header

Monthly Archives:August 2014

Zitat zur Zeit

Admin24 post on August 29th, 2014
Posted in Zitate Tags: , ,

Zeit ist nur ein Augenblick

Affäre Geri Müller wird immer mehr zu einem Fall Patrik Müller

Die Affäre Geri Müller wird immer mehr zu Fall Patrik Müller (BildschirmfotoausRI?: Twitterkonto des umstrittenen Journalisten)

Die Affäre Geri Müller wird immer mehr zu Fall Patrik Müller (Bildschirmfotoausriß: Twitterkonto des umstrittene0n Chef-Journalisten)

 

Ich schrieb es schon in meinem ersten Beitrag direkt zu Beginn der Affäre Geri Müller, daß man sich eher mit Patrik Müller als Journalist einer angeblichen Qualitätszeitung befassen sollte.

Die Affäre Geri Müller wird immer mehr zu einem Fall Patrik Müller.

Den Reportern Beat Kraushaar und Sandro Brotz brachte es eine scharfe Rüge des Presserats ein (fehlendes öffentliches Interesse) ein, als sie über die Sex-Eskapaden ihres Mannes im Rotlichtmilieu heimlich recherchierten und öffentlich im Blick berichteten.

Im Fall der Affäre Geri Müller hatten Weltwoche und Blick die Sex-Intima von Geri Müller nicht gebracht, obwohl sie sie vorliegen hatten.

Wann wird eigentlich der Presserat gegen Patrik Müller, Chefredaktor der Schweiz am Sonntag, aktiv?

Wenn Carlos Hanimann von der WOZ und Roger Köppel von der Weltwoche einer Meinung sind, wenn Blick sich zu schade war, die Geschichte zu bringen: Dann fragt sich, wann wird eigentlich der Schweizer Presserat aktiv?

Satire-Video zum Wulff-Rücktritt

Admin24 post on August 22nd, 2014
Posted in Allgemeines Tags:
Wulff-Anruf (Bildschirmfotoausriß: Bild-Zeitung)

Wulff-Anruf (Bildschirmfotoausriß: Bild-Zeitung)

Die Vorwürfe sind groß bzw. die Liste der Vorwürfe lang, ganz unabhängig, was rein juristisch dabei rauskommt oder rauskam.

Das Jugendwort „Wulffen“ 2012 erreichte Platz vier des Jahres. Es kann „jemandem die Mailbox vollquatschen“ bedeuten oder auch „auf Kosten anderer leben“.

Bekanntermaßen hat Wulff versucht, das Erscheinen eines kritischen Artikels über sich zu verhindern. Und der Bildzeitung gedroht.

Komisch, daß davon nichts im Wikipedia-Artikel über die Wulff-Affäre steht.

http://de.wikipedia.org/wiki/Wulff-Aff%C3%A4re

Ein Politiker, noch dazu ein Bundespräsident, der Journalisten bedroht, ist für sich genommen schon unhaltbar. Selbst, wenn man den Wulff-Anruf bei der Bild-Zeitung nicht als Drohung wertet, ist es stoßend, wenn ein Amtsträger, der ein so hohes Amt hat, kritische Berichterstattung über sich zu verhindern versucht.

Hier ein Satire-Video dazu:

Zur Affäre Geri Müller: Nacktbilder von Widmer-Schlumpf…

Nehmen wir einmal an, nicht Geri Müller hätte Nackbilder einer Geliebten gesendet. Nicht Geri Müller hätte dazu obzöne Sex-Texte versendet.

Sondern Widmer-Schlumpf hätte es gemacht. Nehmen wir an, sie wäre geschieden und hätte an einen jüngeren Geliebten obzöne Texte und Nacktfotos gesendet.

Oder Simonetta Sommaruga wäre gerade geschieden und hätte Nacktselfies mit Sextexten versandt.

Was wäre denn dann passiert?

Alle hätten geschrieben, daß das Privatleben der Politikerinnen nichts mit Politik zu tun habe. Mehr noch:

Alle Journalisten hätten die Emanzipiertheit der beiden Damen gelobt. Wie toll das sei, was die gemacht haben und wie modern.

Das wäre passiert.

Oder nicht?

Was meinen Sie?

Vermutlich hätte aber keine Qualitätszeitung, wie sich die Schweiz am Sonntag schimpft, auch noch gegen jegliche journalistische Grundprinzipien verstoßen und auch noch die Sextexte veröffentlicht.Hoffentlich wird der Presserat aktiv (unwahrscheinlich, man kennt ihn ja…) oder jemand bringt es wenigstens vor den Presserat.

Immerhin ist Schweiz-am-Sonntag-Mitinitiant Hanspeter Lebrument (bekennend pro FDP) niemand weniger als der Präsi von „Schweizer Medien“!

Trotzdem entbehrt es nicht einer gewissen Komik, daß es hier bei dieser Affäre einen Politiker einer Partei betrifft, die am liebsten alle Männer entmannen will. Schon komisch.

Mehr zum Thema Geri-Müller-„Affäre“

Inkassosolution: Konsumentenschützer und Staatsfernsehen SRF warnen vor Inkassofirma

Selbst das Schweizer Staatsfernsehen SRF warnt vor Inkassosolution (Bildschirmfotoausriß)

Selbst das Schweizer Staatsfernsehen SRF warnt vor Inkassosolution (Bildschirmfotoausriß)

Durch einen Spämkommentar wurde ich gerade auf die Firma Inkassosolution aufmerksam. Jemand versuchte, die Webseite Inkasso-Offerten durch einen offensichtlichen Späm-Kommentar zum Artikel über das „Recht auf Vergessen“ bei Google zu optimieren. Und zwar ein Herr, der nicht mal Wert auf einen einigermaßen authentisch klingenden Namen zu legen schien bei der „Suchmaschinenoptimierung“.

Er nennt sich „Herr Schwatz“, siehe Bildschirmfoto.

