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Monthly Archives:November 2013

Zitat des Tages

Admin24 post on November 29th, 2013
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Das Neue ist selten das Gute, weil das Gute nur kurze Zeit das Neue ist.

Arthur Schopenhauer

Briefmarke, 1938. Zum 150. Todestag von Arthur Schopenhauer

Briefmarke, 1938. Zum 150. Todestag von Arthur Schopenhauer

 

Demokratie-Debatte im Nachbarland: Deutschland Schlußlicht im europäischen Vergleich

Franziska post on November 25th, 2013
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Die CDU-Wähler wollen mehr Demokratie, Angela Merkel offenbar nicht

Die CDU-Wähler wollen mehr Demokratie, Angela Merkel offenbar nicht

Zum Abschluß der Koalitionsverhandlungen in dieser Woche fordern die Organisationen Mehr Demokratie, Campact, Democracy International, Omnibus für Direkte Demokratie und openPetition die Verhandlungspartner auf, direktdemokratische Elemente für die Bundesebene im Koalitionsvertrag zu verankern. SPD und CSU sind für die Einführung bundesweiter Volksabstimmungen und hatten in der vergangenen Woche Vorschläge dazu eingebracht.

Die CDU blockiert bei diesem Thema bisher, eine Verständigung steht noch aus. Aus Sicht des Bündnisses dürfen SPD und CSU jetzt nicht nachgeben und müssen ihre Forderungen aufrechterhalten. So könne die große Koalition mit der Einführung nun Demokratiegeschichte schreiben.

Die bisherigen Vorschläge sollten außerdem um die Möglichkeit erweitert werden, eigene Gesetzesvorlagen aus der Mitte des Volkes zu ermöglichen. Bisher waren lediglich obligatorische Referenden bei Kompetenzübertragungen an die Europäische Union oder fakultative Referenden über vom Bundestag beschloßene Gesetze im Gespräch. In Bezug auf die direkte Demokratie auf Bundesebene ist Deutschland im europäischen Vergleich Schlußlicht.

So hat in der Bundesrepublik noch nie eine Volksabstimmung auf nationaler Ebene stattgefunden.

Eindeutig geregelt sind nationale Abstimmungen lediglich bei einer Neugliederung des Bundesgebietes nach Art. 29 GG oder bei der Ablösung des Grundgesetzes durch eine Verfassung (Art. 146 GG) – und das, obwohl das Recht auf Abstimmungen in Artikel 20 des Grundgesetzes festgelegt ist („Alle Staatsgewalt geht vom Volke aus. Sie wird vom Volke in Wahlen und Abstimmungen … ausgeübt.“).

In der vergangenen Woche hatte eine repräsentative Umfrage von Emnid im Auftrag des Focus ergeben, daß 83 Prozent der Unionswählerschaft hinter dem bundesweiten Volksentscheid stehen. Innerhalb der Gesamtbevölkerung sind es 84 Prozent.

Vom Untergang einer deutschen Unternehmer-Familie

Über Madelaine Schickdanz ist ein Buch erschienen

Über Madelaine Schickdanz ist ein Buch erschienen

Es ist selten, daß eine Privatperson vor einem Gericht rund 2,5 Milliarden Franken (1.9 Mio. Euro) einklagt.
Es handelt sich hierbei um Madleine Schickedanz. Der eigene Anwalt hat jedoch gemäß Spiegel Zweifel an der Seriösität der Klage. Es soll sich aber angeblich um eine früherer Vereinbarung handeln bei dem Dokument, in dem er an dem Erfolg der Klage zweifelt.

Die Quelle-Erbin hat Klage beim Landgericht eingereicht, unter anderem gegen das Bankhaus Sal. Oppenheim (heute der Deutschen ank zugehörig) und gegen den Immobilienaufsteiger Josef Esch. Dieser weist im Spiegel jegliche Schuld von sich. Ganz anders klingt es in der linksintellektuellen Zeit.

Auch Thomas Middelhoff, der sich für seinen Antritt bei Karstadt-Quelle eine Provision von 300 Millionen Euro zusichern ließ und als Verwalter des Konzerns später den Konkurs zu verantworten hatte.

