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Tag Archive: Schweiz-Blog

Brexit

Das reichste EU-Land verläßt die EU.

Deutschland wird endgültig zum Zahl-Hans (und war es auch vorher bereits, denn das reiche England zahlte weniger Beiträge dank Thatcher)

Heute einmal eine Analyse auf SchweizBlog zu einem Thema, das sowohl auf einen Börsenblog gepaßt hätte als auch auf einen TechBlog.

Brexit news leave remainGoogleTrends ist eine Sache, die jedem Internetinteressiertem, jedem Techie ein Begriff ist.

Man kann hervorragend Suchmaschinentrends analysieren, Suchwörter, Suchstränge generieren, die von Bedeutung sind.

Etwa, wenn man für einen Politiker vor Wahlen die Webseite optimieren will oder aus vielen anderen Gründen.

Börsenmenschen hingegen setzen sich mit Charttechnik und Trends ebenso auseinander, jedoch aus gänzlich anderen Gründen.

Brexit GoogleBei einer Abstimmung wie dem Brexit spielen aber nicht nur politische sondern auch wirtschaftliche Dinge hinein. Es gibt Aktien, die man abstoßen muß (zB HSBC und andere Bankaktien die stark vertreten sind in der Bankenmetropole London) oder kaufen sollte (zB diese hier), je nach Ausgang der Abstimmung zum Brexit.

Daher hier einmal der Chart der beiden Suchstränge „Brexit remain“ (Brexit + bleiben) und „Brexit leave“ (Brexit + verlassen).

Natürlich nicht aus der Schweiz, sondern mit Standort Großbritannien. Denn dort wohnen die Stimmberechtigten in der Brexit-Sache.

Auf die Prognostiker vom Staatssendern oder von Bundesratsagenturen usw. ist selten Verlaß: Dante ließ die Wahrsager mit umgekehrt aufgewachsenem Kopf in die Hölle laufen. Sie mußten sich mit den Händen vorantasten.

Auf die Prognostiker vom Staatssendern oder von Bundesratsagenturen usw. ist selten Verlaß: Dante ließ die Wahrsager mit umgekehrt aufgewachsenem Kopf in die Hölle laufen. Sie mußten sich mit den Händen vorantasten.

„Brexit“ zusammen mit  „leave“ wurde hier eindeutig mehr gesucht als mit „remain“ (bleiben).

Google kann nicht nur Krankheiten vorhersagen. Etwa Grippewellen. (wenn die Suchhäufigkeit von Arzneimitteln gegen Grippe oder Erkältung steigt, beginnt so eine Welle). Sondern auch für andere Dinge nützlich sein. Etwa bei Abstimmungen.

Denn den Prognosen der von Interessengruppen oder vom Staatssendern bezahlten Prognostikern ist nicht nicht zu glauben. Selten nur liegen sie richtig. Und auch geben in Telefonumfragen nicht alle wahre Antworten.

Aber: Was jemand guhgelt, das zeigt das Wahre, was ihn wirklich bewegt und interessiert. Und das war hier nunmal häufiger „Brexit + leave“ als „Brexit + remain“.

Broker wie Goldman Sachs sind wegen Brexit-Gefahr im Aufruhr (Bildschirmfotoausriß)

Broker wie Goldman Sachs sind wegen Brexit-Gefahr im Aufruhr (Bildschirmfotoausriß)

Ohne eine Glaskugel auf dem Tisch haben zu müssen, konnte man somit davon ausgehen, daß die Abstimmung so ausgehen würde, wie sich im Moment abzeichnet.

Pro Brexit.

Übrigens berichteten die lahmen Medien im deutschsprachigen Europa lange noch, daß die EU-Befürworter gewinnen würden, als auf Google es längst anders nachzulesen war (siehe obiges Beispiel-Bildschirmfoto, davon hab ich eine Serie in der Nacht gemacht)

Interessant auch, wen der Brexit interessiert.

Besonders die Schweizer.

Durch den Brexit gewinnt natürlich die Efta enorm an Bedeutung und es zeigt auch, daß die EU nicht alternativlos ist, wie es Merkel sagen würde.

Interessant auch zu sehen, wen der Brexit interessiert. Natürlich die Engländer, dann die Iren und an 4. Stelle die Schweizer.

Interessant auch zu sehen, wen der Brexit interessiert. Natürlich die Engländer, dann die Iren und an 4. Stelle die Schweizer.

