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Sprachvielfalt und Sprachpolitik in Graubünden: Der Kanton mit den größten Fördergeldern tritt die Sprachvielfalt aktiv mit den Füßen

Die Behörden Graubündens sprachpolitisch in der Tradition der Sprachpolitik von Mao, Stalin oder Hitler? Ein schiefer Vergleich? Bilden Sie sich Ihre eigene Meinung dazu:

Sollte doch wohl kein Vorbild für die Sprachpolitik in Graubünden werden: Adolf Hitler

Adolf Hitler, Sprach- und Kultur-Killer: Sollte doch wohl kein Vorbild für die Sprachpolitik in Graubünden werden.

Eine Sprache lebt bekanntlichermaßen nur, wenn sie auch gesprochen wird. Das wußten auch schon die Sprachausmerzer gleichmacherischer sozialistischer Systeme.

In wirklich dunklen Zeiten, etwa unter dem National-Sozialisten Hitler oder unter anderen Sozialisten und Gleichmachern wie Stalin oder Mao, wurde gezielt und systematisch die Sprachenvielfalt ausgemerzt.

Adolf Hitler etwa, welcher bekanntermaßen Europa erobern wollte, sah die Sprachenvielfalt und die Schriftvielfalt in Europa als störend an:

Er verbot mit dem berühmt-berüchtigten Hitler-Bormann-Erlaß die deutsche Schrift, welche jahrhundertelang geschrieben wurde und von Goethe genauso genutzt wurde wie von Karl Marx und Co.

Schrift und Sprache in Einheit anstatt in Vielfalt: Als Begründung wurde angeführt, daß angeblich Juden an der Entwicklung der Frakturschrift beteiligt waren. Hitler sprach von "Judenlettern"

Schrift und Sprache in Einheit anstatt in Vielfalt: Hitler sprach von "Judenlettern"

Mit diesem Erlaß vom 03.01.1941 teilte Martin Bormann im Auftrag Adolf Hitlers mit, bei der Fraktur handelt es sich um Judenlettern, welche nun nicht mehr zeitgemäß seien (siehe nebenstehendes zeitgeschichtliches Dokument – zur Großansicht anklicken).

Die Frakturschrift wurde also in Deutschland durch die National-Sozialisten und nicht, wie viele heute glauben, nach dem 2. Weltkrieg durch die Siegermächte abgeschafft.

Auch andere Sprachminderheiten hatten es unter Hitler nicht gut, wie die Sprecher von Lëtzebuergesch im Europa der National-Sozialisten spüren durften.

Oder man denke nur an das Katalanische, das unter Franco brutal unterdrückt wurde.

Wer denkt, daß solche Zeiten vorbei seien, täuscht sich. Zwar wird nicht mehr mit Sprachverboten vorgegangen, aber anders, subtiler.

Verbot der deutschen Schrift und Zwangseinführung der lateinischen Schrift durch Adolf Hitler: Vorbereitung für "größere Aufgaben"...

Verbot der deutschen Schrift und Zwangseinführung der lateinischen Schrift durch Adolf Hitler

Denn auch heute gibt es etwa in der Schweiz Leute, die Sprachenvielfalt und Sprachkultur für überflüssig halten.

Die zum Beispiel das Rhätoromanische für unnütz  halten.

In Graubünden namentlich der umstrittene höchste Tourismus-Mann des Kantons, Andreas Wieland (Graubünden Ferien) und offenbar auch die Leitungen von Behörden, zum Beispiel der Kapo Graubünden.

Diese gibt keine Polizeimeldungen auf Rhätoromanisch heraus.

Sondern veröffentlicht nur auf Deutsch oder auf Italienisch.

Thomas Hobi, verantwortlicher Leiter des Mediendienstes der Kapo Graubünden und das Rhätoromanische: Wie Feuer und Wasser

Thomas Hobi (Foto: Kapo GR), verantwortlicher Leiter des Mediendienstes der Kapo Graubünden und das Rhätoromanische: Wie Feuer und Wasser

(eine der ganz wenigen Ausnahmen bildet etwa die alljährlich wiederkehrende Meldung zum Schulbeginn, welche jedes Jahr kopiert wird. Diese erscheint in allen drei Kantonssprachen bzw. wird jedes Jahr kopiert und dreisprachig „reingeklatscht“)

Hierfür zeichnet bei der Kantonspolizei Graubünden bzw. dessen Mediendienst Thomas Hobi verantwortlich (bezeichnenderweise wie Andreas Wieland früher auch bei Graubünden Ferien tätig).

