Bislang finanziert die Allgemeinheit die Kosten von Abtreibungen. Denn die Solidargemeinschaft muß diese Kosten irrsinnigerweise tragen, weil Abtreibung von Kindern im obligatorischen Leistungskatalog der Grundversicherungen der Schweizer Krankenversicherungen enthalten ist.
Dabei ist eine Schwangerschaft weder eine Krankheit noch ein Schwangerschaftsabbruch eine anerkannte “Verhütungsmethode”. Trotzdem finanziert man – Sonderfall Schweiz möchte man sagen - Abtreibungen über die Grundversicherung. Krankenkassen haben dabei die Aufgabe, Leben zu erhalten und nicht die Vernichtung von Leben zu unterstützen.
Über 325 % Unterschied bei der staatlich finanzierten Verantwortungslosigkeit
Wie in anderen Bereichen (Sozialhilfe, Invalidenversicherung usw. usf.) ist auch hier eine massive Inländerdiskriminierung zu beobachten: Ausländerinnen in der Schweiz treiben 3,25-mal häufiger ab als Schweizerinnen. Über 50% aller Abtreibungen in unserem Land werden von ausländischen Frauen mit Wohnsitz in der Schweiz vorgenommen. Doch in der Schweiz wird diese Gratis-«Verhütungsmethode» von der Allgemeinheit finanziert. Abtreibung darf nicht Verhütungsmittel sein.
Die Volksinitiative «Abtreibungsfinanzierung ist Privatsache – Entlastung der Krankenversicherung durch Streichung der Kosten des Schwangerschaftsabbruchs aus der obligatorischen Grundversicherung» hat zum Ziel, die Finanzierung der Abtreibung aus dem Leistungskatalog der obligatorischen Krankenpflegeversicherung zu streichen.

Emanzipierte Frauen müßten jubeln: Man traut ihnen für ihr Sexualleben Eigenverantwortung zu. Doch statt Jubel gibt es Gekeife ausgerechnet von den CVP-Frauen, den FDP-Frauen und den SP-Frauen. Wo ist denn jetzt die Emanziption?
Zu diesem Zweck verlangt sie eine Änderung von Artikel 117 der Bundesverfassung, der dann neu vorsieht, daß – wie in anderen Ländern auch – unter Vorbehalt von seltenen Ausnahmen seitens der Mutter Schwangerschaftsabbruch und Mehrlingsreduktion im Krankenversicherungs-Obligatorium nicht eingeschlossen sind.
Daß in der Schweiz Schwangerschaftsabbrüche im Leistungskatalog der Grundversicherung stehen, hat weitreichende Folgen.
Es führt im Vergleich mit anderen Ländern nicht nur zu mehr Abtreibungen (wenn es schon in der Grundversicherung enthalten ist, ist es ja was ganz Normales…), sondern auch zu höheren Krankenkassenprämien. Es werden darüberhinaus auch jene zur Mitfinanzierung gezwungen, welche eine Abtreibung niemals mit ihrem Gewissen vereinbaren
können. Und drittens steht diese Praxis im krassen Widerspruch zum Europäischen Gerichtshof.
Und: Jeder Krankenkassenprämien-Zahler wird gezwungen, Abtreibungen mitzufinanzieren, also zum Mittäter von Gesetzes wegen.
Unterschriftenbogen
Postkonto: PC 40–50 60 70–6
Interessanterweise ist ausgerechnet die angebliche Mitte-Partei CVP (das C steht bzw. stand mal für “christlich”, für was es heute steht, weiß niemand mehr, nicht mal mehr die Partei selbst…), die sich immer mehr zu einer Links-Partei wandelt, nicht nur für Abreibung (bzw. “die Wahlfreiheit der Frauen” wie es so schön süffisant heißt in der Mitteilung), sondern auch dafür, daß weiterhin die Allgemeinheit die Kosten von Abtreibungen tragen soll.
Die Initiative will ja wohlgemerkt nicht einmal Abtreibungen verbieten, sondern nur, daß die Frau, die sich für eine Abtreibung entschließt, die Kosten dafür auch selbst tragen muß. Denn es ist keine Grundleistung der Krankenversicherung, Abtreibungen zu finanzieren. Soetwas wäre im Ausland undenkbar.
Seitens der (linken) CVP-Frauen heißt es in einer heute vom Parlament versandten Mitteilung:
Die CVP-Frauen Schweiz bestätigen ihr Engagement zugunsten der Schwangerschaftsabbruchs. Sie sind entschieden gegen die Initiative „Abtreibungsfinanzierung ist Privatsache“. Die Wahlfreiheit der Frauen ist entscheidend; und diese Initiative ist ein Rückschritt und eine Brüskierung der Frauen.