Dafür bekam sie ja den Preis „Unwort des Jahres“, weil sie nur so mit „alternativlos“ um sich warf. Es gibt eben im Leben immer Alternativen.

Ein freies Land zu sein oder in einer Bürokratie- und Bevormundungs-Zwangsjacke.

Vielsagend daher auch die Plakate vieler Brexit-Befürworter, auf denen stand „Gebt uns unser Land zurück!“

Es erinnert an Thatchers „Ich will mein Geld zurück“ (I want my money back). Als die eiserne Lady Englands ihre Handtasche auf den Tisch knallte und Geld zurückforderte von der schon damals exzessiv verschwenderischen EU.

Margret Thatcher, die die EWG-Mitgliedschaft ausdrücklich befürwortet hatte, nahm vermehrt EU-skeptische Positionen ein, als sich zeigte, daß führende kontinentaleuropäische Politiker darauf hinarbeiteten, eine zunehmend politische Union zu schaffen. Am 20. September 1988 hielt Thatcher in eine vielbeachtete Rede, in welcher sie sich für ein Europa von unabhängigen, souveränen Staaten aussprach. Und die Vorstellung eines europäischen Bundesstaats nach dem Muster der Vereinigte Staaten ablehnte. Sie kritisierte  deutlich die damalige mehr und mehr planwirtschaftlich anmutende EWG-Politik, insbesondere die gemeinsame Agrarpolitik als „schwerfällig, ineffizient und in krasser Weise kostspielig“ (“unwieldy, inefficient and grossly expensive”)“ und forderte entsprechende Reformen im marktwirtschaftlichen Sinne.

Nationalrat Reimann mit besten Verbindungen nach Großbritannien hatte übrigens noch kurz vor dem Brexit den Schwexit besiegeln lassen und gegen den Willen von Burkhalter und anderen Euro-Turbos durchgesetzt, daß die Schweiz das EU-Beitrittsgesuch nach nun 24 Jahren endlich zurückziehen muß.

Die Schweiz muß nun die Efta stärken. Hier wäre die goldene Stunde, Großbritannien einzubeziehen und das 4-Staaten-Bündnis als freie Alternative zur EU zu stärken.

Europäische Freihandelsvereinigung (Efta) anstatt Europäische Union (EU).

Remo Maßat

Laut dem deutschen Staatsfernsehen haben sich die bösen Buchmacher nun entlarvt.

Selbst nach mehrfachen Ansehen dürfte nicht klar-werden, welche Schuld sie trifft, was sie auf sich geladen haben sollen, daß sie sich entlarvt haben:

Brexit Tagesschau

 

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Schwarze Liste Stapuk: „Der Tod wird durch das System in Kauf genommen“

Blogger Max Ruchti, der seit Jahren im Clinch liegt mit der sogenannten „Schwarzen Liste“ Stapuk im Kanton Luzern, zitiert aktuell einen Zeitungsartikel, den ich erschreckend finde.

Bildschirmfotoausriß: Tratsch.ch / Max Ruchti

Bildschirmfotoausriß: Tratsch.ch / Max Ruchti

Zum Hintergrund: Ruchti wurde wegen einer Differenz von 40 Rappen (!) vonseiten seiner Krankenversicherung in die Schwarze Liste gehievt.

Erfunden hat diese Liste Politikern Romy Odoni (FDP Luzern). Sie bezeichnet die Liste, die Leute von medizinischer Behandlung ausschließt (außer bei Todesgefahr etc.) als ihren „größten politischen Erfolg“.

Und ist inzwischen nicht mehr offiziell in der Politik. Sondern betätigt sich sozial, unter anderem in der Betreuung von Rotlicht-Frauen, wie zu lesen ist.

Sozial ist jedenfalls die von ihr initiierte Liste offenbar nicht.

Denn  ich glaubte bisher immer, Ruchti greife die Angelegenheit zu hoch, es gehe um etwas Persönliches.

Aber als ich jetzt seinen Beitrag las, in welchem belegt wird, daß selbst Tote in Kauf genommen werden, und das mitten in der Schweiz, wie er auf seinem Blog berichtet, sehe ich wohl, daß es offenbar um weit mehr, um ein allgemeines öffentliches Interesse geht.

Ich finde Eigenverantwortung gut, bin sicher kein Sozi. Eigenverantwortung macht die Schweiz stark. Und ist gut.

