Ist es nur geschmacklos und nur bösartige politische Hetze eines linken Journalisten? Oder schon ehrverletzend und ein Fall für den Presserat?
Seit den schrecklichen Ereignissen von Norwegen versuchen linke Journalisten, ihnen mißliebige Politiker in eine Ecke zu drängen, in der sie nicht stehen und nie standen.

Der wohl bedeutenste deutschsprachige Intellektuelle der Gegenwart, Henryk M. Broder, befaßt sich mit der Instrumentalisierung von Anders Breivik´Tat und der Schieflage in der Berichterstattung. Diese greift er in seinem aktuellen Welt-Artikel auf.
Wie kann es bitteschön sein, lautet sinngemäß seine Frage, daß bei jedem der unzählbar vielen islamistischen Anschläge eine ganze Verharmlosungs- und Relativierungsindustrie zu rattern beginnt, deren einziger Sinn und Zweck es ist, den Menschen gebetsmühlenartig weiszumachen, dieser Terror habe nichts mit dem Islam zu tun;
Und wie kann es sein, daß dieselbe Denk- und Schreibmaschinerie nun die Tat eines offensichtlich geisteskranken Einzelgängers zum Anlaß nimmt, ein ganzes Meinungsspektrum in Sippenhaft zu nehmen?
Aber zurück zum konkreten Fall des Christof Lampart-„Berichts“ über die 1. August-Rede von Lukas Reimann (Nationalrat SVP) in der Wiler Zeitung.

Ein Journalist, der auf seiner Webpräsenz wirbt, er mache Kampagnen, wörtlich „Ich habe in der Zwischenzeit vielen Firmen, Institutionen, Verbänden und Privatpersonen zu einer positiven und nachhaltigen Außendarstellung verholfen.“ und weiter schreibt: „Darüberhinaus stelle ich mich gerne Parteien… /… zur Verfügung“, gibt unter Auftragsgeber-Referenzen auf seiner eigenen Firmenwebpräsenz die BDP und die EVP an.
Nun schreibt der gleiche Journalist also für die Wiler Zeitung einen Bericht über eine 1. August-Rede eines SVP-Nationalrats.
Normalerweise müßte jemand, der zwei gegenerische Parteien auf seiner Webseite als Referenz angibt, nun versuchen, bei einem Bericht über die Gegenseite bzw. einen Nationalrat, welcher ihr angehört, besonders darauf achten, sauber zu berichten. Und den Bericht so sachlich und neutral wie möglich zu halten, um jeden Eindruck einer Kampagnenberichterstattung zu vermeiden.

Eben „berichten“ und nicht den Auftrag der Wiler Zeitung, über einen Anlaß zu berichten – die 1. August-Rede eines bekannten (und des jüngsten) SVP-Nationalrats – dazu zu nutzen, eigene politische Meinung und die von eigenen Auftraggebern (gegenerischer) Parteien zu mißbrauchen.
Bilden Sie sich Ihre eigene Meinung, ob das geschehen ist und der in der Wiler Zeitung veröffentlichte Christof Lampart-Bericht ein sachlicher und neutraler „Bericht“ von einer 1. August-Rede eines Politikers ist, ein tendenziöser Artikel ist oder sogar mehr in Richtung politisch motivierter Hetzkampagne geht.
Der „Bericht“ vom politisch als einschlägig links bekannten „Journalist“ Christof Lampart (oder sollte man sagen Agitator?) über die 1. August-Rede 2011 von Nationalrat Lukas Reimann finden Sie unten in kursiv markierter Schrift. (Die Rede von NR Lukas Reimann, SVP, kann im Übrigen auf seinem offiziellen Blog einsehen, er hat sie als Reaktion auf den fraglichen „Bericht“ auf diesem veröffentlicht) :
Wenn das Lieblingsthema auf einmal tabu ist
Es war für einmal eine etwas andere 1.-August-Feier. Mehr „Oberbüren wie es singt und lacht“ denn eine „Rede an die Nation“. Was auch irgendwie ganz verständlich ist, wenn man die Ansprache zwischen mehrere Showblocks packt. Der Leidtragende war ein Nationalrat aus Wil.
