Woher rührt es, wenn hunderte von Linksextremisten halb Bern anzünden und Zeitungen von “bürgerkriegs-ähnlichen Zuständen” berichten oder hunderte Autonome in Zürich Sachbeschädigungen in Höhe von hunderttausenden Franken anrichten, daß hier in Polizeimeldungen bestimmter Kapo- oder Stapostellen in der Schweiz so gut wie immer verniedlichend von einer “unbewilligten Kundgebung“ oder von einer “unbewilligten Demonstration” die Rede ist?
Und die linksextremistischen Gewalttäter, die sogar nicht davor zurückscheuen, Polizisten anzugreifen und zu verletzen, selbst in den Meldungen der Stapo oder Kapo Zürich oder der Kantonspolizei Bern verniedlichend als “Chaoten“, “Krawallmacher” (sozusagen nicht viel anders als ein bißchen wie Fasnacht) oder noch verniedlichender als “Aktivisten” betitelt werden?
Und wenn vergleichsweise kleine Gruppen oder sogar klitzekleinen Grüppchen von Rechtsextremisten, die nicht gewalttätig waren, irgendwo kontrolliert oder “polizeilich beobachtet” werden, daß dann in der Polizeibericht-Erstattung der offiziellen Stellen stets militarisierend von einem “Aufmarsch” die Rede ist, wie hier in der Polizeimeldung der Kapo Schwyz (die im auf Anfrage mitteilte, daß die von den Rechtsextremisten angekündigte Versammlung bzw. der “Aufmarsch” nicht unbewilligt erfolgte, da es für eine Schiffart keiner Bewilligung bedürfe).
So abstoßend jeglicher Extremismus – besonders, wenn er dazu noch gewalttätig daherkommt – ist:
Es ist nicht einzusehen, daß bei Extremismus aus dem linken Spektrum (Linksextremismus, Ausländerextremismus) systematisch in Schweizer Polizeimeldungen verniedlicht wird, bei Extremismus aus dem rechten Spektrum (Rechtsextremismus) systematisch aufgebauscht wird.
Erstaunlicherweise wird auch bei rechtsextrem motiviertem Ausländerextremismus (z. B. bei Meldungen – sofern solche überhaupt publiziert werden – über die im deutschen Verfassungsschutzbericht erwähnte rechtsextremistische türkische Gruppierung der “Grauen Wölfe”) die “Berichterstattung” der offiziellen Stellen so gehandhabt wie bei Linksextremismus: Es wird systematisch verniedlicht. Wohl, weil man nicht als ausländerfeindlich bzw. vermeintlich ausländerfeindlich dastehen will?
Dabei ist es doch ganz einfach auf den Punkt zu bringen: Keine Toleranz der Intoleranz: Sobald jemand gewalttätig ist, ist dieses Grundmotto anzuwenden. Und wenn Linke, Linksextreme und Autonome Sachbeschädigungen in Höhe von hunderttausenden Franken verüben, dann sind es keine Krawallmacher oder Chaoten oder Aktivisten, sondern es sind schlicht und ergreifend Gewalttäter. Nicht mehr und nicht weniger.
Und es sollte hier neutral berichtet werden, also nicht einerseits mit martialischen Worten (“Aufmarsch”) aufgebauscht und andererseits mit verniedlichenden Worten (“unbewilligte Kundgebung”, “unbewilligte Versammlung”, “Krawallmacher”, “Aktivisten”, “Chaoten”) verniedlicht werden.
In welcher Polizeimeldung der Stapo Zürich, der Kapo Bern und anderen Polizeistellen wäre denn verniedlichend von Chaoten oder Aktivisten die Rede, wenn Rechtsextremisten wie es die Linksextremisten taten halb Bern oder Zürich in bürgerkriegsähnliche Zustände versetzen würden oder wenn Rechtsextreme wie die Linksextremen die Polizei angreifen würden oder Verwüstungen für hunderttausende Franken (wie heute in Zürich geschehen) anrichten würden?
In keiner.

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