Auch die FDP, welche sonst immer zu “mehr Eigenverantwortung” usw. aufruft, gibt sich auf einmal gänzlich unliberal:
Nein zur Initiative „Abtreibungsfinanzierung ist Privatsache“ heißt es auf der Seite der FDP-Frauen in der Überschrift zu einem Beitrag, in welchem die Tatsache, daß in der Schweiz die Allgemeinheit die Abtreibungen von einzelnen Frauen finanziert, als “frauenfreundlich” bezeichnet wird. Wenn Verantwortungslosigkeit die Allgemeinheit finanziert, ist dies jedoch weder frauen- noch männerfreundlich. Es ist schlichtweg gegen Eigenverantwortung gerichtet und gänzlich unliberal / unfreiheitlich.
Und zu guter letzt sind auch die SP-Frauen, die sonst ach so emanzipiert sind in Frauenfragen natürlich dafür, daß die Allgemeinheit den Frauen, die Abtreibungen vornehmen wollen, dies finanziert. Von wegen Emanzipation und Selbstbestimmung / Selbstverantwortung.
Wenn die Konsequenzen der Lust der Frau am Sex die Allgemeinheit weiterhin übernehmen soll: Warum übernehmen die Krankenkassen der Schweiz nicht auch in den Leistungskatalog etwas für Männer? Zum Beispiel könnte man – nach der “Logik”, daß Frauen sich die Konsequenzen von sexuellen Handlungen von der Allgemeinheit finanzieren lassen, auch Saunaklub-Besuche in den Grundkatalog der Leistungen von Schweizer Krankenkassen aufnehmen. Die BekämperInnen der Initiative, welche weiterhin wollen, daß Abtreibungsentscheidungen von Frauen die Allgemeinheit tragen soll arbeiten schon jetzt mit Lügen.
Auf der Webseite der der GegnerInnen von Selbstverantwortung heißt es in drei Sprachen:
Frauen haben das Recht, über eine Abtreibung, einen Schwangerschaftsabbruch selbst zu entscheiden
Les femmes ont le droit de choisir l’avortement, l’interruption de grossesse
Le donne hanno il diritto all’aborto, all’interruzione di gravidanza

Abtreibung im Grundkatalog der Krankenversicherung: Die GegnerInnen von Eigenverantwortung und mündigen Frauen arbeiten mit Lügen...
Damit wird der Eindruck erweckt, die Initiative “Schwangerschaftsabbruch ist Privatsache” wolle den Frauen dieses “Recht” (Leben zu töten) nehmen. Das ist überhaupt nicht mal der Fall. Die Initiative fordert nur, daß Frauen die Kostenfolgen für die Nutzung ihres “Rechts” selbst tragen.
Diese Frauen wollen, daß die Abtreibung von der Allgemeinheit bezahlt wird:
Suleika Baumgartner (Grüne Schweiz), Barbara Berger (Zentralsekretärin SP-Frauen Schweiz), Anita Cotting (Geschäftsführende Direktorin Sexuelle Gesundheit Schweiz), Claudine Esseiva (Generalsekretärin FDP Frauen Schweiz), Helene Huldi (Frauenärztin FMH, APAC-Suisse), Lea Kusano (SP-Stadträtin Bern), Stéphanie Mörikofer (ehem. FDP-Regierungsrätin AG), Ursula Nakamura-Stoecklin (Schweiz. Verband für Frauenrechte), Marie Perriard (ehem. Leiterin Familienplanungsstelle Freiburg i. Üechtl., Sexuelle Gesundheit Schweiz), Anne-Marie Rey (Schwangerschaftsabbruch-Infostelle, ehem. SVSS), Susanne Rohner (Sexuelle Gesundheit Schweiz), Babette Sigg (Präs. CVP-Frauen Schweiz), Rosmarie Zapfl (alliance F)
Auf der Seite der Initiativgegner liest sich manches komisch. Dort steht:
Unsere Überzeugung: Abtreibung ist eine private Angelegenheit. Jede Frau hat ein unveräußerliches Recht zu entscheiden, ob sie zu einem bestimmten Zeitpunkt in ihrem Leben ein Kind bekommen möchte oder nicht. Sie muß daher auch frei und in eigener Verantwortung über einen Schwangerschaftsabbruch entscheiden können.
Wenn Abtreibung also eine Privatangelegenheit ist, warum dann die Abtreibungsfinanzierung nicht? Komisch auch: Will der Mann das Kind nicht, dann kann er nicht entscheiden, ob er zahlen will oder nicht. Er muß, wenn er der Vater ist. Bei der Frau aber hingegen soll sogar die Allgemeinheit zahlen, wenn sie auf den Gedanken kommt, sie will das Kind gar nicht.
