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Adolf-Hitler.ch, Carlos Hanimann (WOZ) und Hermann Lei

Dieser Artikel sollte eigentlich letzte Woche erscheinen und ich hab ihn auf Bitte von WOZ-Redaktor Carlos Hanimann nicht vorab veröffentlicht.

(Diesem Artikel-Entwurf hatte ich ihm nach einem Telefongespräch und vor einem persönlichen Gespräch in Zürich zum Lesen vorgelegt)

Da ich nun sehe, daß nun trotzdem haargenau das gemacht wurde, von dem ich eigentlich dachte, daß es bei einer auch nur ansatzweise ordentlichen, sprich fairen Berichterstattung nicht möglich wäre, veröffentliche ich den Artikel nun nachträglich doch.

Was ich persönlich besonders stoßend finde, ist, daß der WOZ-Verfasser des Verriß-Artikels sich auf seinem privaten Blog (NationofSwine.ch) darüber aufregt, daß andere Journalisten angeblich wahrheitswidrig und wider besseres Wissen Inhalte auf politisch motivierten Gründen schreiben. Und sich über schlechten, sprich politisch motivierten, Journalismus aufregt. Und nun macht er genau dasselbe.

Ich mußte fast schon lachen, als ich den Artikel las, weil es eine Satire von mir hätte sein können. Nur: Wenn ich sowas mache, dann deklariere ich es als Satire und hier kommt es als ein Artikel daher (zwar in der Linksaußenzeitung WOZ, aber trotzdem).

Die WOZ bzw. deren Autor Carlos Hanimann findet es offenbar schlimm, daß eine Seite wie Adolf-Hitler.ch mit Aufklärungsinhalten betrieben wird und versucht damit - hoffentlich vergeblich - einen thurgauischen Großrat (Hermann Lei jun.) zu beschmutzen.

Die WOZ bzw. deren Autor Carlos Hanimann findet es offenbar schlimm, daß eine Seite wie Adolf-Hitler.ch mit Aufklärungsinhalten betrieben wird und versucht damit - hoffentlich vergeblich - einen thurgauischen Großrat (Hermann Lei jun.) zu beschmutzen.

Die alten Inhalte von der Webseite Adolf-Hitler.ch, welche jetzt – wie vor 4 Jahren bei Lukas Reimann – ebenfalls dazu dienen soll, Hermann Lei in eine Ecke zu stellen, in der er nicht steht, sind übrigens noch im Internet verfügbar. Für alle Leute, die überprüfen wollen, ob das stimmt, was ich hier unten schreibe oder das, was in der WOZ steht.

Hier nun doch der Artikel, der urspünglich Mittwoch letzte Woche verfaßt wurde.

Gestern befrug mich am Telefon ein Mitarbeiter der WOZ, Carlos Hanimann, am Telefon zu verschiedenen Firmen von mir sowie auch zu Aktivitäten der Schlagwort AG, deren Gründung und der damaligen und heutigen Rolle von Herrn RA Hermann Lei jun. dabei.

Also dem Anwalt, welcher maßgeblich daran beteiligt war, die illegalen Aktienspekulationen (Insiderhandel) und die – sogar aus Sicht von Calmy-Rey oder Leuten wie dem Linksaußenposten der SP, Jean Ziegler – moralisch höchst fragwürdigen Devisenspekulationen des des später unfreiwillig zurückgetretenen SNB-Chefs Philipp Hildebrand aufzudecken.

Offenbar hatte der WOZ-Mitarbeiter Carlos Hanimann eingehend recherchiert und war hierbei auch auf einen alten Artikel im Tagesanzeiger gestoßen, in der geschrieben wurde, daß eine Firma von mir, die u. a. auch Webseiten für einen SVP-Nationalrat eingerichtet habe, auch die Webseiten www.Adolf-Hitler.ch und www.Nationalsozialismus.ch betreibe. Ähnliche Seiten mit Geschichtsaufklärungsinhalten und mit Holocaust-Warninhalten gibt es auch in Deutschland, vgl.z. B. www.Adolf-Hitler.de.

Anders als in Deutschland, kann man jedoch in der Schweiz in die Nazi-Ecke gedrängt werden, wenn man vor dem totalitären Regime des Nationalsozialismus und seinen verheerenden Folgen warnt.