Aber Tote in Kauf nehmen, das ist kein Preis, der gezahlt werden darf. Das ist zuviel des Guten. Bzw. dann kehrt sich Eigenverantwortung ins Schlechte und wird pervertiert.

Das Ganze erscheint typisch FDP. Am 18. Oktober sind Wahlen. Auch in Luzern.

Remo Maßat / SchweizBlog.ch

Hier der Beitrag mit den Zeitungsartikeln, die mit der Meinung von Ruchi einig gehen.

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Gedanken zur Freiheit und Toleranz

Polen schlägt vor, das im November 2013 auf Eis gelegte Assoziierungsabkommen zwischen der Ukraine und der Europäischen Union durch einen Punkt zu ergänzen, welcher der Ukraine die Möglichkeit einer künftigen EU-Mitgliedschaft in Aussicht stellt, lese ich gerade.

Wenn sich etwas bis zum Exzeß erweitert und dehnt, dann reißt es irgendwann auseinander, zerbricht.

Das war in der Geschichte immer so.

Außerdem ist es erwiesenermaßen so, daß die Menschen in den kleinen, bürgernahen Ländern glücklicher sind als in den großen obrigkeitsstaatlicher geführten Gebilden.

So etwa die Menschen in der Schweiz oder in Dänemark.

Regulierungswahn, Planwirtschaft und große Strukturen schaden

Es fragt sich, ob die Ukraine nicht mehr profitieren würde, wenn sie nicht nach der EU lechzt.

Je größer das Gebilde, desto mehr Überwachung, Regulierung und Gängelung braucht es, um alles zusammenzuhalten. Langfristig sind in der Geschichte zu große Gebilde immer eingegangen. Dies beweist die Weltgeschichte.

Je größer das Gebilde, desto mehr Überwachung, Regulierung und Gängelung braucht es, um alles zusammenzuhalten. Langfristig sind in der Geschichte zu große Gebilde immer eingegangen. Dies beweist die Weltgeschichte. Zu große Gebilde und Expansionswahn haben immer den Menschen Unglück beschert.

Hätte man z. B. Mitteldeutschland (sog. Ostdeutschland) als eigenständigen Staat gelassen, dann stünde es heute viel besser da.

Es gäbe zwei Deutschlands, die in der EU wären, warum denn nicht.
Mit den ganzen Transfergeldern hingegen war es so, daß schlußendlich nur die West-Investoren profitiert haben, nicht aber die Bevölkerung in Mitteldeutschland.

Es ist wie mit der Entwicklungshilfe: Planwirtschaft und kommunistische Eingriffe schaden der Entwicklung.

Genauso wie eine überbordende Sozialhilfe schadet. Denn sie macht den Menschen abhänging vom Staat, würgt Eigenverantwortung ab.

All diese Überlegungen spielen auch beim Thema Ukraine / EU eine Rolle: Ich glaube, daß die Ukraine sich besser entwickeln würde, wenn sie sich nicht dem planwirtschaftlichen Moloch EU unterwirft, sondern eigenständig und kreativ bliebe.

Beispiel Schweiz

Die Schweiz ist hierfür das beste Beispiel.
Inzwischen gibt es in Süddeutschland, Vorarlberg und im Elsaß namhafte Bewegungen, die fordern, daß man abstimmen sollte darüber, sich der Schweiz als neuer Kanton anzuschließen.

Die Schweiz hat zwar lange keine neuen Kantone mehr aufgenommen, aber so ist sie schließlich entstanden: Durch freiwillige Zusammenschlüsse. Denkverbote sind aber von Schweizer Seite gar nicht nötig in diesem Punkt, denn sie kommen schon von der EU.

Die EU als alleinseligmachender Glücklichmacher: Nicht nur in die Türkei sondern auch in die Ukraine will man vorstoßen Stück für Stück. Der nächste Nettozahler wäre dann Japan, stellte der ehemalige Schweizer Botschafter in Berlin, Thomas Borer, dazu treffend fest.

Die EU als alleinseligmachender Glücklichmacher: Nicht nur in die Türkei sondern auch in die Ukraine will man vorstoßen Stück für Stück. Der nächste Nettozahler wäre dann Japan, stellte der ehemalige Schweizer Botschafter in Berlin, Thomas Borer, dazu treffend fest.

Die EU wird dies natürlich niemals zulassen. Daß sich jemand von der allein-seligmachenden Gemeinschaft abwendet. Genauso bekämpft die EU die freiheitlichen Bestrebungen von Basken, Schotten, Südtirolern, Katalanen usw. so gut sie kann. Obwohl immer vom „Europa der Regionen“ die Rede ist.