Die Zeitschrift Forbes schätzte ihr Vermögen im Jahr 2008 auf 3,9 Milliarden US-Dollar womit sie zu den reichsten Deutschen gehörte.
Nach dem Zusammenbruch von der aus Quelle hervorgegangen Arcandor AG in Deutschland äußerte Schickedanz öffentlich in der Bildzeitung: „Wenn die Rettung von Arcandor scheitert und die Banken die Kredite fällig stellen, verliere ich alles – Häuser, Aktien, Beteiligungen an anderen Firmen. Ich bekäme mit meinen 66 Jahren noch nicht einmal Rente. …/… Wir leben von 500 bis 600 Euro im Monat. Wir kaufen auch beim Diskonter. Gemüse, Obst und Kräuter haben wir im Garten.“

Schickedanz pumpte immer frisches Geld in den Handelskonzern Arcandor (ehemals Karstadt-Quelle) und verlor unter Beteiligung des Bankhauses Sal. Oppenheim beim Zusammenbruch des Konzerns praktisch ihr gesamtes Vermögen. Sal. Oppenheim verlor auch, und zwar seine Selbstständigkeit. Die uralte deutsche Privatbank gehört nun der Deutschen Bank.

In der Schweiz wurde Schickedanz vor allen Dingen bekannt, als sie ihre Luxusvillen in St. Moritz veräußerte (Bildschirmfotoausriß: Blick.ch)

In der Schweiz wurde Schickedanz vor allen Dingen bekannt, als sie ihre Luxusvillen in St. Moritz veräußerte (Bildschirmfotoausriß: Blick.ch)

Der Spiegel berichtet über Madleine Schickedanz und ihren Lebensstil wenig schmeichelhaft: „In den Akten eines Rechtsstreits zwischen der Quelle-Erbin und ihren ehemaligen Geschäftspartnern um das Kölner Bankhaus Sal. Oppenheim, der vom 18. Dezember an vor dem Landgericht Köln verhandelt werden soll, findet sich eine „Liquiditätsvorausschau“ der Schickedanz-Vermögensverwaltung für das Jahr 2005. Sie belegt, was Frau Schickedanz zum täglichen Leben für notwendig hielt. 410 000 Euro sind dort für „Hauspersonal“ veranschlagt. Die Kosten der Schickedanz-Villa in Fürth-Dambach werden mit 900 000 Euro beziffert. Allein der „Gärtner“ kostete 204 000 Euro, 180 000 waren für „Energie/Grundsteuer/Müll/ Kanal/Wasser“ fällig. Dagegen schien die „Villa Greta“ in Spanien mit 500 000 Euro pro Jahr beinahe billig. Die Immobilien am Tegernsee und in St. Moritz kosteten gar nur 100 000 Euro jährlich.“

In der Schweiz wurde Schickedanz bekannt, als sie die Immobilien in St. Moritz verkaufte oder verkaufen mußte.

Jahrzehntelang hat die Tochter des Quelle-Gründers Gustav Schickedanz und seiner zweiten Frau Grete ein Leben geführt als Milliardärin. Drei Ehen. Mitglied des Jetset – mit Villen im Nobel-Skiort St. Moritz  und zahlreichen anderen Orten.

Madeleine Schickedanz war die Frau hinter dem Quelle-Konzern. Sie lebte zurückgezogen, man weiß wenig über sie. Und die Experten streiten sich über ihre Rolle beim Untergang von Arcandor.
Autorin Anja Kummerow, geboren 1970, ist seit 1996 Wirtschaftsredakteurin der Nürnberger Zeitung. Sie geht in einem Buch der Frage nach: Wer ist diese Frau?

Und: Welchen Anteil hat eine der ehemals reichsten Frauen Deutschlands sie an der Pleite von Arcandor oder nicht?

Die Marke Quelle wurde übrigens verkauft und ist weiterhin im Versandhandel tätig, im Internetversand-Geschäft. Allerdings hat die heutige Quelle nichts mit der alten zu tun. Zumindest nicht mit der, als die Firma Karstadt schluckte, sich umbenannte in Arcandor und dann ins Straucheln geriet. Verkauft wurde nach dem Zusammenbruch die erfolgreiche Versandhaus-Marke eines Versandgeschäftes, welches immerhin viele viele Jahrzehnte lang ein Begriff für Qualität und Pünktlichkeit war. Und nun wieder ist.

Larissa Margot Bieler: Mann böse, Frau gut

Von Remo Maßat

Bündner Tagblatt (Südostschweiz) vom 23. November 2013: Larissa Margot Bieler – die allein aufgrund der Tatsache, daß sie eine Person weiblichen Geschlechtes (eine Frau) ist, als Chefredaktorin hochgefeiert wurde – fordert unter der Leitartikel-Überschrift „Larissa Margot Bieler über ein Prostitutionsverbot: Eine neoliberale Form der Sklaverei.

