Am Schluß gab es wohl keine Alternative:
“Alternativlos” ist das deutsche Unwort des Jahres.
Die Begründung: “Das Wort suggeriert sachlich unangemessen, daß es bei einem Entscheidungsprozeß von vornherein keine Alternativen und damit auch keine Notwendigkeit der Diskussion und Argumentation gebe”.

Alternativlos? Der Eurokurs brach gegenüber dem Schweizer Franken trotz massivsten (und geschichtlich völlig einmaligen) Euro-Stützungskäufen des SNB-Chefs (ein ehemaliger EU-Politologe und ehemaliger Hedgefondsverwalter!) ein
Alternativlos unterdrückt also Debatten, versucht, andere Meinungen mundtot zu machen bzw. kann zumindest in äußerst eloquenter Art und Weise dazu benutzt werden.
Daher, denken wir daran (auch bzw. besonders die verbissene EU-Dame und Weltpolitikerin Micheline Calmy-Rey!): Der EU-Beitritt ist nicht alternativlos!
Und viele andere Sachen sind es ebenfalls nicht. Weder Schengen noch sonstwas. Auch nicht die angeblich alternativlosen Bilateralen (jetzt sollen die Bilateralen III kommen)
Wie sprühten z. B. damals bei der Euro-Einführung die EU-Tubos: Der Franken allein könne nicht überleben, er werde alleine keinen Bestand haben können. Die Schweiz (die schonmal in der Geschichte mit einer Währungsunion traumatische Erfahrungen machen mußte) isoliere sich, wenn sie beim Euro-Experiment nicht mitmache.
Ein Euro-Beitritt der Schweiz sei alternativlos?
Und jetzt? Der Franken hat Bestand und der Euro, der angeblich alternativlose, zittert.
Und warum spekulierte der junge Nationalbankchef Philipp Hildebrand mit 240 Milliarden, für die er Euros kaufte? Weil es alternativlos war, gegen den angeblich zu harten Franken zu kämpfen.
Was kommt jetzt heraus: Der harte Franken hat weder dem Tourismus noch der Schweizer Exportwirtschaft geschadet. Tourimus und Exportwirtschaft stehen glänzend da.