Daß der Kapo Graubünden-Mediendienst auf Italienisch und Deutsch in zweisprachig italienisch- und deutschsprachigen sprechenden Gebieten veröffentlicht, jedoch in zweisprachig romanisch- und deutschsprachigen Gebieten nur auf Deutsch veröffentlicht ist stoßend, denn:

Wenn Romanisch überflüssig ist, warum schafft man dann nicht auch gleich Schweizerdeutsch ab und verbietet flächendeckend sowas lächerlich überflüssiges wie Schweizerdeutsch bzw. Mundart (so wie in einigen Kindergärten es gegenwäritg gemacht wird).

Wenn sich "Bildungsdirektorin" Regine Äppli in Zürich durchsetzt, ist demnächst Schluß mit Französisch-Lernen für die Matura

Wenn sich "Bildungsdirektorin" Regine Äppli (SP) in Zürich durchsetzt, ist demnächst Schluß mit Französisch-Lernen für die Matura

Und das völlig überflüssige Italienisch im Tessin und Graubünden?

Ganz zu schweigen vom ärgerlichen Französisch in manchen Teilen der Schweiz. Die Schweiz spricht mehrheitlich Deutsch, so könnte man neben dem Italienischen auch das Französische abschaffen und so würde alles viel einheitlicher.

In Schulen der Deutschschweiz gibt es ja heute schon Bestrebungen, den Unterricht der Landessprache Französisch auszumerzen.

Bündner Behörden oder auch die Zürcher Bildungsdirektorin Regine Äppli befinden sich in schlechter Gesellschaft: Nicht nur Hitler, sondern auch andere Diktatoren, z. B. Mao in China oder Stalin (Foto) in Rußland gehörten zu engagierten Ausrottern von Sprachkultur und Sprachvielfalt

Bündner Behörden oder auch die Zürcher Bildungsdirektorin Regine Äppli (SP) befinden sich in schlechter Gesellschaft: Nicht nur National-Sozialisten unter Hitler, sondern auch andere Sozialisten, z. B. Mao in China oder Stalin (Foto) in Rußland gehörten zu engagierten Ausrottern von Sprachkultur und Sprachvielfalt

„Weg mit dem Französischunterricht aus der Schule“ lautet das Motto der züricher Bildungsdirektorin Regine Äppli (SP).

Als nächsten Schritt könnte man dann noch die Sprachen Europas abschaffen und – wie die EU es vormacht – Englisch ausbreiten.

Deutsch, welches die Sprachgemeinschaft mit der größten Sprecherschaft in Europa hat, wird in EU-Publikationen gar nicht berücksichtigt. Deutsch ist keine Amtssprache der EU.

Immerhin neben Englisch noch Französisch (wie gesagt „noch“…)

Zu: Polizeimeldungen der Kantonspolizei Graubünden

Zu: Artikel über die umstrittenen Äußerungen von Tourismus-Chef Andreas Wieland

Erst nach seinem Tod hörte die Sprachrepression auf: Der große Sprachausradierer Franco (hier bei einem Freundschaftsbesuch des deutschen Reichsführer SS, Heinrich Himmler)

Erst nach seinem Tod in den 70er-Jahren (!) hörte die brutalste Sprachrepression auf: Der große Sprachausradierer Franco (hier bei einem Freundschaftsbesuch des deutschen Reichsführer SS, Heinrich Himmler - Foto: Bundesarchiv Deutschland)

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3 responses .

  1. Roger sagt:

    Wundervoll. Vergleich mit Hitler, der 20. Mio Tote zu verantworten hat, mit Stalin, bei dem es 40 Mio. sind und Mao, der 80 Mio. Menschen umgebracht hat, ist ein Geniestreich. Eine bessere Quelle für Totschlagargumente als die drei Leute, welche die meisten Menschen umgebracht haben, gibt es nicht. Und sogar Franco ist noch dabei. Glückwunsch. Hervorragende Totschlagargumentation!

  2. admin sagt:

    Ja, eigenartig, daß Menschen, die solche Sprachpolitik-Präferenzen haben, soviele Leute umgebracht haben. Die Kantonspolizei Graubünden ist wirklich in keiner guten Gesellschaft. Und es ist keine Totschlagargumentation, wenn man historische Fakten nennt. Es ist historische Tatsache, daß all diese Leute genau das gemacht haben in punkto Sprachpolitik, was genannt wird. Für diese historische Tatsache kann der Autor des Textes wohl kaum was. Wenn es ein Totschlagargument wäre, daß man nicht mehr erwähnen darf, wie bestimmte Leute sich verhalten haben, dann darf man kaum noch irgendwo historische Tatsachen nennen, oder?

    Ich sehe hier den Totschlag woanders. Und zwar darin, daß man das Benennen von unangenehmen historischen Tatsachen als Totschlagargument disqualifizieren will.

  3. Hitler oder so? Den niemand leiden mag! Jetzt ist es wieder einmal an der Zeit es zu erwähnen. Herr Adolf Hitler ist immer noch Ehrenbürger von: http://de.wikipedia.org/wiki/Adolf_Hitler_als_Ehrenb%C3%BCrge

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