Larissa M. Bieler, die erste Frau in der Leitung einer bündner Zeitung ist offenkundig männerfeindlich eingestellt (Bildschirmfotoausriß: Südostschweiz-Konzern)

Larissa M. Bieler, die erste Frau in der Leitung einer bündner Zeitung ist offenkundig männerfeindlich eingestellt (Bildschirmfotoausriß: Südostschweiz-Konzern)

Nicht nur Bischof Vitus Huonder und andere dürften jubeln. Das linke Mantra von der sexuellen Befreiung und das Mantra „Prostituierte / Prostituierter“ sei ein ganz normaler Beruf, wird ausgerechnet von der Zeitung massiv angegriffen, welche in der Vergangenheit immer aufs Allerschärfste jeden noch so kleinen Funken von Forderungen nach Werten angegriffen hat, welche Huonder und das Bistum Chur vertraten.

Um mal bei diesem prominenten Beispiel (eines von vielen) von hier Angegriffenen zu bleiben.

Man könnte fast meinen, die notorisch links schreibende Südostschweizpresse hätte zumindest beim Bündner Tagblatt eine Wandlung vor sich.

Larissa M. Bieler fordert also ein Prostitutionsverbot für die Schweiz, wobei sie nicht sagt, wie sie dabei vorgehen will. Denn ein Verbot der Prostitution müßte konsequenterweise z. B. auch ein Verbot von Pornofilmen miteinschließen. Schließlich lassen sich auch hier Frauen und Männer für Sex bezahlen. Und mehr: Sogar noch dabei filmen.

Generell finde ich ein Prostitutionsverbot überdenkenswert. Denn es gibt nur Verlierer. Sowohl auf der Seite derjenigen, die Prostituition anbieten als auch auf der Seite, die Prostituion kaufen.

Aber die Argumentation von Bieler finde ich zutiefst abstoßend.

Sie schreibt zwar, daß sie keine männerfeindfliche Emanze sein möchte („nicht gleichzusetzen mit Männerfeindlichkeit“, „nicht gleichzusetzen mit emanzipatorischem Gehabe“).

Dennoch ist der ganze Leitartikel von Männerfeindlichkeit nur so durchtränkt.

Nicht etwa, weil Bieler Alice Schwarzer zitiert.

Sondern aus folgenden Gründen:

Bieler bezieht sich bei ihrer Forderung nach einem Prostitutionsverbot ausschließlich auf das Leid der Frauen. Daß auch Männer, die sich von Prostituierten verführen lassen, Leid davontragen, kommt ihr nicht in den Sinn. Für einen Mann ist es also nach Logik von Larissa Margot Bieler per so was Schönes, Prostitution zu kaufen, Frauen erleiden per se Traumata.

Ich bin eher der Ansicht, die Philippe Wampfler einmal so schön auf seinem Blog vertrat, als er sich ebenfalls für ein Prostitutionsverbot starkmachte, daß es nur Verlierer gibt. Und zwar auf beiden Seiten. Nicht nur auf der Seite der Frau, wie Bieler es weismachen will.

„Und die Freier schaffen den Markt für kaufbaren Sex. Hier muß angesetzt werden“, so Bieler. Also „Frau gut + Frau Opfer“, „Mann böse + Mann Täter“, beim Täter muß man ansetzen und das Opfer schützen.

Daß es auch Frauen gibt, die sich vom Geld verlocken lassen und die einfach – auf Kosten der Männer – ihren Körper für dieses schnelle Geld verkaufen? Das scheint laut Bieler anscheinend nicht möglich.

Bzw. doch: Weiter oben klagt sie zu den Frauen „Der monetäre Verdienst ist verlockend“.

Aber alles nicht im Täter-Tenor, denn Frauen sind ja keine Täter, sondern im Tenor: Die armen Frauen lassen sich wegen dem verlockenden Geld in die Prostitution ziehen. Die armen Opfer.

Ich finde die Forderung von Bieler in der Sache richtig, aber die Männerfeindlichkeit in Bieler Artikel zutiefst abstoßend. Eine ganz asoziale Denkart, so zu tun, als wären Frauen per se gut und Männer per se die bösen Täter.

Und bei der Forderung, man müsse bei den Männern ansetzen, die Prostitution kaufen und nicht bei den Frauen, die Prostitution anbieten, vergißt Bieler, daß es typisch weiblich ist, mit dem Körper Geld zu verdienen. Die Männer sind nicht daran schuld, wenn Frauen ihren Körper verkaufen.