In die EU darf man rein. Aber nicht raus. Die EU erweitert lieber. Das umgekehrte ist unmöglich. Obwohl schrumpfen manchmal im Gegensatz zur Maßlosigkeit durchaus vernünftig und gesund sein kann. Gegenwärtig wird die Debatte um die Ukraine als neues EU-Mitglied geführt. Nebst Türkei und anderen Anwärtern. Der nächste Netto-Zahler wäre bei einer fortgesetzten Osterweiterung jedenfalls erst Japan (Zitat des ehem. Schweizer Botschafters in Berlin, Thomas Borer)

Und dennoch, trotz aller Erweiterungsfantasien- und pläne:

Es gibt in der EU ganz im Kontrast dazu den Wunsch nach Eigenständigkeit und Freiheit immer mehr. Es sollte bedenklich stimmen, daß das EU-Land Belgien mit seinem Brüssel es nicht schafft, seine drei Bevölkerungsgruppen zusammenzubringen und Stabilität zu schaffen.

Belgien ist das beste Beispiel dafür, daß künstlich erzeugte Zwangsgebilde nicht funktionieren können. Nicht einmal im Kleinen.
Die Schweiz als Willensnation, also freiwilliger Zusammenschluß von verschiedenen Kulturen ist hingegen das beste Beispiel, daß ein Zusammenleben verschiedener Bevölkerungsgruppen bestens funktioniert, wenn möglichst viele Freiheiten gewährt werden und möglichst wenig reguliert wird.

Wie wenig obrigkeitsstaatlich die Schweiz ist, zeigt sich sogar daran, daß sie das einzige Land der Welt ist, das keinen Kanzler oder Präsidenten hat, sondern daß es regiert wird von einem 7er-Gremium, dem Bundesrat, in welchem alle wichtigen kulturellen / sprachlichen und politischen Gesellschaftsteile des Landes vertreten sein sollen.

Die vielbelächelte Schweizer Kompromißsucht und der Versuch, einander zu verstehen anstatt einander zu beherrschen schafft also Frieden.

Jedes Jahr präsidiert ein anderes Mitglied dieses 7er-Gremiums (Bundesrat) das Land.

Die Schweiz ist zudem das einzige Land ohne eine Hauptstadt. Hätte man Zürich zur Hauptstadt erklärt, wäre die lateinische Schweiz (Tessin, Teile Graubündens, Romandie)
gekränkt worden. Also hat man gesagt, es gibt keine Hauptstadt, nur eine „Bundesstadt“, wo eben das Parlament und Bundesrat etc. sitzen. Man wählte Bern, was ziemlich nahe an allen drei Regionen gelegen ist.

Die Politik ist weniger aggressiv, die Debatten anders als etwa in Deutschland, wo der Ton rigider ist. Es ist kein Wunder, daß die Schweiz neutral ist und Kriege meidet, es entspricht der Mentalität.

Statt andere zu maßregeln, versucht man eher, möglichst viel Freiraum zu lassen. So ist die Schweiz das erste Land in Europa, das nicht den Zeigefinger gegen China erhebt, sondern mit dem Land ein Freihandelsabkommen hat. Was Menschenrechtler empört, aber die Frage ist, ob es den Menschenrechten wirklich dient, wenn man Länder bekämpft, indem man sie vom Handel ausschließt.

Kuba etwa könnte ohne die Politik der USA heute ein ganz anderes Land sein, wenn die USA anders mit dem Land umgegangen wären. Möglicherweise.

Jedenfalls geht es sämtlichen Ländern, welche in den letzten Jahrzehnten von den USA „befreit“ wurden bzw. gegen welche die USA mit Nato-Ländern Angriffskriege führte, heute schlechter.

Der Irak mit seinem Diktator Hussein war eines der reichsten Länder der Welt, die Leute wohlhabend. Nun wird das Land von Islamisten beherrscht, von Demokratie weit und breit keine Spur, genausowenig wie im „befreiten“ Afghanistan.

Gleichzeitig paktieren die USA mit Saudi-Arabien. Welch eine Doppelmoral. Es wäre das beste, der Westen würde sich aus fremden Ländern und Kulturen einfach raushalten anstatt überall seine eigene Kultur und seinen Willen aufzwingen zu wollen.

