Tag Archive: Euro-Zusammenbruch

Auch Großbritannien bereitet Euro-Zusammenbruch vor

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Nicht nur die Schweizerische Nationalbank bereitet zusammen mit anderen schweizerischen Institutionen den Euro-Zusammenbruch vor.

Auch die Regierung Großbritanniens (England ist wie die Schweiz, Dänemark oder Schweden nicht Euro-Mitgliedsland) entwirft gerade Pläne, wie sie sich bei einem Euro-Kollaps abschotten kann.

England bereitet sich auf einen Euro-Zusammenbruch vor. Anders als die Schweiz würde sie nicht nur den Kapitalverkehr dichtmachen, sondern auch die Grenzen.

England bereitet sich auf einen Euro-Zusammenbruch vor. Anders als die Schweiz würde sie nicht nur den Kapitalverkehr dichtmachen, sondern auch die Grenzen.

Allerdings ist England nicht so zurückhaltend wie die Schweiz und beschränkt sich beim Schotten-dicht-machen auf den freien Kapitalverkehr (ein Heiligtum für jeden Marktwirtschaftler, das die Schweiz beim Euro-Zusammenbruch abschaffen würde).

Die zuständige Ministerin, Theresa May, äußert in einer Zeitungsbefragung offen, daß England sich auch im Schengen keineswegs mehr scheren würde und Großbritannien im Falle des Euro-Zusammenbruchs die Grenzen dichtmacht.

Millionen könnten ihren Job verlieren und anderswo Arbeit suchen, so die Begründung.

Wenn schon England davor Angst hat, dann kann man sich ausmalen, wie es um die Schweiz steht, welche sich nicht überverschuldete und daher kein Euro-Schuldenland ist. Sondern die so viel gescholtene, wohlhabende, “reiche Schweiz” ist.

Dramatische Notfallplanung mit Kapitalverkehrskontrollen: SNB bereitet sich auf Euro-Zusammenbruch vor

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Der inzwischen wegen illegaler Spekulationsgeschäfte zurückgetretene Nationalbankpräsident kaufte mutmaßlich widerrechtlich für weit über 240 Milliarden Euros. Was die Bindung des Schweizer Frankens an den Festkurs von 1,20 zum Euro bisher gekostet hat, erfahren wir erst bei der nächsten SNB-Bilanz!

Dabei hat das Schweizer Stimmvolk abgestimmt, daß es am Euro-Experiment nicht teilnehmen will! Und nun sitzt es dank der Euro-Stützungskäufe von Philipp Hildebrand, einem ehemaligem EU-Politologen (!) und “Hedgefondsmanager” auf einer historisch großen Summe von Euros. Ein NZZ-Ökonom schrieb denn auch sarkastisch: “Angela Merkel jubelt. Die Schweiz ist faktisch dem Euro beigetreten.”

Eveline Widmer-Schlumpf: Erst deckte sie die Machenschaften des SNB-Chefs wider besseres Wissen, nun darf sie die SNB beim Euro-Zusammenbruch begleiten... (Fotoausriß: NZZ)

Eveline Widmer-Schlumpf: Erst deckte sie die Machenschaften des SNB-Chefs wider besseres Wissen, nun darf sie die SNB beim Euro-Zusammenbruch begleiten... (Fotoausriß: NZZ)

Nun bereitet sich die Schweizerische Nationalbank nun also auf den Euro-Zusammenbruch und seine Folgen vor.

Selbst der linke TagesAnzeiger, der den zwangszurückgetretenen Nationalbankchef Philipp Hildebrand als “Rockstar” feierte, als bereits seine privaten Spekulationsgeschäfts pubik waren, titelt: Bund prüft Abschottung des Schweizer Kapitalmarkts

Die SNB bereichtet sich konkret darauf vor, daß Griechen, Spanier und andere Pleiteländer-Einwohner ihre Euro im jeweiligen Heimatland in Massen abheben und ins sichere Ausland, also etwa die Schweiz bringen. Die Schweizer Nationalbank hat also Angst vor einer massiven Kapitalflucht in die Schweiz.

Offiziell ist natürlich nur von einem “Notfallszenario” die Rede. Vor einigen Monaten hat die Nationalbank zusammen mit den Spitzen des Finanz- und Volkswirtschaftsdepartements eine Sondereinheit (task force) für die Notfallplanung gebildet.

“Falls es je zu weiteren Erschütterungen auf den Devisenmärkten kommen sollte, könnte es erforderlich sein, Massnahmen zu ergreifen, die über die im September eingeführte Untergrenze zum Euro hinausgehen”, so SNB-Sprecher Walter Meier, und: «Die Sondereinheit prüft den Einsatz von Maßnahmen, welche die Kompetenzen der Nationalbank übersteigen – wie etwa die Einführung von Kapitalverkehrskontrollen»,

Die Neue Zürcher Zeitung schreibt dazu, daß es einen derartigen Eingriff in die freien Kapitalmärkte in der Schweiz noch nie zuvor gegeben habe: “Kontrollen und Beschränkungen der Kapitalströme in die Schweiz kämen dem weitreichendsten Eingriff in den Devisenmarkt seit der vorübergehenden Einführung von Negativzinsen in den 1970er Jahren gleich. Daß sie nun offen diskutiert werden, zeigt klar, wie ernst die Lage in Bern genommen wird.”

Mehr zum Schweizer Franken / Quelle: Schweizer-Franken.ch

Euro-Zusammenbruch: Bankautomaten und Bankschalter könnten auch in der Schweiz ausfallen

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Nachdem der Finanzhasardeur und Spekulant Philipp Hildebrand es geschafft hat, daß die Schweiz – obwohl abgestimmt wurde, nicht am Euro-Experiment teilzunehmen – jetzt mit auf den größten Euro-Bestände sitzt, warnen seriöse Stimmen davor, daß ein Euro-Zusammenbruch auch auf das Geldsystem in der Schweiz Auswirkungen haben kann.

Walter Wittmann im Schweizer Fernsehen (Bildschirmausriß: SRF)

Walter Wittmann im Schweizer Fernsehen (Bildschirmausriß: SRF)

Der Schweizer Wirtschaftsprofessor Walter Wittmann in jedem Buch schwärzer. Im Buch «Superkrise» beschreibt er jetzt den bevorstehenden Kollaps der Weltwirtschaft. Bedrohlich das Schlußkapitel: “Wie man vorsorgen kann.”

Staatsbankrott Griechenland

Wittmann schildert die Mög­lichkeit eines sogenannten Bankensturms, wenn Griechenland pleitegeht, was unabwendbar sei.

“Je mehr Menschen ihr Geld abheben und in Sicherheit bringen wollen, desto größer wird die Panik.”

“Darauf reagieren die Banken prompt: Sie machen ihre Schalter zu.”

Sein Rat:

“Man sollte Bargeld, möglichst in gemischten Noten, zu Hause sicher aufbewahren, um zumindest für einige Monate gerüstet zu sein.”

Bücher von Wittmann, Walter Wittmann ist emeritierter Professor für Volkswirtschaftslehre an der Universität Freiburg. :
- Staatsbankrott: Warum Länder pleite gehen – Wie es dazu kommt – Weshalb uns das was angeht. Orell-Füßli, Zürich 2010
- Finanzkrisen: Woher sie kommen, wohin sie führen, wie sie zu vermeiden sind. Orell-Füßli, Zürich 2009