Man kann nicht mal mehr leer schlucken, wenn man das liest.
Die Unverschämtheit und Dreistigkeit, mit der Abzocker wie Daniel Vasella und Novartis agieren, das ist nicht einmal mehr erschreckend, auf Wörter wie abstoßend oder ekelerregend treffen es nicht mehr.
Es trifft eigentlich nur noch ein Wort zu, besonders, wenn man bedenkt, daß die Schweiz – nicht zuletzt dank Novartis – die höchsten Medikamentenpreise der Welt hat: beängstigend.
Wir alle zahlen also via ständig steigenden Krankenkassenprämien für solche Schamlosigkeiten.
Und daß Bankenlobbyist Marin Landolt, zugleich Chef der BDP, also der selbsternannten “Partei der Anständigen” sich starkmacht dafür, die Minder-Initiative “bachab-zu-schicken” (siehe unten), ist mindestens genauso ekelerregend.
Nur die Minder-Initiative würde nämlich solche weltweit einmaligen Exzesse verhindern:

Erschreckend: Die Abzockerei von Daniel (“Dän”) Vasella bei Novartis. Nur die Abzockerinitiative würde den Vasella-Exzeß von Novartis verhindern.
Angesicht der Enthüllungen von “Inside Paradeplatz” vom heutigen Tage muß man sich einmal erneut vor Augen führen: Die Schweiz hat die höchsten Medikamentenpreise der Welt und hierbei spielt Novartis eine ganz ganz üble Rolle.
Und BDP-Bankenlobbyist Martin Landolt fordert, man müsse die Minderinitiative stoppen. Hat dieser Mensch in seinem Wortschatz das Wort Anstand, fragt sich? Oder benutzt die BDP dieses Wort nur, wenn sie solches Verhalten von Widmer-Schlumpf rechtfertigen will?
Jetzt lüftet sich der Schleier um die wohl teuerste Abgeltung fürs Nichtstun, schreibt “Inside Paradeplatz” und:

Thomas Minder: Die Abzockerinitiative, deren Abstimmung seit Jahren verzögert wird, brachte ihm viel Zuspruch. Inzwischen ist er zum Ständerat gewählt worden. (Foto: Minder.ch)
Ums Jahr 2010 herum hinterlegte Novartis bei der Wegelin Privatbank die Summe von 75 Millionen. Das Geld war für Vasellas Stillhalten nach seinem Ausscheiden bei Novartis gedacht.
Und man erfährt:
Vasellas Geheimkonto wurde vom Zürcher Staranwalt Peter Nobel eingefädelt. Nobel und Vasella sind seit langem Vertraute. Die enge Verbindung kam über den langjährigen Novartis-Konzernanwalt Thomas Werlen zustande.
Vasella hat engste Verbindungen zum umstrittenen linksaußen-stehenden und politisierenden Abt Martin Werlen. 2006 wurde berichtet: “Um die Zukunft des traditionsreichen Klosters von Einsiedeln zu sichern, hat Abt Martin Werlen ein hochkarätiges Netzwerk aufgebaut. Zu den Förderern des Klosters gehört auch Daniel Vasella.” (Zitat Bilanz.ch 2006)
Konzernanwalt von Novartis = Werlen, Abt = Werlen? Ein Namenszufall? Sollte es kein Namenszufall sein, sondern Familienverhältnisse geben, bekäme das ganze eine ganz ekeligen Beigeschmack.
Aber zurück zu dem, was ekeliger wohl kaum noch geht. Der “Abgangsentschädigung” von Vasella fürs Nichtstun.
“Inside Paradeplatz” schreibt dazu (kursiv):
Vasella besitzt nach seinen 17 Jahren als CEO und Präsident des Basler Pharmakonzerns ein stolzes Novartis-Aktienpaket. Gemäß Bilanz hält der Topmanager mit Wohnsitz im steuergünstigen Kanton Zug 3,1 Millionen Novartis-Aktien im Wert von fast 200 Millionen Franken, hinzu kommen viele Optionen.
Als Großaktionär hat Vasella aus persönlicher Sicht kein Interesse, Novartis zu schwächen. Würde ein “freier” Vasella ohne Konkurrenzverbot für die deutsche Bayer oder die amerikanische Pfizer tätig, dann würde er sich ins eigene Fleisch schneiden.
Kommt hinzu, daß Vasella für sein letztes Amtsjahr als Novartis-Präsident nochmals fürstlich entlöhnt wurde. Mit 13 Millionen erhielt Vasella praktisch gleich viel wie sein CEO und steht damit weit vor anderen VR-Präsidenten von Schweizer Großkonzernen.
Warum Novartis ihrem scheidenden Präsidenten darüber hinaus 75 Millionen als Sonderbonus für Stöckli auszahlen soll, müssen die Aktionäre des Pharma-Multis beantworten.
Ach, und wem das alles noch nicht abstoßend und ekelhaft genug ist, der lese, was der Präsident der selbsternannten “Partei der Anständigen”, der BDP, dazu schreibt auf “Inside Paradeplatz”. Kennt eigentlich Martin Landolt sowas wie ein Schamgefühl? Der BDP-Bankenlobbyist schreibt das hier:

Auch Claudio Kuster vom Minderkomitee äußert sich zur Sache und zwar wiefolgt:
Bericht auf Tagblatt24.ch
WICHTIGER NACHTRAG zum wahren Grund für den überraschenden Rücktritt von Vasella bei Novartis
SchwNÄra2010
Man kann nicht mal mehr leer schlucken, wenn man das liest. Die Unverschämtheit und Dreistigkeit, mit der Abzocker wie Daniel Vasella und Novartis agieren, das ist nicht einmal mehr erschreckend,...