Was den Iran anbetrifft etwa, dazu äußerste ich mich in diesem Blog-Beitrag.

Der Wert der Neutralität

Man sollte sich gegenüber fremden Ländern neutral verhalten (Neutralität), und nicht anderen Kulturen die eigene aufdrücken wollen. Daß dies Wohlstand, Sicherheit und Frieden bringt, dafür ist die Schweiz das beste Beispiel.

Wer hingegen Geld und Menschenmaterial darin investiert, Kriege („Friedenseinsätze“ – Orwell läßt grüßen) zu führen, der wird letztlich auch am Krieg beteiligt sein und ihn früher oder später im eigenen Land haben.

Es ist wie mit allem Schlechten, z. B. auch Lügen: Es kommt immer Schlechtes zurück. Umgekehrt bei Gutem kommt Gutes zurück.

Ich bin fest davon überzeugt, daß es nur Unglück bringt, wenn ein Land oder Länder (Nato) Weltmoralist und Weltpolizist sein wollen. Genauso wie die scheinheilige Entwicklungshilfe, welche dem Westen nur dazu dient, Macht auszuüben und auf perfide Art und Weise eigene Umsätze anzukurbeln bzw. Produkte zu exportieren. Es ist nachweislich so, daß Entwicklungshilfe schadet.

Nicht umsonst appellieren viele namhafte afrikanische Philosophen an den Westen, endlich damit aufzuhören.

Remo Maßat

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NEIN zum Überwachungsstaat!

Es geht immer mehr in Richtung 1984. George Orwell läßt grüßen.

Das neue Bundesgesetz betreffend die Überwachung des Post- und Fernmeldeverkehrs (BÜPF) erlaubt die Installation von Bundestrojanern auf unseren Rechnern und Mobiltelefonen, die Speicherung auf Vorrat ALL unserer Verbindungsdaten während 12 Monaten (Mail, Natel, IP-Adressen, usw.) sowie eine intrusive Überwachung der Mobiltelefonie!

Schweiz-Blog-Beitrag von 2010

Unterschreiben Sie jetzt die Petition!

Nein zum Überwachungsstaat: Petition jetzt unterschreiben

Nein zum Überwachungsstaat: Petition jetzt unterschreiben

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Zur EWZ-Glasfasernetz-Abstimmung vom 23.9. – „Ja zur Technologie, Nein zu staatlichem Netzbau“

Das Glasfasernetz in Zürich soll das Doppelte kosten wie das Glasfasernetz in Basel und dies u. a., weil die EWZ auch in Telekommunikationsgeschäft einsteigen wollen. Der Gewerbeverband Zürich, die Junge FDP (auch Andres Türler von den EWZ ist bezeichnenderweise FDP), der Großkonzern UPC (cablecom), die SVP und auch kleine Anbieter für günstiges Internet, die von den EWZ vom Markt verdrängt werden sollen, wehren sich gegen den kommunistisch anmutenden Glasfaserzauber.

Gewerbeverband Zürich, Junge FDP, SVP, viele mittelständische KMU-Internetunternehmen sowie selbst große Mitspieler wie die UPC Cablecom sind gegen den unnötigen Staatseingriff und wehren sich gegen 1.200.000.000 Schweizer Franken Steuergeld im Einsatz für staatliche Planwirtschaft und im Einsatz gegen günstige Internetanbieter wie Routerless

Gewerbeverband Zürich, Junge FDP, SVP, viele mittelständische KMU-Internetunternehmen sowie selbst große Mitspieler wie die UPC Cablecom sind gegen den unnötigen Staatseingriff und wehren sich gegen 1.200.000.000 Schweizer Franken Steuergeld im Einsatz für staatliche Planwirtschaft und im Einsatz gegen günstige Internetanbieter wie Routerless

Zudem würden nur wenige, zirka 9 %, in den Genuß der Vorteile kommen. Billiganbieter würden noch stärker verdrängt und anders als in Basel, Bern oder St Gallen dank Türler / EWZ keinen Marktzugang mehr bekommen.

Wenn der EWZ-Geschäftsplan nicht aufgehe, was wahrscheinlich sei, müßte das Finanzloch durch die Stadt und damit letztlich durch den Steuer- und Gebührenzahler gestopft werden, sagte Ineichen. Das wiederum werde die “ bereits riesige Schuldenlast“ für die jungen Generationen noch weiter vergrößern.