2009 kam ein Tagi-Artikel, welcher Gegenstand eines Rechtsstreits zwischen mir und Tamedia ist, in welchem süffisanterweise die Domänen Adolf-Hitler.ch und Nationalsozialismus erwähnt wurden, ohne die – ja völlig unwesentliche Tatsache – zu erwähnen, daß auf beiden Webseiten Holocaust-Aufklärungsinhalte bzw. Seiten gegen Nationalsozialismus sind, namentlich 1 zu 1 kopierte Inhalte von Wikipedia (mit entsprechender Quellenangabe).

Später hatte der Tagesanzeiger das im Internet geändert und erwähnt, daß dort Wikipedia-Inhalte aufgeschaltet waren.

Inzwischen hat die Schlagwort AG weite Teile des Portfolios der seit dem Tagi-Artikel bzw. Tagi-Verriß und den dort enthaltenen Lügen angeschlagenen Chamäleon Media GmbH übernommen.

Der WOZ-Mitarbeiter trug nun im Telefonat die Meinung vor, daß es aus seiner Sicht doch bezeichnend sei, daß diese Domänen ja auf eine Firma laufen, bei welcher Hermann Lei jun. der Gründungsanwalt war und welche auch weiterhin an der gleichen Adresse wie sein Advokaturbüro domiziliert ist.

Zwar sind die Seiten dank einer politisch motivierten Hosting-Kündigung durch Genotec seit Jahren inaktiv, aber es scheint offenbar sehr reizvoll, diese wieder für einen „Bericht“ aufzukochen.

Er würde solche Domänen nicht registrieren und er sei der Meinung, daß man „halt Verantwortung übernehmen muß für das, was man (im Internet) tut“, wie er mehrfach wiederholte.

Das mache ich gerne: Es gibt zwei Seiten im Internet, die Geschichtsaufklärung betreiben und vor dem Holocaust warnen. Diese heißen Adolf-Hitler.ch und Nationalsozialismus.ch und es gibt ähnliche Seiten auch in Deutschland, z. B. Adolf-Hitler.de uvam.

Ich sehe daran nichts Verwerfliches, im Internet Webseiten mit Warninhalten vor Nationalsozialismus aufzuschalten oder zu unterhalten. Sondern im Gegenteil.

Verwerflich fände ich hingegen, wenn ein Journalist wahrheitswidrig und wider besseres Wissen Leute, die Seiten mit Holocaust-Warn-Inhalten und Aufklärungsinhalten zur schrecklichen Zeit des Nationalsozialismus betreiben, durch eine gestrickte „Bericht“-Erstattung in eine Ecke gedrängt würden, in der sie nun wirklich nicht stehen.

Dies trug ich auch gegenüber Carlos Hanimann am Telefon vor und äußerte, daß er den hohen moralischen Ansprüchen an Journalismus, welche er namentlich auf seinem – zusammen mit Daniel Ryner geführten – Blog „NationofSwine.ch“ vorträgt, nicht gerecht würde. (hier prangert er u. a. die Weltwoche massiv an, sie würde schlechten Journalismus betreiten)

Desweiteren sie einmal ein anderes Beispiel genannt: Nehmen wir an, die WOZ oder eine eher dem linken politischen Spektrum nahestehende Firma würde eine Seite www.Josef-Stalin.ch oder www.Kommunismus.ch betreiben und dort Warninhalte und Aufklärungsinhalte über die schreckliche Zeit des Stalinismus und des Kommunismus aufschalten, welche aus einer neutralen Quelle (Wikipedia.de) stammen.

Und dann würde ein Journalist über diese Firma schreiben, diese bzw. Personen, die für sie tätig waren oder sind, würde dem Kommunismus oder dem Stalinismus nahestehen.

Das Beispiel mit dem Kommunismus nannte ich Carlos Hanimann gemünzt auf seine Person, worauf er trotzig antwortete, er habe aber eine solche Seite nunmal nicht.

Das spielt auch keine Rolle, sagte ich. Es ist ein Beispiel.

Daraufhin äußerte er abermals, er sei halt der Meinung, man müsse für das, was man im Internet tut, nunmal Verantwortung übernehmen.

Wie ich schon oben ausführte übernehme ich gern Verantwortung dafür, daß ich Webseiten unterhalte bzw. unterhielt, welche über die schreckliche Zeit des Nationalsozialismus aufklären.

Im Übrigen hat Schlagwort AG auch Seiten wie www.Linksextremismus.ch.

Genausogut könnte also ein wohlwollender Journalist schreiben, Hermann Lei oder Reimut (Remo) Massat stünden dem Linksextremismus nahe und sympathisieren mit ihm.