Späm belästigt uns alle und kostet Zeit. Im Impressum der bespämmten Seite, die offenbar an der Inkassobüro Inkassosolution vermittelt, steht eine Werbekracher Deutschland GmbH.

Wie dem auch sei. Der ärgerliche Späm motivierte mich, einmal nachzuguhgeln, wer die Firma ist, die optimiert werden soll bei den Suchmaschinen.

Es kommt dort z. B. ein Bericht des Schweizer Staatsfernsehens, der so beginnt: „Eine dreiste Masche: Das Inkasso-Büro Inkassolution versucht angeblich offene Rechnungen für Zeitschriften-Abos einzutreiben. Die Abonnemente liegen drei Jahre zurück und die Rechnungen sind meist längst bezahlt – oder frei erfunden.“

Im Impressum der vom Spämmer beworbenen Seite steht: Angaben gemäß § 5 TMG: Werbekracher Schweiz Unit Operations c/o Werbekracher Deutschland GmbH Geschäftsführer: Andreas Herrmann Lelka-Birnbaum-Weg 7 22457 Hamburg Germany

Im Impressum der vom Spämmer beworbenen Seite steht: Angaben gemäß § 5 TMG:
Werbekracher Schweiz
Unit Operations c/o
Werbekracher Deutschland GmbH
Geschäftsführer: Andreas Herrmann
Lelka-Birnbaum-Weg 7
22457 Hamburg
Germany

Daß Inkassofirmen Forderungen einfach erfinden ist kein Einzelfall, auch Intrum Iustitia arbeitet so, z. B. bei Inkasso-Tätigkeiten Viele unseriöse Inkassofirmen arbeiten übrigens mit fiktiven, erfundenen Verzugsschäden, Informationen dazu gibt es unter der Aufklärungswebseite www.Verzugsschaden.ch

Doch zurück zu Inkassosolution. Die Erfahrungen mit dem Inkassounternehmen scheinen durchwegs negativ zu sein, wenn man die Internetsuchergebnisse anschaut. Die Inkassofirma treibt zB für Telebilling AG Geld ein und droht mit der Weitergabe der Daten an die Wirtschaftsauskunftei Deltavista.

Nicht nur im Beobachter und im Kassensturz wurde negativ berichtet, sondern auch an vielen anderen Stellen.

Ein Artikel etwa lautet „Leere Drohungen von Inkassosolution“. Hier einige der Warnungen von Konsumentenschützern und Fernsehen:

Zur Gender-Debatte

Gender: Gesinnungsterror und EmanzInnen-Ideologie?

Oder berechtigtes, wissenschaftlich fundiertes Anliegen?

Tod von Peter Scholl-Latour

Der deutsch-französische Journalist Peter Scholl-Latour ist 90jährig verstorben

Er sagte im März 2014 im Merkur über sich selbst:

Ich habe mir nie ein großes Ziel gesetzt. Und ich bin auch nie der Verkünder einer Botschaft gewesen. Auch bekehren wollte ich nie. Ich habe lediglich versucht, dazustellen, was war und ist. Das ist allerdings oft vom Mainstream, von vorherrschenden Meinungen abgewichen.

Bildschirmfotoausriß: Bayerischer Merkur

Bildschirmfotoausriß: Bayerischer Merkur

Ein interessanter Nachruf dazu von Gregor Gysi, Politiker der Linken, auf FB:

Der Tod von Peter Scholl-Latour erschüttert mich schwer. Er war eine sehr eigenständige, sehr eigenwillige und herausragende Persönlichkeit. Er interessierte sich für die Menschen jeglicher Nationalität, jeglichen Glaubens, bereiste die Welt und ließ uns teilhaben an seinen Erfahrungen, seinen Sichten und seinem Wissen. Wenn man nur die Fähigkeit besaß, ihm aufmerksam zuzuhören, ihn interessiert zu lesen, mußte man ihm nicht immer zustimmen, wurde aber klüger. Ich mochte ihn, es tut mir mehr als leid.

Ein Zitat aus der Schweizerzeit Schriftenreihe Nr. 34, 2000, also vor 14 Jahren zur ethischen Verkommenheit der westlichen Gesellschaften und ihrer Kirchen:

Ich fürchte nicht die Stärke des Islam, sondern die Schwäche des Abendlandes. Das Christentum hat teilweise schon abgedankt. Es hat keine verpflichtende Sittenlehre, keine Dogmen mehr. Das ist in den Augen der Muslime auch das Verächtliche am Abendland.“ – zitiert bei Eduard Stäuble: Die Schweiz und die geistige Situation der Gegenwart.“

Und noch ein Zitat, nicht von sondern über Peter Scholl-Latour:

Der Islam hat drei Grundglaubensrichtungen: Sunniten, Schiiten und Peter Scholl-Latour.“ – Jürgen Becker in der ARD-Sendung „Sabine Christiansen“ am 1. Oktober 2006

Peter Scholl-Latour sagte gegenüber Telepolis zur Ukraine-Krise im Bayerischen Merkur:

Journalist: „Was halten Sie von der Empörung und auch der Wut, mit der westliche Politiker auf die Ereignisse in der Ukraine reagieren?“

Scholl-Latour: „Völlig überzogen, unrealistisch und von Voreingenommenheit gegenüber Russland geprägt. Vergessen wir nicht: Weder die derzeitige Kiewer Regierung noch der Präsident sind legitimiert. Auch ich halte wenig von dem gestürzten Präsidenten Janukowitsch. Der rechtmäßige Präsident der Ukraine ist er dennoch. Und was die Amerikaner anbelangt: sie sollten nicht zu laut tönen. Sie haben schon dreimal rote Linien gezogen und nicht eingehalten.“

Ganze Äußerungen hier

Und im Merkur:

„Wir leben in einem Zeitalter der Massenverblödung, besonders der medialen Massenverblödung.“

Auf die Frage „Inwiefern?“ sagte er:

„Wenn Sie sich einmal anschauen, wie einseitig die hiesigen Medien, von TAZ bis Welt, über die Ereignisse in der Ukraine berichten, dann kann man wirklich von einer Desinformation im großen Stil berichten, flankiert von den technischen Möglichkeiten des digitalen Zeitalters, dann kann man nur feststellen, die Globalisierung hat in der Medienwelt zu einer betrüblichen Provinzialisierung geführt. Ähnliches fand und findet ja bezüglich Syrien und anderen Krisenherden statt.“

Ganzes Gespräch hier

Wenn man all das liest, tut die Schweiz wohl recht, nicht vollständig mitzumachen an den Sanktionen gegen Rußland.