Und es liegt es auf der Hand, daß Verluste beim EWZ sich negativ auf die Strompreise für das Gewerbe auswirken werden. Es sei deshalb völlig unnötig, daß sich das EWZ mit dem Glasfasernetz in ein milliardenschweres Abenteuer stürze, sagte Späh vom Gewerbeverband Zürich.

Ralf Beyeler, Telekommunikationsexperte bei Comparis, spricht im Tagesanzeiger vom 9.8.2012 über den Technologievergleich von Stadtrat Andres Türler hinsichtlich der Debatte um die EWZ-Glasfasernetz-Abstimmung vom 23.9. (“WLAN ist ein Auslaufmodell”):

Andres Türler von den EWZ verhindert Wettbewerb. Alle Zürcher müssen dafür bezahlen. Am 23.9. ist Abstimmung zum EWZ-Glasfasernetz in Zürich.

Andres Türler von den EWZ verhindert Wettbewerb. Alle Zürcher müssen dafür bezahlen. Am 23.9. ist Abstimmung zum EWZ-Glasfasernetz in Zürich.

“Auslaufmodell WLAN: «Das ist Schwachsinn»”

Wortwörtlich sagte er (Quelle Tagi, kursiv markiert):

Tagi: Herr Beyeler, der Zürcher Stadtrat verteidigt die 400-Millionen-Investition in ein Glasfasernetz. Er äußerte gegenüber Tagesanzeiger.ch, daß die Stadt nur mit der Glasfasertechnik den Anschluß nicht verlieren wird. Stimmt das?
So absolut, nicht, nein. Glasfasern bieten mittelfristig sicher den leistungsfähigsten Anschluß. Es ist aber durchaus vorstellbar, daß andere Technologien mithalten werden. Swisscom arbeitet beispielsweise an einem Pilotprojekt, das die Kapazität der bestehenden Telefonleitungen erhöht.

Stadtrat Andres Türler bezeichnet das WLAN zudem als Auslaufmodell.
Das ist Schwachsinn, viele Menschen, die unterwegs sind, nutzen WLAN und werden es weiterhin tun. Stellt man die beiden Technologien einander gegenüber, ist es, als würde man Äpfel mit Birnen vergleichen. Ein städtisches WLAN würden die Menschen unterwegs benutzen, ein Glasfaseranschluß ist für den Gebrauch an einem fixen Standort gedacht. Damit kann jeder Private mit einer eigenen Antenne sein eigenes WLAN machen. Das ist nicht die Aufgabe der öffentlichen Hand.

Rudolf Widmer von dem Unternehmen Routerless äußert sich dazu wiefolgt (kursiv):

EWZ-Glasfasernetz Zürich: Ja zur Technologie, Nein zu staatlichem Netzbau - Abstimmung ist am 23.9.

EWZ-Glasfasernetz Zürich: Ja zur Technologie, Nein zu staatlichem Netzbau – Abstimmung ist am 23.9.

Kernpunkt des Gesprächs mit Ralf Beyeler: Glasfaser ergänzt die heutigen Technologien mit Kupferkabeln, WLAN und Mobilfunknetzen, aber löst diese nicht ab. Für große Distanzen braucht man Glasfaserleitungen, für kurze Distanzen aber gerade nicht.

Die Befürworter der Abstimmungsvorlage führen gerne zum Vergleich den staatlichen Straßenbau ins Feld. Aber das Argument ist falsch, denn auch dort gilt: Man baut nicht bis in jede Wohnung einen Autobahnanschluß, sondern erstellt nebst Autobahnen auch ein Netz von Quartier-, Haupt- und Kantonsstraßen und schafft damit schnelle Verbindungsmöglichkeiten von A nach B. Dasselbe gilt fürs Internet: Eine Glasfaserstrecke für große Strecken (backbone) macht Sinn, wenn für die Kleinverteilung daran Kupfer-, Mobilfunk- oder WLAN-Netze angeschlossen werden. Dieses Konzept verbietet aber das EWZ, um seine Geschäftsplanrendite nicht zu gefährden.

Richard Späh (GVZ): Dieses Projekt ist ein finanzieller Wahnsinn. Es ist wie wenn man ein kleines Dorf in den Bergen mit einem Viertelstunden-Takt an den öV anschliessen würde.

