Streit um die Wahrheit zwischen einem offenkundig links-multikulti ausgerichteten Schulleiter, offenbar ebenso linken Journalisten und einem mißliebigem SVP-Politiker, welcher Eltern-Kritik an einem unter dem Mantel der Multikulti-Ideologie stehenden Schulanlaß einen Plattform bietet:
Thurgauer Zeitung und St. Galler Tagblatt titeln in einem gemeinsamen Artikel “Keiner mußte Türkisch lernen” und beziehen sich hierbei auf einen Blogartikel von Kantonsrat Hermann Lei jun. (SVP Thurgau) mit dem Titel: “Schweizer Kinder müssen Türkisch lernen“.

Schweizer Kinder müssen Türkisch lernen: Die Aussage hinsichtlich des Martin Haffter-Schulhauese stimmt, die Überschrift im Artikel der Thurgauer Zeitung (Bildschirmfoto) ist falsch
Was stimmt nun?
“Alles erfunden“, versucht sich Schulleiter Kurt Alder vom Martin Haffter-Schulhaus zu rechtfertigen. Doch es scheint eher, er erfinde.
Denn im Anschluß widerspricht er sich selbst: «Es wurde mit den Sprachen gespielt und sicher nicht Sprachen unterrichtet», sagt Alder.
Aha, die Kinder durften also quasi freiwillig mit den Sprachen spielen. Das ist also was ganz anderes. Man möchte mal wissen, wieviele Schüler unter Gruppendruck gesagt haben: “Ich will aber nicht mit dieser Sprache spielen.”
Sicher keiner. Es ist also völliger Quatsch, was Schulleiter Alder weismachen will. Kein Kind kann in der Schule dem Gruppendruck (und dem Druck der Lehrer standhalten). Natürlich ist somit die Aussage “Schweizer Kinder mußten Türkisch lernen” richtig.
Ganz anderes trifft auf die Aussage von Schulleiter Kurt Alder gegenüber der Thurgauer Zeitung zu:
Denn nicht einmal diese Aussage von Schulleiter Alder gegenüber der Thurgauer Zeitung ist zutreffend. Richtig ist hingegen sogar, daß die Schüler ein Blatt mit türkischen Grundbegriffen nach Hause nehmen mußten, und diese lernen mußten, also ist die Hauptaussage “Schweizer Kinder müssen türkisch lernen” genau zutreffend.

Das Martin Haffter-Schulhaus in Weinfelden: 30 % oder doch eher 70 % "Ausländer" und Schweizer "mit Migrationshintergrund"? (Bildschirmfotoausriß: Martin Haffner-Schulzentrum Weinfelden)
Auch, daß nur eine Schulklasse des Martin Haffter-Schulhauses Türkisch lernen mußte, die anderen Klassen andere Sprachen wie etwa Tamilisch oder Italienisch lernen mußten, ändert selbstredend doch nichts an der richtigen Aussage im Artikel von Hermann Lei.
Es ist erschreckend, wie Medien sich vor anstehenden Wahlen für Kampagnen einspannen lassen.
Im Artikel von Hermann Lei ist die Rede von einem 70-prozentigem Ausländeranteil. Der Schulleiter spricht davon, daß es “nur” einen Ausländeranteil von 30 Prozent habe. Fakt ist: Mit den Kindern der Eingebürgerten ist der Ausländeranteil wohl näher bei dem, was Lei von den Eltern erfahren hat als bei dem, was der Schulleiter sagt.
Eltern unterscheiden schließlich nicht, ob jemand einen Schweizer Paß hat oder nicht, sondern empfinden auch Schüler mit Schweizer Paß, die eingebürgert sind aber z. B. nur gebrochen Deutsch sprechen, als Ausländer. Bei der gegenwärtigen Einbürgerungspraxis der Schweiz (niemand in ganz Europa bürgert soviel ein), ist es keine Seltenheit, daß auch Kinder, die schlecht integriert sind (etwa, weil sie nur schlecht Deutsch können) die Schweizer Staatsbürgerschaft haben
Daß dem so ist, dafür liefert die Webpräsenz des Martin Haffner-Schulzentrums selbst den Beleg. Dort hat es Rubriken wie “Schulsozialarbeit” oder “Freiwillige Klassenhilfe”. Zu letzterer heißt es: “Seit Beginn des Schuljahres 2007/08 sind bei uns freiwillige Klassenhilfen im Einsatz.”
Und selbst, wenn der Anteil von Schülern mit Migrationshintergrund bei “nur” 60 Prozent anstatt bei 70 Prozent liegt (von denen Lei schreibt), so kann es durchaus Klassen mit einem Anteil von Migrantenkindern von 70 Proezent geben. Dazu äußert sich der Schulleiter Alder bezeichnenderweise nicht bzw. die Journalisten der Thurgauer Zeitung fragen sowas natürlich auch nicht.
Auch die Kernkritik der Eltern “Zu wenig Schweizer Tradition und zu viel Ausländisches” ist sicher richtig. Wenn jede Klasse sich mit einem anderen Land beschäftigt und nur eine sich mit Schweizer Kultur, dann ist dem so. Und es ist nicht gerade ein Aufruf oder eine Motivation dafür, sich zu integrieren.
Auch andere Journalisten treten in jüngster Zeit (es stehen Wahlen an!) vermehrt mit äußerst fragwürdigen “Berichten” in Erscheiung:
Streit um die Wahrheit zwischen einem offenkundig links-multikulti ausgerichteten Schulleiter, offenbar ebenso linken Journalisten und einem mißliebigem SVP-Politiker, welcher Eltern-Kritik an einem unter dem Mantel der Multikulti-Ideologie stehenden Schulanlaß einen...