Remo Maßat

Adolf Ogi zu Christoph Blocher…

Bildschirmfotoausriß: Blick.ch

Bildschirmfotoausriß: Blick.ch

Was ist von den aggressiven Angriffen von Adolf Ogi (Dölf Ogi) gegen Christoph Blocher zu halten?

Die Partei werde Wähler verlieren, wenn man Blocher weitermachen lasse und „Es braucht Widerstand“, sagt Ogi bewußt öffentlich in der Sonntagszeitung.

Dazu nur einen Gedanken:

In den letzten Jahrzehnten hat die Partei SVP immer nur Wähler dazugewonnen. Und sich zur mit Abstand größten Schweizer Partei entwickelt.

„Konstruktive Kräfte“ nach Definition Ogis

Denn mehr gibt es eigentlich zu den Ratschlägen und Angriffen von Ogi nicht zu sagen.

Oder doch: Ogi nennt Spuhler als einen der Männer, die er unter „konstruktiven Kräften“ verstehe.

Zum Unternehmer Spuhler ist anzumerken, daß er aus dem Verwaltungsrat der UBS schamvoll ausschied, als diese gerade Staatshilfe brauchte.

Soviel zum Unternehmer, der die Schweiz am liebsten wie ein Stück Zucker aufgelöst im schmutzigen Wasser der EU sehen würde.

Und jemand, der schnell abspringt, wenn Not ist als „konstruktive Kraft“? Wohl kaum.

Warum schwieg Ogi?

Und noch eine Frage: Wenn Ogi die Asylinitiative und die Völkerrechtsinitiative so schlecht findet:

Warum hat er sich dann bei den parteiinternen Vernehmlassungen schweigend verhalten?

Wenn ihm Widerstand so wichtig ist?

Und noch eine Frage: Wenn er politisieren und aktiv mitwirken will, warum stellt sich Ogi nicht zur Wahl und bekleidet ein politisches Amt?

Es ist bequem, einfach so zu kritisieren, ohne mitzuwirken. Oder?

Remo Maßat

Mehr zu Spuhler

Mehr zu Blocher

1. August-Rede 2014 von Dr. Christoph Blocher

„Prenez soin de la Suisse!“

Discours à l’occasion du 1 Août 2014 de Dr. Christoph Blocher

Google Schweiz beginnt Einträge zu löschen

Google löscht Einträge: "Recht auf Vergessen"

Google löscht Einträge: „Recht auf Vergessen“

Einmal im Internet, immer im Internet. So heißt es.

Zumindest nicht mehr ganz:

Google hat begonnen, Links zu Beiträgen über Schweizer zu löschen.

Es gab über 1645 Gesuche, die ein Recht auf Vergessen geltend machen wollen.

Die 1645 Gesuche bezogen sich auf 7085 Internet-Adressen.

Wer ein Gesuch um „Recht auf Vergessen“ einreichen möchte, der kann sich an Schlagwort AG wenden: Info (ätt) Schlagwort.ch.

Hier steht auch ein Fachanwalt zur Verfügung, sodaß vorab juristisch abgewägt werden kann, ob ein Gesuch Aussicht auf Erfolg hat und das Gesuch wird zudem fachgerecht eingereicht.

Kapitalschutz-Produkte: Nicht alles, was glänzt, ist Gold…

So wirbt die UBS aktuell für Kapitalschutzprodukte ....

So wirbt die UBS aktuell für Kapitalschutzprodukte ….

Wußten Sie, daß die meisten Anleger mit sogenannten Kapitalschutzprodukten Geld verloren haben?

Selbst große Anleger wie Swatch gehören dazu. Die Swatch-Gruppe klagt wegen einem Verlust von 25 Millionen gegen die UBS.

Noch weniger Rücksicht wird auf Kleinanleger genommen, denn sie haben weniger Möglichkeiten als kapitalkräftige Investoren, gegen Banken und Vermögensverwalter zu klagen.

Daher gilt ganz im Sinne des Kapitalschutzes: Vorsicht vor sogenant „strukturierten Produkten“.

Mehr zum Thema Kapitalschutz hier auf einer Aufklärungswebseite.

--- doch offenbar waren nicht alle Kunden mit den Kapitalanlage-Ergebnissen so zufrieden... (Foto: Remo Maßat / Schlagwort AG)

— doch offenbar waren nicht alle Kunden mit den Kapitalanlage-Ergebnissen so zufrieden… (Foto: Remo Maßat / Schlagwort AG)

Asyl Schweiz: EU-Staaten brechen systematisch das umstrittene Schengen-Abkommen

(Remo Maßat)

Eine geplante Initiative der SVP will die Aussicht auf Asyl nur noch Personen gewähren, die im Flugzeug einreisen.

Das ist sinnvoll vor dem Hintergrund, daß sich Länder wie Italien und andere Schengen-Länder um das Schengen-Dublin-Abkommen einfach nicht scheren.