Mauro Tuena (SVP): Das Glasfasernetz wird mit den Betriebskosten 1’000 Millionen = 1 Milliarde kosten. Es wird flächendeckend gebaut, obwohl nur 9% der Haushalte es brauchen. Dies sind meist grössere Firmen, die bereits jetzt schon Glasfaser haben!

Adrian Ineichen (Jungfreisinnige): Die Datenübertragung ist keine Staatsaufgabe. Private bieten jetzt schon diese Dienstleistung günstiger an als das EWZ in seinem Budget kalkuliert hat. Das EWZ hat also schon verloren, bevor es begonnen hat. Über die Gebühren werden alle Strombezüger das Defizit decken müssen.

Rudolf Widmer (Routerless): Wer mit einem Geschäftsplan über 30 Jahre wirbt als Argument für den Bau eines Internetinfrastrukturnetzwerks, der baut auf Sand. Vor 30 Jahren gabs noch nicht mal Internet. Was wird in 30 Jahren sein?

FDP-Nationalrat Ruedi Noser war von Anfang an gegen den Bau eines staatlichen Glasfasernetzes in Zürich», schrieb die NZZ im Juni 2010. Jetzt sitzt Noser im Vorstand von der erst neugegründeten Interessenvertretung www.Glasfasernetz-Schweiz.ch und es ist erstaunlich ruhig geworden. Erinnert fast schon an „Unser täglich Gift„.

Und auch jemand, der es wissen muß, niemand geringerer als Alcatel-Lucent-Forschungschef Rainer Fechner sagt im Gespräch mit inside-it.ch: „Ich würde nein stimmen.“ Glasfaservernetzung innerhalb von normalgroßen Wohngebäuden brauche es nicht.

Und der Kosumentenschutz kritisierte schon der Vorgängerprojekt des Glasfasernetz-Baus in Zürich.

Die IT-Branche entwickelt sich rasend schnell, schon jetzt gehe der Trend klar in Richtung mobile Internetnutzung. Es ist Wahnsinn, soviel Steuer-Geld in der Erde zu vergraben und bloß in eine einzige Technologie zu investieren.

„Es fragt sich, wer sind eigentlich die Profitöre?“, so auch Internetunternehmer Remo Maßat (Schlagwort AG, 1a Internet GmbH, weitere) und Mitautor von Schweiz-Blog.ch. Bei nur 9 % Nutzern ist es nicht die breite Bevölkerung. Vom Milliardenbetrag profitieren die Unternehmen, welche die Glasfasernetze verlegen sollen. Man möchte Andres Türler nichts unterstellen, aber, daß ausgerechnet ein FDP-Politiker wie er sich gegen den freien Markt wendet, kleinen Anbietern die Zugang verwehrt (anders als in St. Gallen, Bern, Basel usw. usf.) und solche planwirtschaftlichen Aktionen startet, hat ein Geschmäckle. Sonst ruft die FDP immer, daß der private Markt spielen soll. Und hier sollen die Steuerzahler über 1.200.000.000 Schweizer Franken zahlen. Und dies ohne Not. Es gibt genügend leistungsstarke private Anbieter. Und so rief das unglaubliche Vorgehen von Andres Türler selbst große Mitbewerber wie UPC Cablecom auf den Plan. Sie wurden allerdings von der Polizei behindert.

Die NZZ berichtet (kursiv): Der Gewerbeverband ist aber nicht der Einzige, der sich im erst spät lancierten Abwehrkampf gegen den weiteren Ausbau des städtischen Glasfasernetzes ausgebremst sieht. Auch das Telekomunternehmen Cablecom beteiligt sich kurz vor der Abstimmung vom 23. September noch an einer Gegenkampagne. Seine Idee, Studenten in Glasfaserkabel-Kostüme zu stecken und Flugblätter verteilen zu lassen, scheiterte allerdings am Nein der Gewerbepolizei. Wie der Mediendienst von Cablecom den «Tages-Anzeiger» wissen ließ, hat die Gewerbepolizei die Röhrenkostüme als zu gefährlich erachtet: Die wandelnden Werbeträger könnten nicht nach oben schauen, war die Begründung.

Informationswebseite zur EWZ-Glasfasernetz-Abstimmung vom 23.9.

Faktenblatt auf der Seite des Gewerbeverbandes Zürich

David gegen Goliath: Fernsehbericht des SRF zum Fall Routerless

 

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Rücktritt von Philipp Hildebrand: Dok-Film des SRF

Verschiedentlich wurde auf Schweiz-Blog über den SNB-Skandal bzw. die sog. Hildebrand-Affäre berichtet.