Frauen sind selbstständig denkende Wesen mit einem Gehirn und Verstand, genauso wie Männer. Und doch ach so emanzipiert.

Also bitte nicht die Leier von den bösen Männern, bei denen man ansetzen müsse.

Ein ganz anderer Punkt, der die Perversion dieser „Logik“ von Frau Bieler aufzeigt, ist, daß normalerweise immer beim Anbieter angesetzt wird, wenn man etwas verbieten möchte. Ob Zigaretten, Alkopops, Drogen und so weiter.

Mit der gleichen Argumentation könnte man zum Beispiel in der Drogenpolitik die Drogenkonsumenten bestrafen und nicht die Drogenanbieter. Oder den Zigarettenraucher und nicht den Anbieter. Bei Frauen ist es aber anders: Hier muß nicht bei den Anbietern (Zuhältern + Prostituierte) angesetzt werden, sondern bei den Männern. Denn Männer sind ja die Bösen, Frauen die Guten.Schon die Überschrift: Frauen sind (Opfer) in der Sklaverei. Männer (natürlich) die Täter. (Sklavenhalter) Daß vielleicht Männer die Sklaven des angeblich schwachen Geschlechtes sind, wenn sich die Frauen für Geld anbieten, so könnte man es auch sehen. Die Theorie des angeblich schwachen Geschlechtes stimmt schon lange nicht mehr, nicht nur hier, sondern auch bei Gleichberechtigung (keine Wehrpflicht, weniger Lebensarbeitszeit für Frauen, niedrigere Strafen usw. usf.)Schade, daß Bielers Leitartikel in entlarvender Art und Weise nur so von Männerfeindlichkeit trieft. Denn in der Sache gebe ich ihr zu großen Teilen recht. Sie schreibt weiter unter anderem: Klar ist, wir haben diese Gesellschaft, die den Konsum und der Promiskuität huldigt, zu dem gemacht, was sie heute ist.Und dann folgt: „Ob das die Frauen ihre Menschenwürde kosten darf, darüber muß die Schweiz als zivilisiertes Land diskutieren.“Auch dieser Satz wäre richtig, wäre er nicht einseitig männerfeinlich. Denn beide – sowohl Frauen (Prostituierte) als auch Männer (Freier) verlieren bei der Prostitution ihre Menschenwürde. Der Satz müßte heißen:
„Ob das die Frauen und Männer ihre Menschenwürde kosten darf, darüber muß die Schweiz als zivilisiertes Land diskutieren.“Daher die Frage an Frau Bieler: Warum ist denn nur von der Menschenwürde der Frauen die Rede. Die es ihre Menschenwürde kostet, wenn sie Freier verlocken, bei Ihnen Sex zu kaufen.  Und die Menschenwürde der Freier, die für etwas, was eigentlich unbezahlbar sein sollte – Liebe, Zuwendung, Intimität, Sex – für teures Geld bezahlen? Deren Menschenwürde gibt es nicht?
Ansonsten finde ich die Forderung nach einem Verbot der Prostitution durchaus überdenkenswert. Denn daß es das älteste Gewerbe der Welt ist, mag zwar sein. Und daß Frauen sich immer für die Verlockung von Geld oder anderen Vorteilen prostituiert haben, mag auch sein. Dennoch: Daß etwas schon immer so war, muß kein Argument sein. Nach dieser Logik könnte ein Steinzeitmensch auch gefordert haben, die Menschen müßten weiter in Höhlen leben. Denn dies war schon immer so.

Hier noch zwei Zitate zur angeblichen Daueropfer-Rolle der Frau und passend zur Vorstellung von Bieler, daß Frauen bei Prostitution ausschließlich Opfer sind:

Wenn du siehst, wen einige Mädchen heiraten, weißt du, wie sehr sie es hassen müssen, ihren Lebensunterhalt selbst zu verdienen.  Helen Rowland

Ich bin zunehmend schockiert über die gedankenlose Abwertung von Männern, die so sehr Teil unserer Kultur geworden ist, daß sie kaum noch wahrgenommen wird. Die Männer scheinen so eingeschüchtert zu sein, daß sie sich nicht wehren. Aber sie sollten es tun.   Doris Lessing

Kleiner Nachtrag:

Frau Bieler spricht sicher auch nicht unbewußt nur von den armen Frauen als Opfern bzw. nur von den armen Opferfrauen, deren Menschenwürde leidet. Bei der Südostschweiz wurde sie so vorgestellt im Vorfeld der Übernahme der Chefredaktion:

Arbeitet derzeit in Paris und Mannheim an ihrem Dissertationsprojekt zum Verhältnis von Sinneswahrnehmung und sprachlichem Ausdruck im Geschmacksdiskurs. Ihr Interesse als germanistische Linguistin für die Sprache als Medium zur Konstruktion und Gestaltung von Gesellschaft und Kultur vertiefte sie in der Tätigkeit als wissenschaftliche Projektmitarbeiterin und Dozentin am Deutschen Seminar der Universität Zürich.