Die Schengen-Länder: Blau: Vollanwenderstaaten; Hellbau: Nicht-EU-Schengenmitglieder (IS+N+CH+FL), Ockerfarben: Zukünftige Mitglieder (BG+CY+HR+RO); Grün: Kooperierende Staaten (GB+IRL)

Die Schengen-Länder: Blau: Vollanwenderstaaten; Hellbau: Nicht-EU-Schengenmitglieder (IS+N+CH+FL), Ockerfarben: Zukünftige Mitglieder (BG+CY+HR+RO); Grün: Kooperierende Staaten (GB+IRL)

Und vor dem Hintergrund der hohen Zahl an kriminellen Asylbewerbern. Denn Leute, die Asyl suchen, weil sie angeblich mit Leib und Leben bedroht werden, werden sicher nicht als erstes im Gastland kriminell.

Sprich, bei diesen Leuten handelt es sich mit großer Sicherheit um Schein-Asylanten und keine Asylsuchenden, die wirklich Asyl brauchen.

Es ist auch bzw. insbesondere im Interesse der Menschen, die auf der Welt wirklich Asyl brauchen, daß die Schweiz ein asylfreundliches Land bleibt. Daher ist Asylmißbrauch zu bekämpfen.

Denn es wäre doch schade, wenn das Land der Welt, in welchem Asylsuchende mit Abstand die höchsten Leistungen bekommen und am besten behandelt werden, diese Praxis irgendwann nicht mehr haben kann, weil linke Politiker und Politiker der sogenannten Mitteparteien (SVP, BDP, FDP, Grünliberale usw. usf.) die Augen verschließen vor dem Mißbrauch des Asylrechts.

Worum geht es?

Doch worum geht es eigentlich überhaupt bei der neuen SVP-Initiative? Bei der Asyl-Initiative geht es um eine korrekte und konsequente Umsetzung des Dublin-Abkommens und um eine gerechte Verteilung der Asylbewerber zwischen den Ländern, so SVP-Nationalrat Albert Rösti im Blick.

Ich finde, es ist kein ungeheuerliche Forderung, wenn ein Land möchte, daß ein vereinbartes Abkommen eingehalten wird. Es haben schließlich alle unterzeichnet. Und die EU wollte unbedingt, daß die Schweiz es unterzeichnet und auch mitmacht.

Daß das Dublin-Schengen-Abkommen von den EU-Ländern nicht eingehalten wird, das ist hier nachzulesen:

Bericht zum Schengen-Abkommen.

Mehr zum Thema Asyl / Asylmißbrauch

Affäre Geri Müller / Nacktfotos

 

Oft ist Grünen-Politiker Geri Müller als angeblicher Antisemit und Marxist Vorwürfen ausgesetzt. Nun wegen etwas anderem.

Ein paar Gedanken zur politischen Kultur und dem „Stil“ von Boulevard-Medien anläßlich der Selfie-Fotos bzw. der Nacktfoto-Affäre von Geri Müller, die wohl auch eine Medien-Affäre ist:

Der Grünen-Nationalrat soll seiner Ex-Geliebten per Whatsapp Nacktbilder von sich im Büro und anzügliche Nachrichten geschickt haben

Geri Müller (Foto: Grüne Aargau)

Geri Müller (Foto: Grüne Aargau)

Jonas Fricker, der Kantonalpräsident der Aargauer Grünen, sagte zur Nachrichtenagentur SDA zur Affäre Geri Müller

«Wenn dies alles stimmt, dann hat Geri Müller ein Problem.»

Fricker meinte außerdem, daß ihn die Geschichte nichts angehen würde, wenn sie privat wäre. Weil Müller aber vorgeworfen wird, Nacktbilder aus seinem Büro während der Arbeitszeit einer Bekannten geschickt zu haben, sei es «halt schon ein Thema».

Warum vorverurteilt ihn die eigene Kantonalsektion?

Die unter sinkenden Abonnementen-Zahlen leidende Südostschweiz muß es ganz eilig gehabt haben, auf Leserfang zu gehen mit der unppetitlichen Geschichte. Verruschte Sätze und falscher Html-Kode. Auch dieses "Qualitätsmedium", von Hanspeter Lebrument (FDP und immerhin Präsident  Schweizer Medien) gibt ebenfalls private Sex-Texte von Müller der Öffentlichkekit preis (Bildschirmfotoausriß)

Die unter sinkenden Abonnementen-Zahlen leidende Südostschweiz muß es ganz eilig gehabt haben, auf Leserfang zu gehen mit der unppetitlichen Geschichte. Verruschte Sätze und falscher Html-Kode. Auch dieses „Qualitätsmedium“, von Hanspeter Lebrument (FDP und immerhin Präsident Schweizer Medien) gibt ebenfalls private Sex-Texte von Müller der Öffentlichkekit preis (Bildschirmfotoausriß)

Abgesehen davon, daß es der Anstand geboten hätte, daß Jonas Fricker hier hätte sagen müssen, daß er sich noch nicht äußern kann, solange er mit Müller noch nicht selbst gesprochen habe, fragt sich, was Fricker mit dieser Unterscheidung sagen will?

Man kann ja von Geri Müller halten, was man will: Aber wo soll der große Unterschied sein, ob jemand privat oder als Politiker aus dem Büro heraus Nacktfotos bzw. sogenannte „Selfies“ schickt?

Gerade die Bürozeit ist ja die Zeit, mit der Menschen in der Regel – außer sie arbeiten bei der gleichen Firma oder sind beide Politiker und dazu noch in der gleichen Partei – nicht mit dem Partner zusammen ist.

Also kein Wunder, daß Müller sowas nicht in der Freizeit tat (sofern es stimmt) sondern während der Arbeitszeit.

Politiker kein Privatleben?

Ich finde es darüberhinaus äußerst unappetitlich und abstoßend, wie Boulevardzeitungen wie 20Minuten oder Blick intime Texte öffentlich machen. Auch, wenn jemand Politiker ist, hat er doch noch ein Privatleben bzw. ein kleines Recht auf ein winziges Privatleben.

