Wie empört war Kashya Hildebrand damals offiziell. Und wie scheinheilig ist die Empörung tatsächlich, Man muß sogar sagen "wie verlogen", wenn man die Tatsachen betrachtet, nämlich die, daß sie im internationalen Wertpapier- und Derivate-Spekulationsgeschäft über 15 Jahre lang tätig war. (Fotoausriß: Aaargauer Zeitung Anfang 2012)

Das Traumpaar der Finanzwelt (Zitat Schweizer Staatsfernsehen SRF vom 11.1.2013) ist offenbar Vergangenheit.

Wie L’Hebdo aktuell berichtet, hat sich Philipp Hildebrand von seiner geliebten Ehefrau Kashya getrennt. Und er hat – wie Medien zu entnehmen ist – auch schon eine neue, Margarita Louis-Dreyfus, laut Forbes die zweitreichste Frau Frankreichs und 6 Milliarden Dollar schwer.

Philipp Hildebrand, der frühere Hedgefonds-Manager und EU-Politologe (WoZ) sowie Ex-Nationalbankchef, hat also gemäß französischsprachigen Medien eine neue Frau und die alte verlassen.

Daß dieser sich gegenüber seiner Frau Kashya – die ihm offensichtlich (manche glauben immer noch an Zufall, daß wenige Tage vor Notenbank-Entscheiden exorbitante Beträge in Devisengeschäften rein zufällig natürlich flossen) beim Vertuschen von Spekulationsgeschäften half – ähnlich loyal verhalten zu haben scheint, wie gegenüber der Schweiz, bzw. der Schweizerischen Nationalbank, bei der er ein verantwortunsgvolles Amt innehatte, läßt Erinnerungen wach-werden.

Da kommen mir gerade noch einmal Äußerungen der damals in vielen Fällen regelrecht keifend auftretenden Kashya Hildebrand in den Sinn. 

Wie empört war Kashya Hildebrand damals offiziell. Und wie scheinheilig ist die Empörung tatsächlich, Man muß sogar sagen "wie verlogen", wenn man die Tatsachen betrachtet, nämlich die, daß sie im internationalen Wertpapier- und Derivate-Spekulationsgeschäft über 15 Jahre lang tätig war. (Fotoausriß: Aaargauer Zeitung Anfang 2012)
Wie empört war Kashya Hildebrand damals offiziell. Und wie scheinheilig ist die Empörung tatsächlich, Man muß sogar sagen „wie verlogen“, wenn man die Tatsachen betrachtet, nämlich die, daß sie im internationalen Wertpapier- und Derivate-Spekulationsgeschäft über 15 Jahre lang tätig war. (Fotoausriß: Aaargauer Zeitung Anfang 2012)

Über Blocher sagte sie per anonymen Zitat von „jemand“, das sie wiedergab, er habe Geld, sie (Kashya und Philipp Hildebrand) aber hätten Gott, wörtlich (SRF vom 11.1.2012: „Herr Blocher hat sicher sehr viel Geld, doch wir haben Gott.

Sehr gläubig, abgesehen einmal von der Lächerlichkeit dieser Äußerung bzw. der künstlichen Moralisiererei, die mit Kalkül und Dreistigkeit hier von Kashya Hildebrand vorgetragen wird, als ob die Hildebrands arme Kirchenmäuse wären und nicht auch im Milliardenbereich anzusiedeln wären.

Doch zum Thema Glauben nochmal zurück – Die Aargauer Zeitung bzw. die Qualitätsjournalisten Lorenz Honegger und Simon Fischer schrieben damals:

Jetzt meldet sich die Ehefrau von Philipp Hildebrand zu Wort. Die Dollar habe sie gekauft, weil ein großer Teil der Transaktionen in ihrer Kunstgalerie in Dollar getätigt würden. Daß Finanzdokumente gestohlen wurden, ist für sie schockierend.

Den Zeitpunkt des Kaufs begründete sie damit, daß der Dollar im August auf einem Rekordtief und «fast lächerlich billig war». Da sie über 15 Jahre lang im Finanz- und Bankensektor tätig gewesen sei, habe sie bei der Transaktion ein gutes Gefühl gehabt. Die Nationalbank sei schon am Tag danach über den Dollar informiert worden. «Deshalb bin ich sehr erstaunt über das gegenwärtige Interesse daran», so Hildebrand.

Frau Kashya Hildebrand war also laut eigenem Bekunden über 15 Jahre lang im Finanz- und Bankensektor tätig und zwar in den USA.

Ich war auch einen fast so langen Zeitraum in diesem Sektor tätig. Und zwar auch im hochspekulativen Sektor wie Hildebrand und geschäftet hatte ich mit London, den USA und anderen Ländern.

Warum Kashya Hildebrand Aussagen scheinheilig und in meinen Augen völlig verlogen sind

Kashya Hildebrand hat – wenn sie auch nur ein einziges mal ein Kundenkonto betreut hat – ganz sicher wie ich auch schon die US-Standardformulare ausfüllen müssen, die bei jeder Eröffnung eines US-Broker-Kontos oder eines US-Bank-Kontos auszufüllen sind.

Darin gibt es ein extra Feld, in welchem jede US-Bank und jeder US-Broker danach fragen muß, ob eine Person „politisch exponiert“ ist oder Angehöriger einer solchen Person ist. Solche Geschäfte werden besonders behandelt und geprüft.

Ihr Mann war solch eine politisch exponierte Person, sie wußte das auch wohl, daß ihr Mann Nationalbankpräsident als Beruf hatte.

Insofern ist es absolut lächerlich, wie keifend moralisch sie damals auftrat und wie sie scheinheilig äußerte, sie hätte – völlig ahnungslos – diese exorbitanten Dollarkäufe getätigt. Und zwar zufällig vor Entscheidungen der SNB, also namentlich ihres Mannes.

Ich glaube ihr kein einziges Wort.

Sie sollte sich schämen, so aufzutreten. Und die Journalisten sollten sich schämen, daß sie solch einfache Sachverhalte nicht hinterfrugen. Es wird ja wohl ein einziger Journalist eines Qualitätsmediums Ahnung vom Bankwesen haben.

Aber: Hildebrand war ja auf Eveline Widmer-Schlumpfs Seite (der Frau, die jetzt derart heimtückisch das Bankgeheimnis torpediert, daß sie selbst mit FDP-Müller (Philipp Müller) völlig querliegt) und auf der anderen Seite war ja Blocher. Und dieser Hermann Lei. Klar, für wen Journalisten von Tamedia und Co. ja dann automatisch positiv schreiben müssen und für wen nicht.

Und auch, wenn ich kein schadenfroher Mensch bin.

Es hat etwas wirklich Komisches, wenn sie jetzt sitzengelassen wurde von ihrem Ex-Mann Philipp Hildebrand.

Remo Maßat