Auf Bankgeheimnis-Schweiz.ch ist die Horror-Meldung hinsichtlich mutmaßlichem neuen skrupellosem wirtschaftlichem Nachrichtendienst zu lesen:
Die „Financial Times Germany“ bzw. Deutschland (sprich „Feinännschäll Teimes“ Deutschland, zu Deutsch „Finanzielle Zeiten Deutschland“), Spiegel.de und Tagi.ch berichten, daß das für seine hinsichtlichem wirtschaftlichem Nachrichtendienst kriminelle Vergangenheit bekannte extrem weit links regierte deutsche Bundesland Nordrhein-Westfalen erneut für 3,5 Millionen Euro eine CD mit Bankdaten gekauft habe.

Auf dieser ominösen CD sollen sich dem Bankkundengeheimnis unterstehende Daten von über 1.000 wohlhabenden Deutschen befinden, welche bei der weitgehend unbekannten Bank Coutts in der Schweiz Kunden sind.
Mediengau bei Coutts
Pikant und äußerst unschön nicht nur für die Kunden, sondern auch für das Anssehen der Bank: Die angeblich so gutsituierte Bank Coutts schafft es selbst in einer Situation, in welcher solche Brutalo-Meldungen durch die Medien geistern, eine anständige Medienmitteilung herauszugeben.
Man kann nur hoffen, daß die Bank die Vermögen ihrer Kunden professioneller verwaltet als es ihre Medienarbeit ist.

Zum Vergleich: Als eine Einzelperson, der sog. „Kristallnacht-Twitterer“ (Alexander Müller) es nicht schaffte, nach der Beschlagnahmung seines Rechners infolge einer Hausdurchsuchung (und vieler anderer zugleich eintretenden Ereignisse), zeitnah (also sofort) eine Medienarbeit zu leisten, wurde er im Anschluß öffentlich vom in der Schweiz vielzitierten Medienexperte Marcus Knill gegeißelt. (Der „Medienexperte“ hat – ganz nebenbeibemerkt – schon im Titel seines eigenen Blogs einen Rechtschreibfehler.)
Man darf gespannt sein, was Knill zu der „Medienarbeit“ einer „Schweizer“ Bank wie Coutts sagt, die ausweislich ihrer Webseite nicht einmal Medienkommunikation auf Deutsch oder einer anderen Landessprache ihres „Heimatlandes“ oder sollte man sagen „Steuerdomizils“ (?!) bzw. „Standortdomizils“ (?!) tätigt.

Tradition kann man nicht kaufen
„Tradition kann man nicht kaufen“, sagt der Volksmund so schön. Die Banken „Coutts“ und „Bank von Ernst“ fusionierten im Oktober 2004.
Seitdem gibt es nicht einmal mehr eine deutschsprachigen Webseite der „Schweizer Bank“ Coutts. Die Bank spricht also nicht die Sprache ihrer Kunden. Zumindest nicht ihrer Schweizer und ihrer Deutschen oder Österreichischen Kunden.
Durch den Zusammenschluß mit „Bank von Ernst“ konnte sich die Coutts-Bank als viertgrößte Auslandbank in der Schweiz etablieren.
Ab 2008 firmierte die Bank unter dem Namen RBS Coutts Bank AG. Im Jahr 2011 wurde der Name auf Coutts & Co AG geändert.
