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Lateinische Zitate

Admin24 post on März 7th, 2011

Motto von Linksaußen her motivierter Journalisten:

„Audacter negare, semper aliquit haeret.“
(Verleugne nur dreist, es bleibt immer etwas hängen.)

Ein schönes lateinisches Zitat zum Thema Schweizer Neutralität und Frieden:

„Si vis pacem, para bellum.“
Wenn du Frieden willst bereite Krieg vor.

Manche Leute in der Schweiz wollen ja die Armee abschaffen. Mit dem Argument, der Kalte Krieg sei vorbei. Hierzu gibt es ein schönes nicht-lateinisches Zitat von Christoph Blocher.

Und schon die alten Römer wußten, daß Bürokratie, übermäßiges Beamtenapperat-Aufbauen und übermäßige Gesetze (so, wie es leider aktuell in der Schweiz wie auch in der EU geschieht) ein ekelhaftes Übel sind:

Corruptissima re publica plurimae leges. (Tacitus, Annalen III, 27)
Je verdorbener der Staat, desto mehr Gesetze hat er.

Factum fieri infectum non potest. (Terenz, Phormio 5, 8, 45)
Geschehenes kann nicht ungeschehen gemacht werden.

Cui bono? (Cassius, gemäß Cicero, Philippica II, XIV, 35)
Wem zum Nutzen bzw. Wem nützt es?

Gutta cavat lapidem non vi sed saepe cadendo. (Ovid, epistulae ex Ponto 4, 10 5)
Der Tropfen höhlt den Stein nicht durch Kraft, sondern durch stetes Fallen.

Duobus certantibus tertius gaudet.
Wenn zwei sich streiten, freut sich der dritte

Lateinische Zitate zum Thema Liebe

„Amare et sapere vix deo conceditur.“
Verliebt und gleichzeitig vernünftig sein, das kann nicht einmal ein Gott.
Amantes amentes. (Terenz)
Liebende sind Verrückte.

Auch etwas, was leider zutrifft:

„Varium et mutabile semper femina.“

Die Frau ist immer anders und wechselhaft.

Und noch etwas Allgemeines:

„Si vis amari, ama!“

Wenn du geliebt werden willst, dann liebe!

„Ab imo pectore.“ (Ovid)
Aus ganzer Brust. (deutsch: „Von ganzem Herzen.“)

Lateinische Ziate zum Thema Freundschaft

„Amicus certus in re incerta cernitur.“
In der Not erkennt man den wahren Freund.
Wörtlich: Den sicheren Freund erkennt man in der unsicheren Angelegenheit.

„Amicus fidus rarus est.“
Ein treuer Freund ist selten.

Gutmütigkeit kann man auch als Dummheit sehen, wenn jemand zu gutmütig ist:

„Bonitas stultitiaque sodales sunt.“
Gutartigkeit und Dummheit sind Gefährten.

Lateinische Zitate zum Thema Geld:

Schon die alten Römer wußten:

„Auro loquente omnis oratio inanis est.“
Wenn das Gold redet, schweigt die Welt.

Ibi fas ubi proxima merces.
Wo der Gewinn am höchsten ist, da ist das Recht.

Das wohl bekannteste lateinische Zitat zum Thema Geld:

„Pecunia non olet.“
Geld stinkt nicht.

Vespasian

„Auri sacra fames.“
Verfluchter Hunger nach Gold.

Weitere lateinische Zitate:

Medice cura te ipsum.
Arzt, heile dich selbst.

Aegroto, dum anima est, spes est.
Für den Kranken besteht Hoffnung, solange er atmet.

Pars sanitatis velle sanari fuit.
Ein Teil der Heilung war schon immer geheilt werden zu wollen.

Seneca

 

Cato gilt bis heute als Musterbeispiel des römischen Konservativen.

Ein lateinisches Zitat für immer wiederkehrende Forderungen bzw. Vehemenz:

Ceterum censeo Carthaginem esse delendam.
Im Übrigen bin ich der Meinung, daß Karthago vernichtet werden muß.

Cato (Marcus Porcius Cato Censorius, genannt Cato der Ältere, auch Cato der Censor) schloß viele seiner Reden im Senat mit diesen Worten. Heute steht dieses Latein-Zitat daher für immer wiederkehrende Forderungen. Die Forderung Catos hatte sich übrigens später erfüllt und Karthargo wurde geschlagen. Cato gilt bis in unsere heutige Zeit als Musterbeispiel eines römischen Konservativen.

 

„In vinum veritas“ – „Im Wein liegt die Wahrheit“,

 

Casus belli.
Kriegsgrund

Bellum omnium contra omnes.
Krieg von Allen gegen Alle.

Abyssus abyssum invocat.
Eine Tiefe ruft eine andere Tiefe nach.
– d.h. „Ein Irrtum zieht einen weiteren Irrtum nach sich.“)

Alea iacta est.
Der Würfel ist gefallen, wörtlich: Der Würfel ist geworfen worden.

Barba non facit philosophum, neque vile gerere pallium. (Aulus Gellius)
Ein Bart macht noch lange keinen Philosophen, auch nicht, einen billigen Mantel zu tragen.

Schon die alten Römer wußten:
Bis dat, qui cito dat. (Publilius Syrus, sententiae 64)
Doppelt mal gibt, wer schnell gibt.

Cave quicquam dicas, nisi quod scieris optime.
Sprich nicht über etwas, was du nicht genau kennst.

Esse quam videri
Mehr Sein als Schein

Ex nihilo nihil fit.
Von nichts kommt nichts.

Ego sum, qui sum.
Ich bin, wer ich bin.

Faber est suae quisque fortunae.“ oder „Faber est quisque fortunae suae.“ ( Appius Claudius Caecus, zitiert bei Sallust, 2. Brief an Caesar, I.)
Jeder ist seines Glückes Schmied.

Navigare necesse est, vivere non necesse est.
Seefahren ist notwendig, leben nicht.

Nulla fere causa est, in qua non femina litem moverit.
Es gibt keinen Streit, den nicht eine Frau angefangen hätte.

Ad usum delphini.
Für den Gebrauch des Dauphin.

Ludwig der XIV. hatte für seinen Sohn bekannte lateinische Klassiker so verändern lassen, daß anstößige Stellen gestrichen wurden. Der Dauphin (Prinz) durfte nur Bücher in die Hand bekommen, die „ad usum delphini“ waren.

Avis matutina vermem capit.
Der frühe Vogel fängt den Wurm.

Quidquid agis, prudenter agas et respice finem.
Was auch immer du tust, tu es klug und bedenk das Ende.

„Die Menschen erkennen nicht, eine wie große Einnahme Sparsamkeit ist.“
„Non intellegunt homines, quam magnum vectigal sit parsimonia.“

Das alte Rom ging bereits schleichend unter. Zuerst wurde zuviel verteilt, jetzt war nichts mehr da (ähnlich wie heute in vielen EU-Ländern). Der Abbau sozialer Wohltaten aufgrund von Schulden führte zu starken politischen Unruhen. Damals klagte Cato der Jüngere über die fordernden Massen und die bestechlichen Adeligen: „Nos vera rerum vocabula amisimus“. (Wir haben die wahren Worte für die Dinge verloren.)

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