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Nicolaus Fest zu links-grünen Reformern…

Was bei Wikipedia über Henry David Thoreau geschrieben steht, ergänzt Nicolaus Fest. Wikipedia schreibt über Thoreau:

„Hier lebte er etwa zwei Jahre zwar allein und selbständig, aber nicht abgeschieden.“

Bei Nicolaus Fest erfährt man Näheres zu dem, was bei Wikipedia mit „aber nicht abgeschieden“ umschrieben wird.

Bzw. daß mit „selbstständig“ leben gemeint ist, daß Mutti dem erwachsenen Sprößling die Wäsche macht und Mutti dem „Revoluzzer“ und „Rebell“ das Essen kocht:

„1845 zog Henry David Thoreau in eine Hütte am See ‚Walden’ und schrieb die gleichnamige, immer noch gültige Hymne auf den totalen Rückzug ins Ländliche, Private, in die Einsamkeit. Sein Modell nahm das aller grünen Reformer vorweg: Drei Kilometer entfernt wohnte seine Mutter, die für ihn wusch und kochte.“

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Reformer und Revoluzzer: Aber auf dem bequemen Wege mit wäsche-waschender Mutti in der Nähe...

Reformer und Revoluzzer: Aber auf dem bequemen Wege mit wäsche-waschender Mutti in der Nähe…

Gewollter Schmuddelschick – gestern wie heute

Bemerkenswert auch, daß, betrachtet man Fotos von Thoreau, man feststellen muß, daß dieser in seinem Auftreten, seinem äußeren Erscheinungsbild und Habitus vielen Grünen von heute nahezu gleicht.

Ungekämmte Haare, ungepflegter Bart, unrasiertes Gesicht und auch sonst demonstrativ und gewollt schlodderig, betont schmuddelig.

Auch das Auftreten ist manchmal gewollt und gehört zur Schau dazu. Damals wie heute.

Und auch an Selbstgerechtigkeit mangelte es Thoreau genausowenig wie seinen heutigen Gesinnungsgenossen. Ob auf der Walden-Hütte wohl ein Windrad war? Solarzellen waren sicher nicht auf dem Dach, die hatte es noch nicht gegeben.

Entbehrungen? Von wegen…

Jedenfalls ließ es sich der Fabrikanten-Sohn dort gut-gehen.

Anders als in seinen Schilderungen in Walden führte er alles andere als ein karges, entbehrungsreiches und bescheidenes Leben.

Auch diese Differenz zwischen Getue und Gesage und der Wirklichkeit erinnert an die Grünen. Etwa an die Grünen-Politikerin, die sich mit der Limosine zum Wahlkampfstand fahren läßt, aber vor den letzten Häuserecken heimlich aufs Velo umsteigt. Und prompt dabei erwischt wird.

Thoreau: Von heutigen Gesinnungsgenossen verehrt bzw. verklärt

Trump-Hasser und Thoreau-Verehrer bzw. Verklärer: Der linke Professor Dieter Thomä (Quelle des nicht gerade aktuellen "Jugendfotos": UNI SG)

Trump-Hasser und Thoreau-Verehrer bzw. Verklärer: Der linke Professor Dieter Thomä (Quelle des nicht gerade aktuellen „Jugendfotos“: UNI SG)

„Wenn es denn so etwas gibt wie einen amerikanischen Rousseau, dann ist dies eben Thoreau“, so Dieter Thomä, Professor für Philosophie an der Universität St. Gallen, in der NZZ. Womit sich Thomä wohl als Professor disqualifiziert haben dürfte. Zumindest für jeden ernsthaften Studenten.

Aber es sei.

Die Verehrung der Linken ist manchmal ein ganz klein bißchen übertrieben und kitschig.

Thomä in der NZZ weiter: „Thoreau ist ein Anti-Trump. Er ist ein Vorbote der ökologischen Bewegung. Er lästert über den «Patriotismus», der sich als «Made» durch die Köpfe seiner Zeitgenossen frisst. Er bedauert den «armen Kerl», der sich – wie Trump heute – damit brüstet, unzählige Nachrichten zu verbreiten und zu empfangen, aber «schon lange keine Nachricht von sich selber» mehr erhalten hat. Dem Autor von «The Art of the Deal» hält Thoreau vorsorglich entgegen: «Es gibt nichts, nicht einmal das Verbrechen, was dem Leben so zuwiderläuft wie das unablässige Geschäft.» Solange Thoreau gefeiert wird, ist Amerika nicht verloren, sondern quicklebendig.“

In der linken „Zeit“, deren Leitung öffentlich zur Ermordung von Trump aufrief, wird Thoreau natürlich auch verehrt. Hier erfährt man, daß Thoreau nicht aus Hunger des Magens, sondern nur aus Hunger nach Klatsch zu Mutter ging, um zu essen. Wer´s glaubt… :

„Der Hunger holte den Einsiedler wieder aus dem Wald, Hunger nach Klatsch. Fast jeden Tag spazierte Thoreau nach Concord hinein und genoß das Abendmahl im Kreise seiner Geschwister. Mutter kochte so gut, und der Tratsch, „in homöopathischen Dosen genossen, war so erfrischend wie das Rascheln im Laub und das Quaken der Frösche“.

Hier noch ein Auszug aus der kompletten Verklärung bei linken „Lexikon“ Wikipedia.

Bedrückend, daß ein „Lexikon“ bzw. eine Publikation mit dem Anspruch, ein wirkliches Lexikon zu sein, Leute verklärt und Sachverhalte verschönert.

Anstatt einfach Information zu liefern darüber, wer die Leute waren und wie sie wirklich lebten:

Rückzug in die „Wälder“

Unter Emersons Einfluß entwickelte Thoreau reformerische Ideen. Am 4. Juli 1845, dem Unabhängigkeitstag, bezog Thoreau eine selbsterbaute Blockhütte (Walden Hut) bei Concord am Walden-See, auf einem Grundstück Emersons.

Hier lebte er etwa zwei Jahre zwar allein und selbständig, aber nicht abgeschieden.

In seinem Werk Walden. Or life in the Woods (deutsch: Walden. Oder das Leben in den Wäldern) beschrieb er sein einfaches Leben am See und dessen Natur, aber er integrierte auch Themen wie Wirtschaft und Gesellschaft.

Das Experiment „Walden“ machte Thoreau klar, daß sechs Wochen Lohnarbeit ausreichend sind, um seinen Lebensunterhalt zu sichern.

Die verbleibende Zeit konnte er nutzen, um zu lesen, zu schreiben, nachzudenken und die Natur zu erkunden.[3]

Erste Seite der ersten Druckausgabe von Resistance to Civil Government, 1849

Thoreau als Prophet des zivilen Ungehorsams

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