Aktuell ist ein Dok-Film des Schweizer Fernsehens (SRF) herausgekommen. Jeder kann sich zu dem Film über den Hildebrand-Rücktritt seine eigene Meinung bilden:

DOK vom 14.06.2012

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SNB-Affäre um Dollarspekulationen von Philipp Hildebrand: Großrat Hermann Lei gab Dokumente an Blocher

Wird der SNB-Skandal auch ein Skandal für PwC? Erließ die international agierende Revisionsgesellschaft ein Gefälligkeitsgutachten? Es ist vieles unklar:

Die Rvisionsgesellschaft PricewaterhouseCoopers sieht Emails offenbar als Beweise. Daß zum Abschicken einer Email eine Taste gedrückt werden muß und ein Text abgeschickt wird, ohne daß man weiß, von wem, soweit denken die Wirtschaftsprüfer von PwC offenbar nicht.

Rechtsanwalt und Großrat Hermann Lei: Er gab die Informationen über die Devisenspekualationen der Familie Hildebrandt weiter (Foto: HermannLei.ch / Schlagwort AG)

Rechtsanwalt und Großrat Hermann Lei: Er gab die Informationen über die Devisenspekualationen der Familie Hildebrandt weiter (Foto: HermannLei.ch / Schlagwort AG)

Spielt es denn eine Rolle, ob eine Dollarkäufe vom Rechner der Frau eingegeben wurde oder von der Email-Adresse der Frau von dem gemeinsamen Rechner der Ehemleute?

Ob Philipp Hildebrand die Email eingetippt hat oder seine Frau, kann niemand sagen. Für PwC aber sind es offenbar Beweise.

„Aus dem uns vorliegenden E-Mail-Verkehr geht hervor, daß PMH (so lautet das Kürzel von Philipp Hildebrand im Bericht, Anm. Schweiz-Blog) keine Kenntnisse dieser Transaktion hatte.“

Wie – um alles in der Welt fragt man sich – will PwC anhand einer Email erkennen, wer sie abgeschickt hatte?

Komisch auch: Erst hieß es, das Konto laute auf die ehemalige Devisenhändlerin Kashya Hildebrand. Vor drei Tagen änderte sich die Verteidigungsstrategie von Philipp Hildebrand: Es hieß nun plötzlich, das Devisenspekulationskonto bei der Bank Sarasin laute auf Philipp Hildebrand und seine Frau habe eine Vollmacht.

Inzwischen wird der Hinweisgeber („whistleblower“), welcher den Mut und die Courage aufbrachte, die verwerflichen Devisenspekulationen des SNB-Chefs einem Thurgauer Großrat, SVP-Politiker Hermann Lei, zuzuspielen (dieser gab die Unterlagen an Christoph Blocher), strafrechtlich verfolgt. Anstatt einer Strafuntersuchung gegen Philipp Hildebrand ermittelt die Staatsanwaltschaft III gegen den ehemaligen Bank Sarasin-Mitarbeiter.

Lei kritisierte schon vor längerer Zeit das fragwürdige Verhalten des ehemaligen EU-Politologen und ehemaligen Hedgefondsmanagers Philipp Hildebrand.

NACHTRAG:

So äußerte sich Hermann Lei aktuell zur Hildebrand-Affäre in ersten offiziellen Mediengespräch

 

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Kämpferische Emanzen wollen Geschlechtergerechtigkeit: Schweiz wird mit geschlechtsneutralen Verkehrsschildern beglückt

Wir haben es weit gebracht: Kämpferische Emanzipation bzw. Geschlechterkampf von Amts wegen. Wenn Geschlchterkrieg im 21. Jahrhundert peinlicherweise in Schweizer Behörden einzieht, darf natürlich ein Beitrag auf Schweiz-Blog nicht fehlen.

Das Bundesamt für Straßen, ASTRA, will geschlechtsneutrale Verkehrsschilder, um angebliche Geschlechterdiskriminierungen zu vermeiden. Wörtlich heißt es in einer aktuellen ASTRA-Mitteilung:

Das ASTRA will geschlechtsneutrale Verkehrsschilder

Das ASTRA will geschlechtsneutrale Verkehrsschilder

Die Abbildungen auf den Signalen werden aktualisiert. Insbesondere sollen Menschen neu geschlechtsneutral abgebildet werden.

Meldung auf Polizeibericht.ch

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