Und: Jede Frau habe ein unveräußerliches Recht, zu entscheiden, ob sie zu einem bestimmten Zeitpunkt in ihrem Leben ein Kind bekommen möchte oder nicht.
Dazu ist doch zu sagen: Jede Frau hat auch das unveräußerliche Recht, frei zu entscheiden, ob sie zu einem bestimmten Zeitpunkt in ihrem Leben mit jemanden in die Kiste geht und Sex hat oder nicht! Wieso soll die Allgemeinheit dies finanzieren? Wo bleibt nun die Emanzipation, die hochgelobte Selbstbestimmung und Eigenverantwortung?
Wenn um´s Geld geht, hört sie auf. Entweder der Mann soll zahlen müssen oder im Fall eines Schwangerschaftsabbruchs die Solidargemeinschaft über die Krankenversicherung. Das kann es doch nicht sein.
Weiterführendes
Ja zum Leben Zentralschweiz
Ja zum Leben Oberwallis
Ja zum Leben Bern
Liste von Hilfs-Telefonnummern (SOS-Telefon)
Aargau
Ja zum Leben Kanton Aargau
Postfach, 5401 Aarau
SOS-Telefon 056 221 55 57
PC 50-18737-6
Bern / Freiburg
Ja zum Leben Sektion Bern / Freiburg (deutschsprachiger Teil)
Schwarzenburgstr. 73, Postfach 152
3097 Liebefeld
Tel. 031 961 26 44
SOS-Telefon 031 961 27 27
office@ja-zum-leben-bern.ch
www.ja-zum-leben-bern.ch
PC 30-15967-8 (Ja zum Leben Bern)
Hilfsstelle der Sektion Ja zum Leben Bern / Freiburg:
Schwanger, ratlos – wir helfen
Scheuermattweg 4, 3007 Bern
Postfach 1076, 3000 Bern 23
Tel./Fax 031 961 64 74
SOS-Telefon 031 961 27 27
hilfe@schwanger-wir-helfen.ch
www.schwanger-wir-helfen.ch
PC 30-19339-6 (Schwanger – wir helfen)
Ostschweiz / Graubünden
Ja zum Leben Region Ostschweiz und Graubünden
Postfach, 8730 Uznach
Tel. 055 280 39 52, Fax 055 280 29 36
SOS-Telefon 071 352 27 27
PC 90-786-5 und PC 90-14436-0 (Mütterhilfsfonds)
Jazumleben_ostschweiz@hotmail.com
SOS-Hilfsangebote für werdende Mütter in Not
Wohnmöglichkeiten
www.hausuerikon.ch
www.hausamden.ch
Glarus
Ja zum Leben Glarus
Postfach 18, 8775 Luchsingen
Tel. 055 653 11 50, Fax 055 653 11 53
SOS Telefon 079 521 41 50 (Wähle das Leben)
PC 85-518875-0
Solothurn
Ja zum Leben Kanton Solothurn
Postfach 142, 2544 Bettlach
032 645 19 73
SOS-Telefon (während Bürozeiten) 032 622 50 92
PC 45-5406-1
Tessin
Si alla Vita, Sezione della Svizzera italiana
C.p. 10, 6903 Lugano
Tel. und SOS-Telefon 091 966 44 10
Waadt
Oui à la vie Vaud
Cp 65, 1001 Lausanne
Tel. 021 616 88 88, Fax 021 616 88 81
Wallis
Ja zum Leben Sektion Oberwallis
Postfach 181, 3904 Naters
SOS-Telefon 027 923 40 40
info@ja-zum-leben-oberwallis.ch
www.ja-zum-leben-oberwallis.ch
PC 49-362115-8
Zentralschweiz
Ja zum Leben Zentralschweiz
Rotmattstrasse 7, 6045 Meggen
Tel. 041 370 00 10 (kein Fax)
www.ja-zum-leben-zentral.ch
info@ja-zum-leben-zentral.ch
SOS-Telefon 041 755 28 28
PC 60-6681-1
Zürich
Ja zum Leben Sektion Zürich
Postfach 2765, 8033 Zürich
Tel. und SOS-Telefon 044 342 02 28
PC 80-17422-6
Website: www.frau-in-not.ch
Bislang finanziert die Allgemeinheit die Kosten von Abtreibungen. Denn die Solidargemeinschaft muß diese Kosten irrsinnigerweise tragen, weil Abtreibung von Kindern im obligatorischen Leistungskatalog der Grundversicherungen der Schweizer Krankenversicherungen enthalten ist....