Eine Sonderkommission der Kapo Zug befaßt sich ausschließlich mit dem Fall der vermißten Olivia Ostergaard.
Am Dienstag verließ die vermißte junge Frau um 5.30 Uhr die Wohnung, um zur Uni Zürich zu fahren. Die Polizei versucht auch, ihr Natel zu orten. Doch das Händi der vermißten Olivia Ostergaard ist seit Tagen aus.

Die junge Frau ist nicht nur eine äußerst fleißige Studentin, sondern auch ist eine der jüngsten Kampfsportlerinnen der Schweiz.
Die Vermißte hat den schwarzen Gurt in Karate. Zudem war sie ein gefragtes Model. Entschloß sich aber für Studium und Karate.
Inzwischen gehen auch Befürchtungen um eine Entführung um.
Schwere Vorwürfe gegen Kapo Zug erhoben
Journalisten aus Dänemark erheben indes schwere Vorwürfe gegen die Zuger Polizei im Zusammenhang mit dem Vermißtfall Olivia Ostergaard. Die Kantonspolizei Zug würde ihre Arbeit nicht machen und Hinweise nicht ernstnehmen, so die Journalisten.
Und es wird der Vorwurf der Falschbehauptungen gegen die Zuger Polizei erhoben:
Die Zuger Polizei sagt, Olivia habe ihr Profil vor zwei Wochen abgeschaltet. Die dänische Journalistin Rikke Bjerge sagt, daß dies bereits vor über einem halben Jahr geschehen sei, und: Aus der von der Kapo Zug angeblich verbreiteten Falschinformation könne man im Zusammenhang mit dem Vermißtfall Olivia Ostergaard leicht falsche Schlüsse ziehen.
Polizeisprecher weicht aus
Polizeisprecher Marcel Schlatter bestätigt, daß die Kapo Zug kommuniziert habe, daß Olivia Ostergaard vor „mehreren Wochen“ ihr Facebook-Profil gelöscht habe und verteidigt sich damit, daß „nie von 2 Wochen die Rede gewesen sei, sondern nur von Wochen“.

Gemäß der Zeitung Tagesanzeiger sagt er: „Wir haben gegenüber den Medien nie von zwei Wochen gesprochen. Wir kommunizierten, daß Olivia mehrere Wochen vor ihrem Verschwinden nicht auf Facebook aktiv war.“
Wenn es stimmt, daß das Facebook-Profil von Olivia Ostergaard – wie von dänischen Medien behauptet – schon über 6 bis 7 Monate inaktiv war, dann fragt sich, warum die Kapo Zug nicht von Monaten sondern Wochen sprach.
Zeugen abgewimmelt?
Noch schwerer allerdings wiegen die Vorwürfe, daß die Polizei Hinweise im Fall Olivia Østergaard nicht ernstnähme.
Ausführlich äußerst sich in einer dänischen Zeitung eine Zeugin, wie sie vehement abgewimmelt wurde. Mediensprecher Marcel Schlatter äußert dazu: „Ich habe nichts von einem solchen Zeugentelefonanruf erfahren.“
So wie es aussieht, gibt es Klärungsbedarf im Fall Olivia Østergaard und nicht nur hinsichtlich der vermißten jungen Frau sondern auch zum Verhalten der Polizei in dem Vermißtfall.
Neben der Falschkommunikation (Wochen statt Monate inaktives FB-Profil) ist zu klären, ob die Frau, die sich so ausführlich in der dänischen Zeitung äußert, eine Lügnerin ist. Dafür gibt es keine Anhaltspunkte. Insofern ist die Polizeiarbeit wohl mehr als nur zu hinterfragen.
Markante Tätowierungen unwichtig?
Die Internetzeitung Polizei24.ch fragt zudem, warum keine Fotos mit den äußerst markanten Tätowierungen ( u. a. auf dem Handrücken sich befindlich) veröffentlicht wurden.