
Ein Honda Civic 5d als Elektroauto
Beim Öl wird immer mehr auf alternative Energie umgestellt. Doch nicht nur beim Heizen findet ein Umdenken statt. Auch bei der Stromversorgung in Schweizer Haushalten ist die der Fall. Überall sieht man heuzutage Solarzellen auf den Dächern.
Die meisten Leute, die auf Solarstrom setzen, werden sogar zum Energielieferanten, sprich, sie haben Stromüberschuß und zwar soviel, daß sie an den Elektroversorger Strom liefern (müssen) und dies zu mageren Preisen. Komisch eigentlich, daß sich Elektroautos nicht weiter verbreiten. Man könnte theoretisch als Solarzellenbesitzer sein eigenes Auto abends einfach an die Steckdose einstecken und so müßte man kein Benzin mehr kaufen.

Noch in Hybrid-Elektroauto von Honda
Doch das Elektroauto bzw. alternative Antriebsmethoden wie die Elektromobilität fristen immer noch ein Mauerblümchen-Dasein.
In den meisten europäischen Ländern ist der Trend der Elektroautos und alternativen Antriebe bisher noch nicht angekommen. So auch in der Schweiz.
Zwar sagen Umfragen und Studien aus, die Lenker von heute würden sich sehr wohl dafür interessieren, wie viel ihr Wagen verbraucht und was für Auswirkungen dies auf die Umwelt hat, doch selbst ein entsprechendes Fahrzeug anzuschaffen, liegt dennoch den meisten fern. Schuld sind unter anderem die hohen Anschaffungskosten. Ein E-Auto oder Hybridfahrzeug ist nicht billig zu haben und viele Kunden sehen nicht ein, für ein Konzept so viel mehr zu zahlen, wenn die entsprechende Infrastruktur noch nicht einmal ausgereift ist.

Elektrotankstellen-Schild in Reykjavik (Island24.ch)
Das Hybridauto beispielsweise ist ein Phänomen, das schon eher angenommen wird von den Verbrauchern (zum Beispiel Honda-Modelle, Infos dazu hier). Hier handelt es sich um ein Zusammenspiel aus Elektro- und Verbrennungsmotor und so wird den Kunden zumindest schon einmal die Scheu davor genommen, in einem Fahrzeug zu sitzen, dem irgendwann im wahrsten Sinne des Wortes der Strom ausgeht. Ist die Batterie tatsächlich einmal leer, so kann man in diesem Fall zumindest noch auf den Verbrennungsmotor zurückgreifen. Und trotzdem läßt sich ein Hybridauto streckenweise rein mit Elektromotor fahren.
Das Elektroauto hat es dabei schon nicht ganz so leicht. Kunden bemängeln die nicht ausreichende Infrastruktur, zu der insbesondere ein fehlendes Netzwerk an Ladestationen gehört.

Elektroauto-”Zapfsäule in Reykjavik (Island24.ch)
Ob Neuwagen oder Gebrauchtwagen, Elektroautos gibt es mittlerweile viele (Infos zu Honda-Modellen hier), doch nur weil das Angebot stimmt, muß nicht automatisch die Nachfrage nachrücken. Die Verbraucher distanzieren sich deutlich von den alternativen Antrieben und setzen lieber auf die Technologien, die sich schon seit Jahrzehnten bewährt haben, obwohl sie natürlich wissen, daß es für das Klima und die Umwelt ein wichtiger Schritt wäre, würden sich mehr Menschen für ein Elektrofahrzeug entscheiden.
Wenn man Experten glauben will, so bleibt angeblich nicht mehr viel Zeit, das Ruder klimatechnisch herum zu reißen. Doch auch für Klimaerwärmungs-Skeptiker, also Menschen, die nicht an die Klimaerwärmung glauben, würde es Vorteile bringen, denn die Luft würde sauberer und man wäre autark. Man hätte Unabhängigkeit (vom Öl und dem Benzinpreis. Und Unabhängigkeit und Selbstbestimmung ist wohl etwas, was zur Schweiz wohl so gut wie zu keinem anderen Land in Europa paßt.
Noch mehr steuerliche Anreize und mehr Investitionen in die Batterietechnologie müßten her, um den Kaufpreis erschwinglicher zu machen und somit auch mehr Verbraucher zu interessieren.
Allerdings gibt es einige Fördermaßnahmen bereits jetzt, wie das Astra (Bundesamt für Straßen) mitteilt. Dazu gehören folgende Vorteile bzw. staatliche Anreize:

Auch die Kantonspolizei Basel setzt bereits auf Elektroautos, berichtete Polizei24.ch (Foto: Kapo BS)
Keine Automobilsteuer: Elektrofahrzeuge sind momentan von der eidgenössischen Automobilsteuer befreit.
Keine Mineralölsteuer: Zudem leisten Elektroautos auf nationaler Ebene keinen finanziellen Beitrag an die Verkehrsinfrastruktur oder deren Unterhalt, da keine Mineralölsteuer anfällt.
Hinzu kommt: Seit 2012 sind zudem Emissionsvorschriften in Kraft, welche schrittweise eingeführt werden. Der Zielwert liegt bei 130g CO2/km für 2015.
Und: Auf Ebene der Kantone und Gemeinden gibt es weitere Instrumente, die die Energieeffizienz von Fahrzeugen fördern.
Zusätzlich bieten verschiedene Stromlieferanten, Versicherungs- und Mietkauffirmen Offerten, welche speziell auf Elektroautos zugeschnitten sind.

Die moderne Elektroauto-Flotte der Kantonspolizei Basel (Polizei24.ch, Foto: Kapo Basel)
Beim Öl wird immer mehr auf alternative Energie umgestellt. Doch nicht nur beim Heizen findet ein Umdenken statt. Auch bei der Stromversorgung in Schweizer Haushalten ist die der Fall. Überall...