CHRISTOF LAMPART
Minuten nachdem alles vorbei ist, steht SVP-Nationalrat Lukas Reimann draussen vor dem Zelt und zieht an einer Zigarette. „Etwas komisch“ sei es gewesen, meint der Wiler höflich – und zielt dabei auf die Tatsache ab, dass er zwischen Kinderchor und Akrobaten gerade einmal für 15 Minuten seine Sicht der Welt darlegen durfte. Dass der „liebe Herrgott ein Tiroler“ sein und „Marmor, Stein und Eisen“ nie brechen sollten, schien an diesem Abend die Hunderten von Festbesuchern irgendwie mehr zu interessieren als die „echten Schweizer Werte“, auf die Reimann ebenso bemüht wie nebulös zu sprechen kam. Denn was diese sein sollten, erklärte er nicht. Oder nur unzureichend.
„Wir sind ein Vielvölkerstaat“
Apropos „verstehen“. Irgendwie scheint Lukas Reimann an diesem Abend, in den Tagen nach den schrecklichen Geschehnissen von Oslo, das Thema abhanden gekommen sein. Wenige Wochen vor den eidgenössischen Wahlen gibt es hier auf dem Land, im weissen Festzelt auf saftig-grünen Matten in der Niederwiler Glattburg kein böses Wort gegen Muslime, Einwanderer oder auch nur gegen die ansonsten von ihm nicht gerade sehr geschätzte und oft gegeisselte Multi-Kulti-Gesellschaft. Reimann weiss instinktiv, dass eine Tirade in diese Richtung bei vielen unentschlossenen Wählern nicht gut ankommen könnte – schliesslich ist das keine SVP-Veranstaltung. Ein lahm wirkendes „Wir brauchen nicht noch mehr Einwanderung!“ scheint aber auch nicht das zu sein, was viele von ihm hören wollen. Als Reimann sagt, dass die Schweiz selbst schon seit vielen Hundert Jahren ein Vielvölkerstaat sei, gibt demonstrativ eine ganze Gruppe Männer eine Bestellung bei der Bedienung auf. Danach gefragt, was er denn von dem soeben Gesagten halte, blickt ein stämmiger Mann mit Bart – Typ „Bauer sucht Frau“ – kurz hoch und meint vielsagend: „I ha gmeint, er würi Klartext rede.“ Lukas Reimann tut es nicht.
Laue Rede, heisse Würste
Vielmehr wirkt Lukas Reimann an diesem Abend wie ein Mann, der urplötzlich seiner wichtigsten politischen „Waffe“ beraubt wurde, ohne jedoch eine andere in Aussicht oder gar Reserve zu haben. Nur gut, dass man bei einer Nationalfeier da schon noch ein paar Allgemeinplätze raus hauen kann, ohne dass es allzu aufgesetzt oder gar peinlich wirkt. Und dennoch: Sätze wie „Die prachtvolle Geschichte der Schweiz ist ein selbstbewusster Weg“ und „Die Schweiz darf ihre Staatsform nicht ändern“, oder „Unser Land steht und fällt mit den Menschen“ rufen weder zustimmendes Raunen und schon gar nicht Begeisterung bei der Masse hervor. Der Applaus auf die Rede ist wie die Rede selbst: lieblos-höflich und im grossen und ganzen nichtssagend. Es ist halt eben wie fast immer, am 1. August, wenn auch kurze Reden zu lang und die Würste schon fast gar sind.