Damit wirbt Jonas Fricker auf seiner Webseite. Es darf bezweifelt werden, ob der Text dort stehenbleibt. Und ob Geri Müller das heute auch noch so sagen würde... (Bildschirmfotosausriß / Großansicht: Bild anklicken)

Damit wirbt Jonas Fricker auf seiner Webseite. Es darf bezweifelt werden, ob der Text dort stehenbleibt. Man kann eher denken, Fricker ist gegenwärtig scharf auf einen Nationalratssitz bei den anstehenden Wahlen 2015. Auf Kosten eines Bisherigen. Und ob Geri Müller das heute auch noch so sagen würde… (Bildschirmfotosausriß / Großansicht: Bild anklicken)

Die genauen Wortlaute der Sex-Texte, die Müller seiner Freundin geschickt haben soll, tun überhaupt nichts zur Sache bzw. sind nicht von öffentlichem Interesse. Hier sollte der Presserat mal von sich aus aktiv werden. Aber wann tut er sowas schon?

Übrigens scheint auch ein Patrik Müller von der Hanspeter Lebruments Südostschweiz wenig auf grundlegende journalistische Prinzipien zu Wert zu legen (siehe Bildschirmfotoausriß). Ich frag mich, was wäre, wenn Lebrument als Präsident der Schweizer Medien aus seinem Büro heraus Selfies verschickt hätte und das publik geworden wäre. Ob dann auch Sextexte von ihm in der Südostschweiz zu lesen wären?

Und nun, am Sonntagnachmittag scheint das ganze eine Kehrtwende zu nehmen, die auch strafrechtliche Folgen für die Frau haben wird, sofern belegbar: Die Frau, mit der er in Kontakt gestanden sei, habe ihn seither massiv unter Druck gesetzt und damit gedroht, Privates an die Medien und Drittpersonen weiterzugeben, so Müller über seinen Anwalt.

Wer solche Parteifreunde hat, braucht keine Feinde mehr: Twitternachricht von Geri Müllers eigener Kantonalsektion nach den Sexfoto-Vorwürfen

Wer solche Parteifreunde hat, braucht keine Feinde mehr: Twitternachricht von Geri Müllers eigener Kantonalsektion nach den Sexfoto-Vorwürfen

Müller selbst schaltete Polizei ein

Müller schaltete zudem selbst die Polizei ein. Und zwar nach Selbstmorddrohungen der Frau.

Und kritisiert, daß er vertraut hat: „Ich muß mir heute vorwerfen, darauf vertraut zu haben, daß Privates privat bleiben würde.“ Weiter äußert er: „Mein Vertrauen wurde bitter enttäuscht und grob mißbraucht.“

Die Frau hingegen wirft Müller vor: Als die Affäre zu Ende war, habe er sie unter Druck gesetzt, den Sex-Chat zu löschen und das Natel abzugeben. Bei dem Verhalten der Frau, die ihre Drohung / Erpressung wahrgemacht hat, die Nacktfotos den Medien zuzuspielen, wohl ein berechtigtes Anliegen des Politikers.

Jonas Fricker greift Geri Müller medial an (Bildschirmfotoausriß: Webseite von Fricker)

Jonas Fricker greift Geri Müller medial an (Bildschirmfotoausriß: Webseite von Fricker)

„Üble Sache, Geri“

Besonders kraß finde ich persönlich, wie Leute seiner eigenen Kantonalpartei ihn medial vorverurteilen und bewußt ans Messer liefern. Etwa durch satirische, lästernd daherkommende Twittereinträge.

Wer solche Parteikollegen hat, braucht keine Feinde mehr.

In dieser Situation hätte sich die Kantonalpartei hinter Müller stellen müssen, bis feststeht, was wirklich ist. Und sagen müssen, daß man, soweit man jetzt Kenntnis hat, davon ausgeht, daß es sich um private Sachen handelt. Und das Privatleben auch bei Politikern Privatsache sei. Daher heiße es ja „Privat“-Leben.

Zudem wäre es wenigstens ein Leichtes gewesen, zu sagen, man äußere sich nicht, bevor man nicht mit dem medial Beschuldigten gesprochen habe.

Ein Ergebnis der Affäre um die Nackt-Selfies scheint jetzt schon festzustehen: Geri Müller hat Feinde in der eigenen Partei und dies sogar in der Kantonalpartei seines eigenen Kantons.

Jonas Fricker muß den Vergleich mit Widmer-Schlumpf wohl kaum noch scheuen. Sie wurde auch hochgelobt, bevor sie die Intrige startete, die schließlich in der Widmer-Schlumpf-Verschwörung mündete.

Damals spannte sie mit SP-Hämmerle zusammen. Vielleicht melden sich ja bald oder irgendwann (bei Gelegenheit…) Bürgerliche bei Fricker?

Man kann von der Sache Geri Müller halten, was man will: Aber egal, wie stark oder wenigerschlimm man sie bewertet: In so einer Situation braucht man keine eigenen Leute, die einem in den Rücken fallen und das Messer wetzen.

Mensch, mensch, mensch…

Remo Maßat

Katzenfleisch: In der Schweiz Tradition – und legal

 

Chinesen haben bekanntermaßen einen anderen Eßgeschmack als Europäer.

Wären Adam und Eva Chinesen gewesen, wäre es wohl kaum zum Sündenfall gekommen.

Denn die Schlange hätte Eva nicht in Versuchung bringen können, den Apfel vom Baum der Erkenntnis zu essen, sondern wäre als leckere Mahlzeit selbst verzehrt worden.

Schlangen sind in Europa keine Haustiere, hier hätten sich wohl noch wenige gestört. Aber in China sind nicht nur Schlangen Delikatessen.

Katzenfleisch sKatzen etwa darf man zwar in China nicht einführen, außer vielleicht, man deklariert sie als Reiseverpflegung. Jedoch werden Katzen in vielen asiatischen Ländern als Delikatesse gegessen.

Doch muß überhaupt in ferne Ländern und Kontinente blicken, um auf kritische emotionale und ethische Fragenstellungen im Zusammenhang mit Eßgewohnheiten zu stoßen?

