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Verbanklichung der Staaten schreitet voran

Manchmal hatte man das Gefühl, nicht Widmer-Schlumpf sei die Vorgesetzte von Philipp Hildebrand, sondern Hildebrand der Vorgesetzte von Widmer-Schlumpf. Dies führte Blocher einmal auf TeleBlocher sinngemäß aus.

In allen möglichen Ländern der EU werden Banken verstaatlicht. Auch die Schweizer Politik mußte plötzlich die UBS stützen und dies mit Steuergeldern.

BankenKastrierte UBS? Nee. Durch die UBS kastrierte Schweiz. Angefangen beim Bankgeheimnis bis hin zu ständig neuen kriminellen Handlungen, für welche die gesamte Schweiz Opfer bringen muß.

Kastrierte UBS? Nee. Durch die UBS kastrierte Schweiz. Angefangen beim Bankgeheimnis bis hin zu ständig neuen kriminellen Handlungen, für welche die gesamte Schweiz Opfer bringen muß. (Bildschirmfotoausriß: Blick Januar 2012)

Mitsprache im Gegenzug? Nein, die gab es nicht. Im Gegenteil, die UBS sprach mit und bestimmte frech, was der Schweizer Staat, die Schweizer Politik machen müsse, damit sie gerettet werden kann vor den Folgen ihrer kriminellen Handlungen in den USA.

Die Verstaatlichungen der Banken in Spanien, Irland und auch in anderen Ländern sind denn auch nichts anderes als eine Verbanklichung der Politik.

Bzw. eine Verbanklichung der Staaten.

Dem sollte Einhalt geboten werden.

Der Blick frug im Januar 2012 David Roth von den Jungsozialisten: „Die Juso fordern eine Verstaatlichung der Banken – wollen Sie im Ernst zurück in die Zeiten des real existierenden Sozialismus‘?“

David Roth: „Darum geht es nicht. Wir wollen aber die Finanzindustrie entmachten, damit sie wieder im Dienst der Gesellschaft steht und nicht der Politik auf der Nase rumtanzt.“

Wo er recht hat, hat er recht. Die Finanzindustrie – speziell die angeblich „systemrelevanten“ Großbanken – tanzen der Schweizer Politik auf der Nase herum. Und zwar seit Jahren und kackfrech.

Selbst nach Staatsstützen durch Steuergelder werden direkt im Anschluß wieder exzessive Boni und Abzockergehälter ausbezahlt. Die UBS springt von einer kriminellen Handlung zur anderen. Und zwar so schnell, daß man als normaler Mensch gar nicht mehr nachkommt, die kriminellen Handlungen alle zu erfassen.

Man hätte auf Blocher hören sollen als er forderte, man solle das UBS-Investment-Bänking-Geschäft in den USA einfach abtrennen und sich nicht erpressen lassen. Weder von den USA noch von den UBS-Bänkern. Es wäre billiger gewesen. Die Schweiz hätte zudem unerpreßbar ihre Souveränität gewahrt und auf solch rechtsstaatlich äußerst bedenkliche Veranstaltungen wie die vom damaligen Finma-Leiter (ein Ex-UBSler) veranlaßten Kundendatenlieferungen etc. sich sparen können. Das Bundesverwaltungsgericht verurteilte dieses Vorgehen aufs Schärfste.

Doch damals saß in der Finma eben ein UBS-Bänker. Und Widmer-Schlumpf später als Finanzministerin…

Und Hildebrand als ehemaliger EU-Politologe band später schließlich sogar den Franken an den Euro, was einen De facto-Beitritt der Schweiz zum Euro gleichkommt.

Und auch heute sitzt keß und munter ein Bock UBS-Bänker in der Finma. Angeblich unbefangen. Er war Leiter der UBS Japan, die verantwortlich ist für den Libor-Skandel. Unbefangener geht´s nicht mehr.

Man muß nicht unbedingt links (jungsozialistisch) sein, um zu erkennen, daß das Filz ist, wie er im Buche steht und daß hier endlich einmal aufgehört werden muß, daß die UBS sich quasi selbst beaufsichtigt, indem sie ständig Ex-UBSler in der Aufsicht Finma plaziert.

Doch hier plötzlich schweigen die Jungsozialisten. Denn Finanzministerin ist ja Widmer-Schlumpf. Und die ist ja gut, egal, was sie tut. Die hat ja den Blocher weggemacht.

Dabei wäre es so gut, wäre Blocher oder jemand wie Blocher im Bundesrat.

Ständig werden Böcke als Gärtner angestellt. Wann stoppt Widmer-Schlumpf diese Praxis? Eine Frau wie Sie? Wohl nie. Im Gegenteil. Selbst, als der SNB-Bankrat mit geschlossenem (!) Rücktritt drohte, wenn Hildebrand nicht wegen seiner kriminellen Handlungen zurücktrete, da protegierte sie ihn noch.

Widmer-Schlumpf ist als Finanzministerin genauso untragbar wie Hildebrand als SNB-Chef.

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