Der „Journalist“ und laut eigener Webseite Kampagnenanbieter Christof Lampart schmückt sich mit einer langen Liste von Referenzen. Ob diese Referenzgeber wissen, wie die „saubere journalistische Arbeit“ ihres Pressebuereaus auch aussehen kann? Referenzen auf der Webseite vom Pressebuereau Lampart:
Zeitungen / Zeitschriften / Internet
- Thurgauer Zeitung, Frauenfeld
- St. Galler Tagblatt, St. Gallen
- Wiler Zeitung, Wil SG
- Wiler Nachrichten, Wil SG
- Mywil.ch, Wil SG
- Infowilplus.ch, Zuzwil
- Regionalzeitung – die Neue, Sirnach
- Rosenblatt, Kirchberg SG
- Meine Bank, Zuzwil
- TGV aktuell, Weinfelden
- Reka aktuell, Bern
- Neuer Anzeiger, Sulgen
- Die SchreinerZeitung, Zürich
- Toggenburger Tagblatt, Wattwil
- Thurgauer Bauer, Weinfelden
- Münz, Weinfelden
Gesundheit
- Forum Managed Care, Winterthur
- Altersresidenz Rosenau, Kirchberg SG
- Verein Hospizgruppe Toggenburg-Neckertal, Wattwil
Verbände
- Verband Schreiner Thurgau VSSM, Weinfelden
- Industrie- und Handelskammer Thurgau, Weinfelden
- Holzbau Schweiz Sektion Thurgau, Weinfelden
- Verband Thurgauer Forstpersonal, Dussnang
- Suissetec, St. Gallen
- Thurgauische Krebsliga, Weinfelden
- Thurgauischer Kantonalschützenverband, Sponsorenvereinigung, Schönholzerswilen
- Thurgauer Milchproduzenten, Weinfelden
Firmen
- Homewinner Immobilien GmbH, Uster
- Organizers GmbH, Magden
- Reisekasse (Reka), Bern
- Helene Mayer Treuhand, Sirnach
- Bank in Zuzwil, Zuzwil
- Thurgauer Kantonalbank, Weinfelden
- Vetter AG, Lommis
- Iseli Architektur AG, Uttwil
- Seminare am Bodensee, Güttingen
- Neue Wiler Medien GmbH, Wil SG
- Oertli Schulung Beratung Kultur, Eschlikon
- Grafik Design Klein, Wil SG
- Hawo Immo GmbH, Sulgen
- Sintelligence GmbH, Eschlikon
Kirche / Religion
- Katholische Kirchgemeinde, Wil SG
- Evangelische Kirchgemeinde, Neukirch an der Thur
Kooperationen / Gemeinden / Kantone / Bund
- Amt für Umwelt des Kantons Thurgau, Frauenfeld
- Bürgergemeinde Wallenwil, Wallenwil
Bildende Künstler
- Sabeth Holland, St. Gallen
- Kunsthaus Rapp, Wil SG
- Max Bottini, Uesslingen
- Monica Knellwolf, Sirnach
- Analisa Meyer, Güttingen
- Berti Waldburger, Frauenfeld
- Maya Rupp, Oberwil TG
- Ursina Würmli, Obfelden
- Dani Steinemann, Rossrüti/Ibiza
- Vojislav „Dodo“ Dodic, St. Margarethen
- Ernest Hiltenbrand, Wiesendangen
- Hans Raths, Niederglatt
- Johann Heinrich Göldi, Kirchberg SG
- Doris Habisch-Göldi, Bichelsee-Balterswil
- Rositha Noebel, Kreuzlingen
Musik
- Urban Frey, Frauenfeld
- Wiler Opera Piccola, Wil SG
- Stefan Mickisch, Bayreuth/Wien
- The Allrounders, Winterthur
- Jugendorchester Wil, Wil SG
- Orchesterverein Wil, Wil SG
- Stadtorchester Frauenfeld, Frauenfeld
Literatur
- Rosmarie Frischknecht, Tuttwil
Film
- Turi, Regie: Lotty Wohlwend und Renato Müller
Parteien
- Evangelische Volkspartei, Weinfelden
- Bürgerlich-Demokratische Partei Thurgau, Affeltrangen