.ch) […]
Wer hat eigentlich auf der anderen Seite dieses EUR/CHF Trades den grossen Gewinn einstreichen können?
Jetzt über Philipp Hildebrand zu schimpfen ist natürlich auch etwas einfach.
Er ist natürlich auch einem Erfolgsdruck unterlegen, der nicht nur von den vermeintlichen „Fachleuten“ geschürt wird, sondern auch von Medien und den dadurch aufgebrachten Bürgern.
Man kann nun trefflich darüber streiten, ob die Aktion selbst notwendig war. Sie hat aber den gewünschten Erfolg gebracht. Richtig?
Wenn sich dann Politiker mit Äusserungen profilieren wollen, die die Situation anheizen, dann braucht man sich über den Aktionismus nicht wundern.
[…] Je turbulenter die wirtschaftlichen Zeiten sind und je riskanter das Verhalten der Nationalbank wird, desto wichtiger wäre es, daß sie Reserven (auch) in Gold hält. Die Nationalbank hat aber bereits mehr als die Hälfte ihres Goldes verkauft; was übrigens zeigt, daß auch die SNB schwere Fehler macht. […]
Wie oben Herr Muller schrieb, es ist wichtig den Gewinner von diesem CHF/EURO Geschaft zu finden. Jemand hat sehr viel schweizer Geld verdient. Dieser Verkauf von CHF ist keinesfalls zur Unterschtutzung des Euros….
Wir sollen hoffen, dass es in der Schweiz noch wache und aktive Leute gibt, die fur die Interese des schweizerischen Volkes denken und arbeiten. Unglucklicherweise sind solche Leute immer seltener zu finden. Einfach uberlegen Sie, wurde jemand verantwortlich fur die Resultate dieses Geschaftes gehalten…
[…] größte Wirtschaftsverband vertritt mit seinen Rufen nach (weiteren) Deviseninterventionen beim Schweizer Franken längst nicht alle Unternehmen. EconomieSuisse ist schon lange zu einem Sprachrohr der […]
[…] waren die wahren Motive des ehemaligen Hedgefondsmanager und ehemaligen EU-Politologen […]
[…] Hildebrand, einem ehemaligem EU-Politologen (!) und “Hedgefondsmanager” auf einer historisch großen Summe von Euros. Ein NZZ-Ökonom schrieb denn auch sarkastisch: “Angela Merkel jubelt. Die Schweiz ist […]
[…] Berichte zu den Eurokäufen der SNB […]
[…] wurde auf Schweiz-Blog über den SNB-Skandal bzw. die sog. Hildebrand-Affäre […]
[…] Und dies, obwohl es ja Inflation (Geldentwertung) gibt, die zudem weitaus höher als sonst ist seit dem unrechtsmäßigen Euro-Beitritt der Schweiz (entgegen den Volksabstimmungen) auf der Schiene einer Franken-Euro-Bindung. […]