Ich hoffe, daß Journalist Carlos Hanimann – auch, wenn er für die WOZ arbeitet und ich daher sicher nicht von einem wohlwollenden Bericht ausgehe – den journalistischen Anstand hat, beides nicht zu tun.

Neben dem betreibt Schlagwort AG eine vierstellige Anzahl an Webseiten zu ganz verschiedenen Themen.

Etwa Fenchel.ch. Schlagzeile wäre nach dem oben angestrebten Schema also: Massat und Lei sind Fenchelliebhaber.

Oder Augenlider.ch. Könnte also ein Journalist schreiben: Massat und Lei sind in der Augenheilkunde tätig.

Buchhaltung-und-Steuern.ch ist eine weitere Seite des vierstelligen Webseiten-Portfolios. Also könnte ein Journlist schreiben: Massat und Lei sind im Steuerberatungsgeschäft tätig.

Klingt abwegig, nicht?

Sie glauben nicht, daß es in der Schweiz Journalisten gibt, die sowas tun?

Doch. Einer davon arbeitete für den Tagesanzeiger und heißt Christian Bütikofer. Er schrieb 2009, ich betreibe eine Inkasso-Firma, weil ich eine Webseite zum Thema habe. Spielte hierbei keine Rolle, daß schweizweit es keine Inkassofirma gibt, mit der ich zu tun habe und es schweizweit auch keine entsprechenden Handelsregistereinträge gibt.

Genausogut hätte er schreiben können, Reimut Massat sei im Baumarkt-Geschäft tätig (www.Baumarkt24.ch). Oder auch, Massat betreibe eine Geratrie (www.Gerontopsychiatrie.ch) usw. usf.

Der gleiche Journalist Christian Bütikofer scheute auch nicht davor zurück, wieder besseres Wissen zu schreiben, ich hätte auf Bahamas (!) einen Konkurs gemacht.

Nun hoffe ich, daß die WOZ trotz ihrer ausgeprägten Liebe und Nähe zur SVP oder zu Leuten mit konservativen Einstellungen, zu denen man mich sicher zählen kann, von solchem „Journalismus“ Abstand nimmt.

(Nachtrag: Wie wir wissen, war meine Hoffnung umsonst. Wer sich ein eigenes Urteil bilden will, besuche die von mir eingerichtete Webseite www.Adolf-Hitler.ch. Die Inhalte sind seit Dezember 2008 unverändert und ich finde nichts Verwerfliches daran, über übelste historische Zeiten Aufklärungsarbeit zu leisten: www.Adolf-Hitler.ch)

9 responses .

  1. Nadja sagt:

    ich verstehe den ganzen Trubel nicht… Das was auf der Seite adolf-hitler.ch zu lesen ist findet man in jedem Geschichtsbuch. Jeder Schüler muss sich mit dem Thema befassen. Ich finde die Inhalte nicht verwerflich oder „aufhetzend“

  2. Naja sagt:

    Ich hab beim Durchsehen der Hitler-Seite jetzt nichts grossartig kontroverses gesehen. Aber „Warninhalte“ sind es nun auch nicht. Wenn man aber die (anfängliche/andauernde?) Verbindung von Lei zur Seite einerseits und der SVP andererseits betrachtet, und berücksichtigt, dass aus der Ecke der SVP öfters mal Forderungen antönen, die uns stückchenweise näher an Geisteshaltungen der NSDAP heranführen, wirkt es schon etwas seltsam, dass die Seiten angeblich „Warninhalte“ vor den Nazis enthielten. Das tun sie eben nicht. Schön wärs. Hier ist also eine Diskrepanz.
    Zudem sind mir Leute, die massenweise Seiten vorregistrieren und mit Dummy-Texten füllen ganz allgemein eher suspekt. Normalerweise tut man das in der Hoffnung die URL an einen zahlungswilligen Betreiber zu verkaufen. Und hier kommt wieder die Nähe Leis zur SVP ins Spiel. In der SVP gibts nunmal Leute, die von den gleichen Vorstellungen von Volk und Ethnozentrismus ausgehen, und ohne Antirassismusgesetz wohl noch deutlicher dazu Stellung nähmten.
    Im Prinzip sehen Sie (und Lei) ein bisschen aus wie opportunistische Fähnlein im Wind, die lauter Seiten halten, bis sich mal einer meldet, der sie übernehmen will.
    Vielleicht wird der Schweizer Fenchelbauernverband ja hellhörig und erfüllt Ihnen Ihren sehnlichsten Wunsch?