Spätestens wenn man erfährt und bedenkt, daß Kühe eine gleich hohe Intelligenz haben wie Hunde und eine höhere als etwa Katzen, spätestens ab da wird alles schwierig. Während – nochmals ein kleiner Abstecher nach Asien – in Indien Kühe heilige Tiere sind, werden sie in Europa verzehrt.

Doch Kühe weisen nicht nur eine ausgeprägte Persönlichkeit auf, sondern haben, so die jüngste Tierforschung, auch ein gutes Langzeitgedächtnis. Tierverhaltensforscher haben herausgefunden, daß Kühe auf sozial komplexe Weise interagieren, über eine Vielzahl an Emotionen verfügen und sogar die Fähigkeit, sich über die Zukunft Sorgen machen zu können.

Sollte man also nicht lieber Katzenfleisch bevorzugen, wenn Kühe intelligenter sind? Die Frage müßte sich eigentlich stellen.

Katze auf dem Speiseplan: Für die meisten wohl unvorstellbar, für einige ein Genuß, sie schwärmen davon sogar

Katze auf dem Speiseplan: Für die meisten wohl unvorstellbar, für einige ein Genuß, sie schwärmen davon sogar

Katzenfleisch: Schweizer Tradition

Daß Katzen auf dem Teller landen, hat in der Schweiz Tradition, erfährt man nach kurzer Internetsuche zum Beispiel im Blick. Dort heißt es: Schweizer Bauern haben schon immer Katzenfleisch gegessen. Und während des 2. Weltkriegs, als Nahrungsmittelknappheit herrschte, war Katze für breite Schichten der Bevölkerung eine willkommene Abwechslung auf dem Speiseplan.

Katzenfleisch hab besonders Tradition in der Ostschweiz, namentlich im Kanton St. Gallen, im Appenzell und im Thurgau aber auch in Graubünden und auch im Tessin.

Die Tradition ist belegt, etwa durch den Hinweis in der «Neuen Zürcher Zeitung» vom 24. Januar 1871, daß ein Pfund Hundefleisch nun 1 Franken 50 Rappen koste.

Und was ebenfalls die wenigsten wissen: Es ist zwar gesellschaftlich verpönt aber legal.

Viele essen das Fleisch bestimmter Tiere, anderer Tiere nicht

Kürzlich verursachte der italienische Fernseh-Koch Beppe Bigazzi bei einigen seiner Zuschauer, bei Tierschützern und Politikern Unmut, als er im Fersehen ein Kochrezept für gebratene Katze präsentierte und davon sprach, daß er auch gerne Katzeneintopf esse.

Zeichnung in einer Zeitung zum Thema des früher weiter verbreiteten Verzehrs von Katzen in der mitteleuropäischen Küche. Quelle: Zeitung "Das Volk", 20.3.1914

Zeichnung in einer Zeitung zum Thema des früher weiter verbreiteten Verzehrs von Katzen in der mitteleuropäischen Küche.
Quelle: Zeitung „Das Volk“, 20.3.1914. Text: Gastwirt freundlich zum Gast: „Vielleicht eine Portion Hasenbraten gefällig?“ Gast: „Nein, danke, bin selbst Gastwirt.“

Gemäß dem TV-Koch bereite man Hauskatze am besten zu, indem man sie drei Tage in Quellwasser einlegt und beim Bratenspäter im eigenen Saft schmoren läßt. „Eine Köstlichkeit“ sei dies, schwärmte der Fernsehkoch.

Dieser wurde vom TV-Sener Rai Uno zwar später entlassen, doch er bleibt bei seiner Meinung: Katzenfleisch schmecke viel besser als Poulet oder Chüngel-Fleisch.

Er selbst habe diese Speise mehrfach probiert und sei begeistert von dem Ergebnis. Tierschützer, die Partei der Grünen und auch viele Zuschauer empörten sich über den Koch-Guru Bigazzi.

Fausto Maculan, Enologe und Weinpromoter aus Italien, hielt als einer der wenigen zu seinem angegriffenen Freund: „Ich stehe zu Bigazzi und werde bei der ersten Gelegenheit Katzenfleisch probieren„, sagte er der Zeitung „Corriere del Veneto“. „Ich bin überzeugt, daß es exquisit schmeckt.“ Schließlich würden auch in China Katzen verzehrt, und in Italien habe bisher niemand ein Problem damit, Pferd oder Kaninchen auf die Speisekarte zu setzen.

Wieviele Italiener später das Rezept ausprobierten, ist natürlich nicht feststellbar, aber es dürfte durchaus einige Fernsehzuschauer geben, die sich von der Schwämerei über den hervorragenden Geschmack, ebenfalls die Frage gestellt haben, warum man nicht einmal statt Kaninchenfleisch Katzenfleisch probieren sollte.

Erzählt haben dürften dies die wenigsten, denn es ist auch in Italien gesellschaftliches Tabu, Katzenfleisch zu essen. Selbst in chinesischen Restaurants bekommt man weder in der Schweiz noch in anderen europäischen Ländern Katzenfleisch. Zumindest nicht offiziell.

Katzen im Kochtopf?

Für „Katzen verschwunden chinesisches Restaurant“ liefert die Suchmaschine Google jedoch über 270.000 Ergebnisse. Ein Indiz dafür, daß es offenbar vorzukommen schient, daß im Umfeld von China-Restaurants Katzen verschwunden sind in der Vergangenheit. Oder auch nur, daß viele Katzenbesitzer zu Unrecht China-Restaurant verdächtigen, mit dem Verschwinden ihrer Katze etwas zu tun haben zu können.

Zahleiche Leute werden zitiert, welche Katzenfleisch essen und als sehr schmackhaft beschreiben (Bildschirmfotoausriß: Blick.ch)

Zahleiche Leute werden zitiert, welche Katzenfleisch essen und als sehr schmackhaft beschreiben (Bildschirmfotoausriß: Blick.ch)

Doch Verdacht hin oder her: Auch hier muß man gar nicht erst in fremde Kulturkreise blicken.

