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Gendatenbanken: Verwandte finden…

Durch die Genforschung kommen viele Sachen ans Tageslicht, die früher nicht ans Tageslicht gekommen wären. Verbrecher werden überführt. im Kleinen wie im Großen. Etwa, wenn ein Einbrecher an der verschiedenen Tatorten zuschlug.

Oder sogar posthum werden Mörder, die selbst gar nicht mehr leben, anhand des genetischen Fingerabdrucks überführt.

Bild: Genlabor.ch

Bild: Genlabor.ch

Frauen, die Fremdgegangen sind und betrogen haben, werden überführt durch Gentests bzw. Vaterschaftstests, aber jüngst gibt es sogar die Möglichkeit, über Gendatenbanken Verwandte zu finden. Diese Möglichkeit sollten die Gendatenbanken gar nicht bieten. Es ist ein unbeabsichtigter Nebeneffekt.

Genlabor.ch berichtet aktuell:

Forscher prüften, wieleicht die Identität von Personen ermittelbar ist, die am 1000 Genom-Projekt teilnahmen.

Sie nahmen einfach bestimmte Gendaten von 10 Männern, die im Zuge des Genomprojektes veröffentlicht wurden.

Die Y-STRs (Y-short tandem repeats) sind charakteristische Gensequenzen, welche von dem Y-Chromosonen von Vätern an Söhne vererbt werden.

Gaben die Wissenschaftler nun diese Gendaten in Genealogie-Datenbanken mit genetischen Daten ein, erschienen Nachnamen, die dazu paßten.

Über weitere freizugängliche Informationen wie Alter, Bundesland etc. schränkten sie die Daten weiter ein. Sie konnten am Schluß ganze 50 Männer herausfinden, welche ihr Erbgut für Forschungszwecke hergaben. Und sie konnten auch Frauen herausfinden, welche mit den Erbgut-Zurverfügungstellern verwandt waren.

Dies zeigte, daß sich selbst Verwandte über die Gendatenbank finden ließen. Was gar nicht beabsichtigt war. Die Gendatenbank sollte nur Wissenschaftlern zu Forschungszwecken dienen.

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