
Nachdem Hans-Rudolf Merz einen erotischen Roman "Der Landammann" geschrieben und veröffentlicht hatte, veröffentlichte er die Nachfolgewerke nicht mehr
Seitdem Bundesrat Merz diesen Herzinfarkt vor einem Jahr hatte, ist Hans-Rudolf Merz völlig außer Rand und Band.
Medial inszenierte, merkwürdige Auftritte, markige Worte und anschließendes Dauereinknicken und Sololäufe noch und nöcher:
Nicht nur Schweiz-Blog.ch fragt sich, wann Merz endlich zurücktritt. Der namhafte Journalist Peter Bodenmann wurde in der größten Tageszeitung mit den Worten zitiert “Merz hat schon längere Zeit nicht mehr alle Tassen im Schrank”.
Und man fragt sich, ob es nicht besser gewesen wäre für ihn aber vor allen Dingen für die Schweiz, wenn Hans-Rudolf Merz bei dem Schreiben von erotischen Romanen und anderen erotischen Texten geblieben wäre.
Sein erotischer Appenzell-Roman “Der Landammann” und zugleich vermutlich sein Erstlingswerk wurde noch dem Blick zur Verfügung gestellt und sogar als Buch veröffentlicht (beim Buchhändler Amazon sind noch 3 Exemplare für 27 Euro zu bekommen, ein Bestseller wurde das erotische Literaturstück nie).
Der Merzsche erotische Roman “Der Landammann” schilderte z. B. den prallen, strotzenden Busen der teuflischen Serviertochter Cosima, ihren wohlgeformten molligen Körper und auch ihre – man höre und staune – gerundete Nase mit zum Genießen geweiteten Flügeln.
Alle literarischen Ergüsse danach wurden weitgehend nicht mehr publiziert, nachdem Hans-Rudolf Merz mit seinem erotischen Roman den Spott der Öffentlichkeit auf sich zog. Allerdings konnte er es nicht lassen, und spielte dennoch Pressemenschen ab und dann ein bißchen was zu. Z. B. zuletzt ausgerechnet der extrem linken WOZ, die sich dann auch genüßlich drüberhergemacht hat.
Seine weitgehend unveröffentlichten Novellen betitelt Hans-Rudolf Merz selbst als sogenannte Plagiate.
Denn jeder dieser literarischen Ergüsse des Bundesrates Merz sich dem Stil eines berühmten Schriftstellers nachempfunden.
Hierzu gehören etwa Max Frisch, Friedrich Dürrenmatt oder Hermann Burger. Hans-Rudolf Merz´ literarische Ausflüge lassen tief in sein Innenleben blicken.
Schreibend versucht Hans-Rufolf Merz offenbar die Diskrepanz zwischen seiner üppigen Phantasie, die er im öden Alltag unterdrücken muß und seiner Realität zu überwinden. Auch dieser Text enthält viele erotische Elemente.
Eine von ihm als “Plagiat nach Urs Widmer” bezeichneten Text nannte er “Max fährt die Tour de paradis”.
Ein Ehemann, der sich über den öden Alltag seines frustrierenden Familienlebens ausläßt, spielt hierbei die Hauptrolle in dem Text:
Etwa ist er wütend über seine unfähige Frau, die die Rösti versalzen hat:
Mein Gott, die dumme Kuh, nicht einmal zum Salzen reicht es. regt sich der Familienvater auf, blickt griesgrämig auf seine vier triefnasigen Kinder nieder und spürte, wie diese ihn hohl anglotzten und auf einen Fluch oder ein Schimpfwort warteten.
Der Hauptaktör in dem Text ist von «diesen Gofen» angewidert: Eines dümmer als das andere. Au, wenn ich nur schon diese Schafsaugen sehe …” schreibt der Löwe Merz weiter.
“Nein!” brüllte Max, erhob sich, stieß den Stuhl zur Seite, verließ die Küche und schlug die Türe hinter sich zu.
Der angeekelte Familienvater hüpft sodann auf sein Velo und radelt einfach drauflos. Nach einem Velonickerchen´ vollzog er eine Verwandlung wundersam zu einem Champion des Radsports und fuhr in eine tropische Traumwelt hinein, bevölkert von Indianern, Schamanen, Trappern – und vor allem von Babettli, mit der der erotische Moment den Text zum Höhepunkt geführt wird.
Von Weitem erblickte Merz Hauptfigur Max plötzlich den Stand für die Zwischenverpflegung, auf den er in Windeseile zuspurtete, als ginge es um die Punktewertung. (…) Hinter dem Holztisch voller Kartonbecher und “sandwich”-Ttüten stand eine schöne junge Frau im Sari. Max bremste per Rücktritt. Das Fahrrad jammerte in den Stillstand. Nässe und Hitze hatten das Schmieröl versabbert.
“Wer steht denn hinter diesem Verpflegungsstand, wer? – Das ist doch am Ende Babettli, das Nachbarstöchterchen. Ich werde mich doch nicht etwa irren?”, plapperte Max. “Nein”, verneinte Babettli, “ich bins. Seit sechsunddreißig Jahren passe ich Dir im Urwald ab. Und nun holst Du endlich Deine Zwischenverpflegung ab.”