Auch, wenn es in der Schweiz legal ist, Hunde- und Katzenfleisch zu essen sagt kaum jemand öffentlich, daß ihm das Fleisch gut schmeckt.

Schweizer essen wieder Katzen

In Stern-TV berichtete in den 90er-Jahren Christoph Wildhaber, daß er seinen Gästen im „Ochsen“ in Widnau ab und zu als Delikatesse Hundefleisch serviere.

Der St.Galler Kantonstierarzt Thomas Giger sagte, daß es in der Ostschweiz durchaus Restaurants gäbe, die Fleisch von Haustieren anböten. Doch sei dies eine absolute Ausnahme.

„Schweizer essen wieder Katzen“ titelte vor einiger Zeit die Boulevardzeitung Blick. Und jüngst gab es jeoch einem Artikel im Tagi (Tagesanzeiger). Die Zeitung zitierte etliche Schweizer, welche – unter Zusicherung der Anonymität – äußerten, gerne Katzen- und Hundefleisch zu verarbeiten und zu essen.

Eine Bäuerin aus dem st. galler Rheintal antwortet auf eine Frage, warum sie Hundefleisch genieße : „Wie verlogen, so etwas zu fragen! Dann dürfte man auch keine Schweine essen!“
Und ein Bauer aus dem Kanton Schwyz sagt im Tagi-Artikel: Früher habe sich kaum jemand darüber aufgeregt, wenn Hundefleisch serviert worden sei. „Heute ist das offenbar verpönt.“ Er wertet dies als Heuchelei einer Gesellschaft, „die sonst nicht genug Fleisch kriegen kann“.

Katzen neben Enten in Käfigen vor ihrer Schlachtung. Das Foto ist auf einem ostasiatischen Markt gemacht worden.

Katzen neben Enten in Käfigen vor ihrer Schlachtung. Das Foto ist auf einem ostasiatischen Markt gemacht worden.

Es sei nichts Außergewöhnliches, „Fleisch ist Fleisch“ so ein Bauer aus dem St. Galler Rheintal in dem Bericht. Und ein Mann aus dem Appenzell wird ebenfalls zitiert, daß er gerne Fleisch ißt, das man nicht im Supermarkt kaufen kann. Ein Kollege, der Metzger ist, häute und zerlege das Tier für ihn und räuchere auch das Fleisch.

Serviere ich Mostbröckli, merkt niemand, daß es Hundefleisch ist„, sagte er gegenüber der Zeitung. Wievielen seiner Gäste er schon Hund anstatt Rindfleisch (daraus sind Mostbröckli normal) serviert hat, ohne, daß sie es merkten, frugen die Journalisten nicht. Es dürften wohl einige gewesen sein.

«Ja, wir essen Katzenfleisch», so eine Bäuerin der Zeitung „Le Matin“. Sie erläutert: „Es ist sehr zartes Fleisch. Ich sage immer, es schmeckt wie Kaninchen, aber es ist weniger fasrig.“ Es gehöre zum Alltag auf dem Land. „Die Katzen fühlen sich bei uns wohl, sie vermehren sich. Wenn es zu viele werden, muß mein Mann einige davon töten. Und die essen wir dann.

„3% der Schweizer essen Katzen“

Martina Karl, Präsidentin eines Tierschutzvereins behauptet, in der Schweiz äßen etwa 3% der Leute Hunde und Katzen. Das wären also 3 von 100.

Nicht ganz von der Hand zu weisen, bedenkt man, daß z. B. Pferdefleisch in der Schweiz im Vergleich zum Ausland sehr beliebt ist, besonders in der Romandie. Es gibt sogar Pferdemetzgereien. Und Pferdefleisch ist in so gut wie jedem Supermarkt und in der Metzgerei in der Schweiz zu kaufen.

Mit der einen Hand die Katze streicheln, mit der anderen die Gabel in ein Stück Kaninchen stechen…

Es ist tatsächlich eigenartig, wie unterschiedlich Menschen verschiedene Haustiere behandeln. Zum Beispiel Kaninchen und Katze im Vergleich.

Bildschirmfotoausriß eines Zeitungsberichts zum Thema Katzenfleisch (Blick.ch)

Bildschirmfotoausriß eines Zeitungsberichts zum Thema Katzenfleisch (Blick.ch)

Doch zurück zu Katzen. Gemäß der Schweizerischen Tiermeldezentrale werden jedes Jahr 10’000 bis 20’000 Haustiere in der Schweiz vermißtgemeldeet. 80% davon sind Katzen. Es erscheint jedoch unwahrscheinlich, daß all diese verschwundenen Katzen im Kochtopf oder Ofen landen.

Am populärsten ist in der Schweiz immer noch Schweinefleisch, mit einem durchschnittlichen Konsum von fast 25 Kilo pro Jahr. Geflügel und Rind kommen auf 11,43 respektive 11,29 Kilo jährlich.

Andere Fleischarten kommen nur auf ganz geringe Konsum-Mengen. Schon gar nicht exotische Fleischsorten wie Froschschenkel. Die Delikatesse aus Frankreich ist selbst im französischesprachigen Teil der Schweiz kaum verbreitet.

Auf Wikipedia ist unter Katzenfleisch die Schweiz auch nicht mehr erwähnt, obwohl Katzenfleisch in einigen Gegenden der Ostschweiz lange Tradition hat. Auf Wikipedia heißt es: „Katzenfleisch dient, in jeweils mehr oder weniger geringem Umfang, unter anderem in Südchina, Nordvietnam, Korea, Peru, Großbritannien zu Nahrungszwecken.“

Dabei hat Katzenfleisch nicht nur in der Ostschweiz, sondern auch im Tessin Tradition. Der Blick schreibt etwa: „Dort hat das Menü «Miau Miau» eine lange Tradition – und sie währt bis heute.“ Katze gilt dort als Festtagsmenü und wird in einigen Familien an Weihnachten angerichtet. Der Blick zitiert weiter eine bekannte Katzenköchin mit den Worten, daß „frisches Katzenfleisch fantastisch schmeckt“. (siehe Bild)

Dennoch findet man in der Schweiz im Internet leicht Rezepte für Dachhase, was die Umschreibung für Katzenfleisch ist. Zum Beispiel hier.

