Sozialkritischer deutscher Film, welcher die gegenwärtigen Einkommens- und Vermögensunterschiede in Deutschland so sieht, daß es in Zukunft noch krasser werden würde und es Zonen gibt für Leute, die der Gesellschaft nützen, etwas beitragen und weitere Zonen für weniger „nützliche“ Leute sowie unnütze Leute, also in sogenannte Leistungsträger und Leistungsempfänger.

Wer vom Titel her glaubt, es ginge um Gott, Religion, Glauben, täuscht sich. Es geht um Moral, Kapitalismus etc. Aber nicht um eine Religion im herkömmlichen Sinne. Sondern vielmehr darum, wie eine Gesellschaft aussieht in welcher der Kapitalismus / Materialismus noch mehr zur Religion erhoben werden wird.

Eine Gruppe von Eliteschülern wird zu einem Hochleistungstraining in den Bergen eingeladen, wo sie in etlichen Prüfungen Punkte sammeln sollen für die Zulassung für die begehrte Rowald-Universität. Es gibt dutzende Teilnehmer aber nur 5 Studienplätze, die Teilnehmer werden auf Konkurrenzkampf gedrillt.

Es kommt zu Eskalationen, die schließlich in einem Gerichtsprozeß enden.

Filmkritik zu „Jugend ohne Gott“

Abgesehen davon, daß der Name sehr unpassend / unzutreffend ist: Durchaus interessant gemacht, wenn auch etwas klischeehaft.

Daß am Schluß der härteste und brutalste junge Mann aus dem Kapitalisten-Nachwuchs-Lager nach einer kleinen Umarmumg vom Ex-Lehrer in heulende Tränen ausbricht und sich anschließend reumütig die Pulsadern aufschlitzt, ist dann jedoch doch ziemlich seicht. Der Gleiche, der vorher kaltblütig Kameraden und Kameradinnen umbringt ohne mit der Wimper zu zucken.

So wie auch eigenartig erscheint, daß es im Film gegen die Einkommensapartheid-Regionen keinen Widerstand gibt, alle brav mitachen.

Obwohl, wenn man an den Stalinismus, das Dritte Reich denkt oder auch sieht wie aktuell die Leute das Corona-Narritiv der Regierungen brav mitmachen ohne die ganzen stoßenden Widersprüche zu hinterfragen, könnte es sein…