Mit unterschiedlichen Massstäben
«Woher haben die Kosovo-Albaner ihre Autoradios?» «Wie kommen Juden zu ihrem Geld?» «Was machen Schwarze am Mittag mit ihren Frauen?»

Mit solchen und ähnlichen Fragen versuchte eine Anti-Rassismuskampagne auf unterschwellige Fremdenfeindlichkeit hinzuweisen. 36 schweizerische Organisationen von Schwarzen wollen nun die Urheber dieser Kampagne (die «Stiftung gegen Rassismus und Antisemitismus») einklagen. Sie sind der Meinung, hier würden Klischees nur verstärkt, statt sie zu bekämpfen.

Ein kurioser Vorgang: Rassismus-Opfer verzeigen die «Stiftung gegen Rassismus und Antisemitismus» wegen Rassismus.

Pikant daran: Die eingeklagte Stiftung fungiert auch als Herausgeberin von Stutz‘ Schrift.

Auf deren Internet-Seite führt Stutz akribisch jeden rassistischen Vorfall nach.

Im Februar 2004, als die Klage eingereicht wurde, sucht man allerdings vergeblich einen Eintrag. Hier wird offensichtlich mit unterschiedlichen Maßstäben gearbeitet.

http://www.schweizerzeit.ch/1804/rassist.htm