Jedes Jahr werden zehntausende Seiten neuer Gesetzestexte und Vorschriften geschaffen, die Schweiz wird immer unfreier, der Bürger immer mehr gegängelt. Der Staat reißt immer mehr Kompetenzen an sich. Besichers stroßend ist das im Kulturbereich. Soll der Bürger doch selbst entscheiden, was ihm gefällt und wofür er zahlen will. Damit wäre alles gut. Aber nein, es gibt seit heute eine „Eidgenössische Tanzkommission“.
Wörtlich heißt es in einer aktuellen Mitteilung der Bundesverwaltung (Denglisch beseitigt): „Das Eidgenössische Departement des Innern EDI hat die neun Mitglieder des allerersten Preisgerichts für Tanz ernannt. Als erstes ist es die Aufgabe des Preisgerichts das Konzept für die eidgenössischen Tanzpreise fertigzustellen, die im Jahr 2013 zum ersten Mal verliehen werden. Die Organisation der eidgenössischen Tanzpreise gehört zu den neuen Aufgaben des Bundesamtes für Kultur BAK.
Und als ob das nicht genug wäre, geht gerade eine weitere Meldung in der Redaktion von Schweizerzeitung.ch ein. Wortlaut:
“Die Eidgenössische Kommission für Lärmbekämpfung (ja sowas gibt es wirklich in der Schweiz) appelliert an die Verantwortlichen aus Wissenschaft, Wirtschaft, Politik und Verwaltung, Maßnahmen zur Erhaltung der Ruhe und zur Schaffung von Ruhe-Inseln, insbesondere in den Wohngebieten konsequent umzusetzen.
Es ist für die EKLB unzumutbar, wenn man nur noch bei geschlossenen Fenstern schlafen kann und auf Balkonen oder in Vorgärten der Außenlärm dominiert. Dem vorsorglichen Schutz von ruhigen Gebieten muss deshalb stärkeres Gewicht beigemessen werden.
Gerade die Raumplanung sollte hier stärker als bisher dafür besorgt sein, daß in den Bauzonen auch Oasen der Ruhe geschaffen werden. Hier sind Raumplaner, Behörden und Politiker und jeder einzelne von uns gleichermaßen aufgefordert, vermehrt Ruhe-Inseln zu erhalten und zu schaffen, damit uns die hohe Wohn- und Lebensqualität erhalten bleibt.“
Natürlich ist das Anliegen an und für sich nicht schlecht. Aber braucht es so eine Kommission? Nein. Denn Gemeinden oder Stadtquartiere, welche sich um die berechtigten Anliegen der Bürger nicht kümmern, werden Wegzüge insbesondere von guten Steuerzahlern erleben, also wird jede Gemeinde ohnedies im eigenen Interesse dafür Sorge tragen, daß ihr Lebensraum so attraktiv wie möglich ist.
Die Eidgenössische Kommission für Lärmbekämpfung, weiß weiter:
“Besonders anfällig sind wir auf Lärmbelastungen während des Schlafes. In unserer Gesellschaft ist Ruhe ein knappes, wertvolles Gut geworden.
Ich erinnere mich an das Haus meiner Oma in Norddeutschland, welches an einem Hanggrundstück lag und zwar zwischen einem See und einer Bundesstraße. Und bei dem die Schlafzimmer nach hinten, also zur vielbefahrenen Bundesstraße hin lagen.
Wenn man dort eine zeitlang übernachtet hatte, hatte man sich an den „Lärm“ gewöhnt. Das ständige Vorbeifahren der Autos an den nach hinten gelegenen Schlafzimmern hatte eine beruhigende, ja schon mediative Wirkung. Meine Oma meinte denn auch, daß man, wenn man ohne die vorbeifahrenden Autos, wenn man diese gewöhnt sei, gar nicht mehr schlafen könne.
Und es ist tatsächlich so. Man muß unterscheiden. Lärm ist nicht gleich Lärm. Kontinuierlich auftretender „Lärm“ kann sogar beruhigend sein. Oder wie sonst könnte es möglich sein, daß Leute in einem (lauten) Zug einschlafen? Oder Kinder in einem Auto schlafen? Bei diesem Höllenlärm?
Die EKLB drückt also etwas gar sehr auf die Tränendrüse. Geweckt, sprich gestört wird man höchstens durch plötzlich auftretenden und ungewohnten Lärm. Z. B. grölende Jugendliche in der Nacht, welche betrunken Flaschen gegen Hauswände schmeißen oder Ähnliches.
Die Eigd. Kommission für Lärmbekämpfung, welche auf Steuerzahlerkosten als Präsidentin Frau Professor. Dr. iur. Anne-Chrstine Favre beschäftigt und weitere soundsoviele Mitarbeiter hat sowie zahlreiche externe Günstlingsfirmen beschäftigt (für Studien usw. usf.), sollte abgeschafft werden. Genauso wie die Eidg. Kommission für Tanz (Tanzkommission) und zahlreiche andere Kommissionen.
Man sollte dafür eine neue Kommission schaffen: Eidg. Kommission für den Schutz der Steuergelder und für Bürger-Freiheit anstatt Gängelei, eine Eidg. Kommission für die Eindämmung der Kommissionsflut bzw. für die Abschaffung überflüssiger Kommissionen.
Jedes Jahr werden zehntausende Seiten neuer Gesetzestexte und Vorschriften geschaffen, die Schweiz wird immer unfreier, der Bürger immer mehr gegängelt. Der Staat reißt immer mehr Kompetenzen an sich. Besichers stroßend...