    • admin sagt:

      Zitat: „Aber “Warninhalte” sind es nun auch nicht.“

      Also sind die Inhalte, die auf Wikipedia zu Adolf Hitler stehen, keine Warninhalte? Was sind Sie Ihrer Meinung nach denn dann?

  3. Joker sagt:

    Man fragt sich dann halt auch, wie ein WOZ-Journalist dazu kommt, einfach einmal auf Gratwohl hin http://www.adolf-hitler.ch einzutippen und zu schauen, ob da etwas und wenn mit welchem Inhalt es kommt!!! – Offensichtlich war ihm der Betreiber wesentlich wichtiger als der Inhalt.

  4. Kurt sagt:

    Und wie kam die WOZ zu dem Screenshot mit Herrn Lei als Besitzer der Domain?

    • admin sagt:

      Die WOZ kann kein Bildschirmfoto mit Herrn Lei als Inhaber von Adolf-Hitler.ch haben. Das ist unmöglich, weil Herr Lei zu keinem Zeitpunkt als Inhaber der Domäne http://www.Adolf-Hitler.ch eingetragen war. Und: Seit 2012 ist Schlagwort AG neuer Inhaber von Adolf-Hitler.ch. Das können Sie auf der betreffenden Seite sogar sehen. Dort ist eine Kopie eines Mails von Switch extra von mir aufgeschaltet worden.

      Wer lesen kann ist hier also klar im Vorteil. Alles klar?

      Reimut (Remo) Massat

  5. Thomas sagt:

    Bei vielen Seiten, wie z.B. hier http://adolf-hitler.ch/?Biographie:Hitlers_Jahre_in_Wien_und_M%26uuml%3Bnchen steht: letzte Änderung 2008, komisch dass der Inhalt ziemlich genau dem aktuellen Wiki-Eintrag entspricht (die Version aus 2008 unterscheidet sich erheblich von der aktuellen)

    Wenn schon eine alte Seite wieder aufgeschaltet wird, dann sollte sie auch so sein wie sie damals war. Auf jeden Fall macht es ihre Position nicht glaubwürdiger. Vielleicht ist ja auch der braune Sumpf näher, als dass sie uns das hier Mitteilen möchten.

    und btw. bezüglich Verwendung von 1 zu 1 Kopien von Wikipediaartikeln bitte hier nachlesen (Quellennachweis)
    http://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:Weiternutzung

    • admin sagt:

      Wenn Sie den Beitrag, den Sie hier kommentieren, gelesen hätten und obigen Archiv-Verweis auf „Waybackmaschine“ angesehen hätten, dann hätten Sie auch gesehen, daß all die Rubriken, bei welchen ich den heutigen Inhalt von Wikipedia aufgeschalten hab, das seinen einzigen Grund darin hatte, daß nachweislich bei der Archivseite (Verweis im Artikel vorhanden!) diese betreffenden Unterseiten der Seite nicht verfügbar waren.

      Und wenn die Wikipedia-Inhalte von 2011 für Sie ein „brauner Sumpf“ sind, dann tut es mir wirklich leid für Sie.

      Wie im Artikel auch geschrieben und Medien zu entnehmen, wurde die Webseite außerdem vor 4 Jahren schon einmal benutzt, um einen SVP-Politiker (Nationalrat Reimann) zu verleumden und zu beschmutzen. Ausweislich der damaligen Medienberichte (der Tagi korrigierte sogar einen Bericht im Nachhinein mit einem Nachtrag im Internet!) war hier keine Rede von irgendwelchen fraglichen Inhalten.

      Daß dies nicht der Fall war, ließe sich im Übrigen auch beweisen.

      Oder glauben Sie (der sich hier „Thomas“ nennt) ernsthaft, linke Journalisten und so linke Medien wie der Tagi etc. hätten das verschwiegen in ihren Zeitungen, wenn damals dort „braune“ Inhalte draufgewesen wären?
      Klar! Logisch. Das hätten die ihren Lesern glatt verschwiegen. Bei solchem stumpfen, tief-roten Haß-Kommentaren weiß man eigentlich wirklich nicht, ob man antworten soll, es bleibt einem ja die Luft weg.

      Trotzdem hab ich Ihren Kommentar freigeschaltet und – hoffentlich – auch für Sie eindeutig genug beantwortet.

      Reimut (Remo) Maßat

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