Nazi-Vergleiche müssen so schön sein. Sonst wären sie wohl nicht so in Mode.
Sybille Berg, eine Möchtegern-Intellektuelle des linken Spektrums beschimpft auf Twitter die Weltwoche. Und bezeichnet sie als den “neuen Stürmer”, das Nazi-Hetzblatt der braunen Vergangenheit Deutschlands.
Zur Dame selbst, deren Namen ich vorher noch nie gehört hatte: Sie schreibt u. a. für den Spiegel und gibt dort so Emanzipations- und Geschlechterkampf-Weisheiten von sich wie: “Religion ist, wenn Männer unterdrücken.” (siehe Bildschirmfotoausriß)

Sybille Berg wartet im Spiegel zum Beispiel mit Geschlechterkampf-Geschichten auf (Bildschirmfotoausriß: Spiegel.de)
Nun kann man sich über Titelbilder streiten – das Weltwoche-Titelbild scheint nicht gerade glücklich. Doch bitte sollte man ein wenig Ahnung haben, wenn man wie Sybille Berg so um sich schlägt.
Die Weltwoche war im Dritten Reich organisierter Widerstand.
Nun kassierte Sybille Berg für Ihren Nazi-Vergleich eine Anzeige von Roger Köppel.
Sybille Berg sollte sich einmal das Godwinsche Gesetz (“Godwin´s law”) zu Gemüte führen.
Und an Sybille Berg gerichtet: Es ist falsch, unliebsame Themen wie das Thema Roma-Kinder und das Thema Menschenhandel mit Totschlag-Argumenten einfach totschweigen zu wollen. Dadurch werden die Probleme nicht gelöst.

Sybille Berg macht sich mit dem Vergleich von Weltwoche und Stürmer lächerlich. (Bildschirmfotoausriß: Spiegel.de)
Die Polizeiberichte der Schweiz sind voll von Polizeimeldungen zum Problem Menschenhandel. (ein Beispiel)
Da nutzt auch kein politisch-korrektes Zeigefinger-Heben von abgehobenen GutmenschInnen. So hilft man den vom Kinderhandel betroffenen Kindern sicher nicht. Augen öffnen anstatt Augen-verschließen!
Besser wäre gewesen, Sybille Berg hätte einmal die verantwortlichen Politiker und Behörden aufgerufen, mehr gegen Kinderhandel zu unternehmen.
Ausführliches Gespräch mit Roger Köppel in der deutschen Zeitung «Welt» zur Roma-Debatte.
- www.welt.de/politik/deutschland/article106173456/Kriminelle-Roma-Familien-missbrauchen-die-Kinder.html
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Hintergrund zur Weltwoche:
Die Weltwoche war in ihren Anfängen bürgerlich-antikommunistisch geprägt. Es gab Artikel, die durchaus Sympathien gegenüber den faschistischen Regimen offenbarten. Ab 1935 jedoch schwenkte das Blatt auf einen stark antinationalsozialistischen Kurs ein. Die Weltwoche avancierte zu einer der wenigen freien publizistischen Stimmen in dem von den Nazis besetzten Europa. Wegweisend waren die Artikel des Chefredaktors von Schumacher, der schon sehr früh eine militärische Niederlage der Deutschen im Zweiten Weltkrieg prognostizierte.
Die Weltwoche blieb über Jahrzehnte eine Bühne für unterschiedliche Autoren und überraschende Meinungen, eine Plattform des freien, mitunter nonkonformistischen Denkens. Namhafte Intellektuelle wie Golo Mann, Robert Jungk, Max Frisch, Friedrich Dürrenmatt und viele andere publizierten regelmäßig in der Weltwoche. Die Zeitung positionierte sich oft bewußt außerhalb des medialen “mainstreams“.
Die Weltwoche machte sich aber auch einen Namen mit intensiven Recherchen, die oft landesweite Kontroversen auslösten. Beispiele dazu sind 1979 die „Panzer 68“-Affäre sowie 1988/89 eine Artikelserie über den Mord in Kehrsatz. Aus jüngerer Zeit sind vor allem die Enthüllungen über Mißstände im Zürcher Sozialwesen („Fall Stocker“) und eine kontinuierliche kritische Auseinandersetzung mit der Schweizer Bundesanwaltschaft zu nennen.
