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Flüchtlinge: Auszug aus der Sonntagszeitung

Manche Leute wollen die Welt verbessern. Und das ist auch gut so. Aber manchmal ist es auch gut, erstmal sich um die eigene Welt, das eigene Umwelt / Umgebung zu kümmern.

Und dann die restliche Welt zu verbessern.

Oft ist übermäßiges Reinsteigern in Helfen auch eine Ersatzhandlung, Ablenkung.

Auszug aus der Sonntagszeitung vom 9.7.2017 (kursiv)

Gebraucht zu werden, ist wie eine Droge

Freiwillige, die all das tun und sich maßlos hineinsteigern, kennt Fabiola Bloch zur Genüge. Wie die Helferin, die sie bei ihrem letzten Einsatz in Paris traf.

Die dort seit einem Jahr jeden Tag Flüchtlinge betreute und nicht aufhörte, weil jeden Tag neue kamen.

Die nicht zu Hause war, als ihr Großvater beerdigt wurde, als ihre Schwester ein Bebe bekam; Weihnachten mit ihrer Familie hatte sie ebenfalls verpaßt.

«Wieso machst du das alles?», frug Fabiola Bloch die Frau. «Weil es ohne mich nicht geht. Sie sind wie eine Familie für mich.» – «Weißt du denn, was du für sie bist?»

Die Frage hatte sich die Fraunoch nie gestellt.

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