Und noch ein Nachtrag:

Auch andere Stimmen äußern sich, namentlich der Chefredaktor der ebenfalls zur SO-Medien gehörenden Südostschweiz, Andrea Masüger.

Zitat zu Entrüstung

Admin24 post on November 23rd, 2013
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Wilhelm Busch 1905

Wilhelm Busch 1905

Entrüstung ist ein erregter Zustand der Seele, der meist dann eintritt, wenn man erwischt wird.

Das Wilhelm Busch-Zitat, das ich gerade las, erinnerte mich direkt an den entrüsteten Kommentar, den jemand heute auf seiner Webseite von sich gab.

An genau die Entrüstung, welche CVP-Nationalrätin Kathy Rickli zu der Enthüllung der Weltwoche dort vom Stapel ließ.

Text in deutscher Schrift von Wilhelm Busch (Schein und Sein)

Text in deutscher Schrift von Wilhelm Busch (Schein und Sein) Was wenig bekannt ist, ist, warum die deutsche Schrift heutzutage im deutschsprachigen Raum nicht mehr geschrieben wird.

 

Dr. sc. nat. ETH Kathy Riklin und ihre Wohnung in Zürich

Kathy Riklin schreibst im Logo ihrer Webseite "liberal" und "sozial". Sie sollte sich schämen.

Kathy Riklin schreibst im Logo ihrer Webseite „liberal“ und „sozial“. Sie sollte sich schämen.

Darf man eine Politikerin als verdorben bezeichnen, wenn sie etwas Verdorbenes tut? Oder ist es ehrverletzend gemäß Schweizer Gesetz?

Zürcher Edel-Adresse Schipfe 45.

Für Wohnraum in dieser Premium-Lage von Zürich stehen hunderte Leute Schlange, wenn einmal etwas frei ist. Berichtet der Tagi kürzlich. Eine Wohnung an der Adresse Schipfe 41 war frei. Die Vermieterin ist die linksregierte Stadt Zürich.

250 Leute wollten die Wohnung.

Wer wohnt denn noch dort?

Wie die Weltwoche enthüllt, die christliche, familien­bewegte CVP-National­rätin Kathy Riklin.

"Positionierung im Zentrum" steht auf Kathy Riklins Webseite. Im Zentrum hat sie sich tatsächlich positioniert... (Bildschirmfoto: Weltwoche)

„Positionierung im Zentrum“ steht auf Kathy Riklins Webseite. Im Zentrum hat sie sich tatsächlich positioniert, 5 Fußminuten vom Bahnhof… (Bildschirmfoto: Weltwoche)

Aber sie zahlt nicht 4.000 Franken, wie ein normaler Mieter, so der Blick, der die Weltwoche-Berichterstattung aufgreift, sondern vergleichweise läppische 2300 Franken für eine Wohnung an dieser Lage und in dieser Größe und Ausstattung.

Die CVP-Politikerin, gegen die gerade ein Strafverfahren wegen Amtsgeheimnisverrat läuft, ist sonst für freches Mundwerk bekannt.

Jetzt aber schweigt die CVP-Millionärin. (Nachtrag: nicht mehr, immerhin – sie nimmt auf ihrer Webseite Stellung. Und bestätigt die Berichterstattung der Weltwoche zu meinem eigenen Erstaunen. Und noch mehr: Sie äußert, daß sie ihr Verhalten nicht für verwerflich halte, jammert, daß es keinen Lift gibt und daß sie außerdem noch im Engadin eine Liegenschaft hat)

Sie hat nebst der Zürich-Wohnung auch einen Zweitwohnsitz im Tessin. Und ist Mitbesitzerin eines lukrativen Mehrfamilienhauses am Zürichberg. Für solche Leute stellt also die linksregierte Stadt Zürich verbilligten Wohnraum zu Verfügung.

Solche Politiker, die in ihrem Logo auf der Webseite das Wort liberal und das Wort sozial haben, bekommen also ganz unliberal, ganz planwirtschaftlich staatlich vergünstigten Wohnraum.