Babette, einst das Mädchen mit den säuberlich geflochtenen Zöpfchen, war ein herrliches, kraushaariges, vollbusiges Weib geworden. Fleischgewordene Süße. Max war erschlagen von ihrem Ebenmaß und ihrer Grazie. Er rang nach Luft. Innen jauchzte es.
«Heimatland, Babettli, wer hätte das gedacht!», stammelte er. (…) «Du bist der Letzte, Max, iß, trink, lockere Deine Muskeln, atme durch, so kann ich den Verpflegungsstand endlich aufheben. Ich werde Dir nachfahren.» Babette zerrte ihr Fahrrad, ein nigelnagelneues Villigerdamenvelo, aus einem Ginstergebüsch und schubste die Pedale in die Ausgangsstellung.
«Küß mich, Max, ich habe seit sechzehn Jahren kein Rasierwasser mehr gerochen», flehte sie, «dabei ist das ganze Feld der Radrennfahrer am Verpflegungsstand vorbeipfupft. Kübler, Koblet, Louison Bobet, Gino Barali, Fritz Schär, Eddy Merckx.» Welche Wonne, schmachtete Max, und zuhause ist die Speckrösti versalzen. Sie wonnten eine Weile.
Und als ob sich Hans-Rudolf Merz mit Peer Steinbrück abgesprochen hätte, taucht plötzlich ein Indianer auf: ./.
«Uauauauau», erscholl es und vor ihnen stand ein Indianer im Kriegsschmuck, einen glimmernden Federkranz um Kopf und Stirne. Sein Gesicht war rot und schwarz bemalt, die Augen stachen dunkel heraus und hatten dennoch nichts Bedrohliches.
Er faßte Max und Babettli bei der Hand und vollführte mit ihnen einen Kriegstanz. Er bog und krümmte sich, wippte mit Hüften und Schultern und schwang ein rhombusförmiges Beil. (…) Eine Squaw trat hervor, sie wiegte mit ihrem Kopf im Takt.
«Uauauauau», sang der Krieger.
«Uauauauaua», seufzte die Squaw zurück.
«Uauauauau», quittierte Max.
«Du hast ein ‹a› vergessen», korrigierte ihn Babettli.
«Das ist mir aber ein seltsames Geheul», wunderte sich Max. «Wenn die nur nicht von MGM oder Disneyland angestellt sind und am Ende noch Trinkgeld erwarten. Meine Taschen sind leer.» (…)
Max wand sich vom Rad, gemartert, als wäre er von einer Remonte gestürzt, sprengte heim, stürmte in die Küche, spachtelte die versalzene Rösti zu Ende, wie wenn nichts gewesen wäre, schreibt Autor Hans-Rudolf Merz in Vulgärsprache.
Hans-Rudolf Merz´Text mündet in der Resignation vor der eigenen Realität des angeekelten Mannes. Keine Indianer mehr, kein Babettli, sondern nur die öde Ehefrau des Familienvaters, der den Hauptaktör spielt. Zurück zum Leben des angeödeten Famielienvaters und Spießbürgers. Ende der Traumwelt des heldenhaften, phantastischen Lebens, zurück in der öden Wirklichkeit.
Unter dem Titel “Darf ein Bundesrat so schlecht schreiben wie Hans-Rudolf Merz?” schreibt der linke zürcher Tagi denn auch:
Intuieren, Influenz & Magnetismus
In den Jahren darauf belustigten sich Journalisten mit Merz’ ernsthafter Prosa: mit dem Buch «Die außergewöhnliche Führungspersönlichkeit. Essay über Elativität und elative Persönlichkeit». («Elativ» ist ein von Merz eigens eingeführtes Adjektiv, das etwa «superlativ» bedeutet.)
Merz beschrieb die elektrisierende Aura des geborenen Führers mit wirklich außergewöhnlichen Worten: «Beim Elativen ist die Intuition als Via Regia der entscheidende Erkenntnisvorgang. (…) Sie ist Eingebung und Sehnen, das eine Empfangen, das andere Erwartung, daher ist der Vorgang des Intuierens eine Influenz, Funke zwischen Subjekten; sie ist Fossil des Paradieses, denn sie kann ‹Göttliches› herbeiführen; sie ist geistiges Geschehen zwischen Magnetismus und Elektrizität.»
Die Frage ist: Kann man jemandem als Politiker trauen, der solchen Quark schreibt?
Wäre man in Frankreich, wo es heißt «Der Stil – das ist der Mann» oder «Zitate töten», dann hätte Merz keine Chance. In der Schweiz trifft dieser Autor die wichtigsten und teuersten Entscheide des Landes
Seitdem Bundesrat Merz diesen Herzinfarkt vor einem Jahr hatte, ist Hans-Rudolf Merz völlig außer Rand und Band. Medial inszenierte, merkwürdige Auftritte, markige Worte und anschließendes Dauereinknicken und Sololäufe noch und...