Aktuell geistern Meldungen über Mark Branson durch den Schweizer Blätterwald.
Branson warnt vonseiten der Finma vor einer Immobilienblase.
Die Warnungen sind nicht neu. Wer das Wort Immobilienblase oder den Suchstrang “Immobilienmarkt Überhitzung” guhgelt, der kann sowas auch schon mit Datum von vor zehn Jahren, mit Datum vom letzten Jahr oder von vor drei Jahren usw. usf. lesen.
Da die Schweiz als Niedrigzinsland faktisch dem Euro beigetreten ist und nicht abzusehen ist, daß die SNB die unselige Bindung des Schweizer Franken an die sterbende Währung Euro aufgeben wird, erscheinen die Warnungen von Mark Branson durchaus begründet.
Denn steigende Hypozinsen dürften tatsächlich dazu führen, daß gerade private Immobilienkäufer in die Enge kommen könnten.
Mark Branson sagte daher zurecht: Wer nicht auch ein Zinsniveau von 4 bis 5 Prozent schultern könnte, sollte als Privater keinen Immobilienkredit aufnehmen. 4 bis 5 Prozent klingen zwar gegenwärtig lächerlich. Aber sollten nur 3 Prozent sich bewahrheiten, würde dies für viele Hauskäufer mit Immokredit dazu führen, daß sich ihre Belastung verdoppelt. (von 1,5 % gegenwärtig auf 3 Prozent).
Interessant erscheint mir aber auch etwas anderes: Die Biographie von Branson. Er wurde weltweit bekannt, als er vor dem US-Senat einen Kniefall in Form eines demütigen Schuldeingeständnisses machte und damit zur massiven Lockerung bzw. zum Fall des Bankkundengeheimnisses für US-Bürger beitrug.
Heute sitzt der gleiche Branson in der Aufsichtsbehörde Finma und ist der “höchste Aufpasser über die Schweizer Banken”, wie Medien schreiben.
Ein Schelm, wer Böses dabei denkt, daß gerade jetzt im Parlament Anfragen hängig sind, die klären wollen, wie US-Behörden, an Daten von CH-Banken kamen.
Der Blick schreibt dazu:
Das ist happig. Trifft der Vorwurf zu, hat die Eidgenössische Finanzmarktaufsicht im Steuerstreit mit den USA die Gegenseite mit Informationen gefüttert, um die Schweizer Verhandlungsposition und die der beklagten Banken zu schwächen. Die Aufsicht über die Finma hat das Departement von Widmer-Schlumpf.
Nationalrat Alfred Heer äußert gegenüber Medien, daß er nun der Sache erst recht nachgehen werde
Nicht nur Nationalrat Heer erhebt schwerste Vorwürfe gegen die Finma, auch ein Anwalt aus Zürich, welcher einen Bänker im Zuge des Steuerstreits zwischen den USA und der Schweiz vertritt.
Der Anwalt Valentin Landmann, äußert öffentlich zum Fall Wegelin: Branson hat im Fall Wegelin mehr Steine in den Weg gelegt, als sich kooperativ zu zeigen