Was auf Wikipedia erstaunt, ist, daß England aufgeführt ist als Land, in welchem gewöhnlich Katze gegessen wird. Als europäisches Land hätten die meisten Großbritannien kaum als Land mit Katzenfleisch-Tradition eingestuft.

Man lernt nie aus.

Google schlägt bei Eingabe des Wortes „Katzenfleisch“ als verwandte Suchanfragen zu Katzenfleisch übrigens folgendes vor:

„Katzenfleisch Rezepte, Katzenfleisch kaufen, Katzenfleisch Deutschland,, Katzenfleisch Geschmack, Hunde- und Katzenfleisch, Katzenfleisch in Döner, Katze Katzenfleisch.“

Das heißt, es wird bei Eingabe des Wortes Katzenfleisch von Google sogleich zuoberst vorgeschlagen: „Katzenfleisch-Rezepte“.

Ein deutlicher Hinweis darauf, daß es offenbar doch eine ganze Menge Leute geben dürfte, die Katzenfleisch verzehren. Denn wer warum wird sonst sooft nach Katzen-Rezepten gesucht? Was will man mit so einer Information sonst machen? Bzw. warum sollte man danach sonst suchen?

 

Zug entgleist in Graubünden: Zugunglück Rhätische Bahn

Zugunglück in Graubünden: RhB-Zug entgleist (Archiv-Foto: Domleschg24.ch / Remo Maßat)

Zugunglück in Graubünden: RhB-Zug entgleist (Archiv-Foto: Domleschg24.ch / Remo Maßat)

Ein Zug der Rhätischen Bahn ist zwischen Tiefencastel und Solis entgleist.

Der RhB-Zug fuhr auf einen Erdrutsch auf.

Bericht aus Graubünden in der Lokalzeitung Domleschg24

Zitat des Tages: Leben und Tage

Admin24 post on August 10th, 2014
Posted in Zitate Tags: ,

Füll deine Tage mit Leben und nicht dein Leben mit Tagen.Balkonsonnenblume für Magda...

Melanie Winiger als Wurst in der Pelle

Melanie Winiger als "Wurst in der Pelle" (Bildschirmfotoausriß Schweizer Staatsfernsehen)

Melanie Winiger als „Wurst in der Pelle“ (Bildschirmfotoausriß Schweizer Staatsfernsehen)

Als ob es mit Conquita Wurst im Moment nicht genug Wurst gäbe, muß nun sich Melanie Winiger noch als Wurst in der Pelle präsentieren.

Bei einer Umfrage des Schweizer Staatsfernsehens stimmten 87 % ab, sie sah bei den Schweizer Musikpreisen (Swiss music awards) aus „wie die Wurst in der Pelle“.

Der traurige Bericht dazu auf dem Modeblog Kleidungsstil.ch

 

Zum Geldsystem (und zur Vollgeldinitiative)

Interessantes Video zum Geldsystem und auch aktuell in punkto Vollgeld-Initiative:

Philipp Hildebrand und Blackrock: Was macht er eigentlich?

Als Schweizer Nationalbankpräsident mußte er dank mutigen Enthüllungen über kriminelle Machenschaften zurücktreten.

BDP, SP, CVP, FDP und so weiter klatschten über die mutigen Enthüllungen keineswegs Applaus. Der ehemalige EU-Politologe und Euro-Turbo Hildebrand war ihnen heiß und lieb.

Das ist Vergangenheit, wenn auch eine perfide.

Doch mal ein Blick in die Gegenwart. Darüber, worüber die Qualitätsmedien der Schweiz so wenig schreiben.

Wo arbeitet der Widmer-Schlumpf-Schützling jetzt? Was macht er? (hier noch weitere Berichte für alle, die nach dem Video überhaupt noch mehr vertragen)

Hier, bei Blackrock:

Warum man Wikileaks unterstützen sollte

Admin24 post on August 5th, 2014
Posted in Allgemeines Tags: , ,

Ein Grund von vielen, warum man Wikileaks unterstützen sollte.

Und warum es gut ist, daß Rußland dem von den USA gejagten Assange Asyl gewährt (und schlecht ist, daß die Schweiz es – noch nicht? – tut).

Die Schweiz wäre ihm zu Dank verpflichtet dafür, daß er aufgedeckt hat, wie sich die USA gegenüber „Partnern“ benehmen. Stichwort NSA.

Zum Thema Rußland hat es hier ebenfalls einige Gedanken.

„Ich weiß, was ich will“

ein Mann, der weiß, was er will

ein Mann, der weiß, was er will: 95.000 Suchergebnisse bei Google

Komisch, wieso schreiben Frauen immer „Ich weiß, was ich will!“

Ein Mann würde sowas nie schreiben.

Aber Frauen immer. Als ob es so wäre, daß eine Frau normalerweise nicht weiß, was sie will : – )

Diese Äußerung kommt immer wieder bei Frauen vor.

"eine Frau, die weiß, was sie will"; 569.000 Suchergebnisse bei Google: Es fragt sich: Warum ist sowas ein Lob für Frauen bzw. eine typische Frauen-Selbstbeschreibung / Selbstäußerung?

„eine Frau, die weiß, was sie will“; 569.000 Suchergebnisse bei Google: Es fragt sich: Warum ist sowas ein Lob für Frauen bzw. eine typische Frauen-Selbstbeschreibung / Selbstäußerung?

Und sie empfinden es sogar als Lob, wenn über sie geschrieben wird, sie seien „eine Frau, die weiß, was sie will„.