Und was daran sozial sein soll, daß Millionärinnen der CVP links politisieren und auf sozial machen und dann verbilligten Wohnraum in Anspruch nehmen ohne sich dafür zu schämen, das muß mir Kathy Riklin einmal erklären.

Für Wohnungen an der Schipfe, die die linksregierte Stadt Zürich vermietet, stehen hunderte Leute Schlange... Und zwar zum "Normalpreis" wollen diese Leute mieten. Nicht zum Kathy Riklin-Spezialpreis. (Bildschirmfotoausriß: Tagi)

Für Wohnungen an der Schipfe, die die linksregierte Stadt Zürich vermietet, stehen hunderte Leute Schlange… Und zwar zum „Normalpreis“ wollen diese Leute mieten. Nicht zum Kathy Riklin-Spezialpreis. (Bildschirmfotoausriß: Tagi)

„Haben Sie eine Anregung? Zögern Sie nicht, lassen Sie es mich wissen.“ Das schreibt Kathy Riklin auf ihrer Webseite.

Ich habe eine Anregung für sie: Sich öffentlich entschuldigen und dann sofort zurücktreten.

Übrigens schreibt Riklin auf ihrer Webseite schwülstige Texte:

Meine Vision für die Schweiz: Eine Schweiz für Dich – und mich.

Ein Land, das den Menschen menschliche Heimat bietet, sie fördert und fordert – das Eigenverantwortung und Rücksicht kennzeichnet, aber das die Schwachen nicht zurückläßt.

  • Menschliche Wärme
  • Solidarität und Eigenverantwortung im Ausgleich

Das ist ja sehr solidarisch mit der Solidargemeinschaft: Verbilligter Wohnraum für CVP-Millionäre. Und die Worte „die Schwachen nicht zurückläßt“ klingen da doch auch sehr einleuchtend. Auch das Wort Eigenverantwortung ist natürlich sehr ernst-zu-nehmen und keineswegs nur Gesülze. Und das Wort Rücksicht ist auch sehr ernstgemeint. Ganz sicher.

Kathy Rickin behauptet, sie habe "nur" 130.000 Franken zu versteuen... (Bildschirmfotoausriß: Webseite von Kathy Ricklin)

Kathy Rickin behauptet, sie habe „nur“ 130.000 Franken zu versteuen… (Bildschirmfotoausriß: Webseite von Kathy Ricklin)

Auf ihrer Webseite äußert sie zu den Weltwoche-Enthüllungen, daß sie ja nur ach so wenig verdient. 130.000 Franken angeblich „nur“.

Wie geht das bei all diesen Ämtern? (siehe Liste unten) Macht sie die alle gratis? Bekommt man da nichts für? All die Leute, die in diesen Gremien sitzen, arbeiten gratis? Sie führt übrigens bezeichnenderweise die Rega-Enthüllung der Weltwoche an. Die Rega wollte die Zahlen vertuschen und es kam raus, daß ein Rega-Kader wie Herr Kohler mehr verdient, als ein Bundesrat.

Kathy Ricklin hat eine der längsten Listen an Interessenverbindungen von allen Parlamentariern. Es fragt sich bei einer derartigen Flut von Mandaten ja nun wirklich, wie man all diese Mandate noch seriös ausführen kann. Und nebenbei im Nationalrat Politiker sein kann.

Hat sie tatsächlich „nur“ 130.000 Franken in der Steuererklärung angegeben? Wie sie heute schreibt auf ihrer Webseite? Bei sovielen Mandaten?

Was kommt bei Kathy Riklin noch raus? Hoffentlich bleibt die Weltwoche dran.

Remo Maßat

Interessenbindungen

Interessenbindungen
Name Rechtsform Gr. F.
Universitätsrat der Universität Zürich, Zürich Anst. M
Berufslehr-Verbund Zürich (BVZ) Stift. Sr. M
Schweizerische Stiftung PRO VENEZIA, Bern Stift. Sr. M
Stiftung Pusch (Praktischer Umweltschutz Schweiz) Stift. Sr. M
Forum VERA, Verantwortung für die Entsorgung radioaktiver Abfälle, Bern Ve. V P
Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte (GSK) Ve. V M
Helvetas, Schweizerische Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit, Zürich Ve. Bei. M
International Association for the Exchange of Students for Technical Experience (IAESTE) Ve. V M
INTERTEAM Ve. V M
Pro Natura, Zürich Ve. V M
Schweizerische Gesellschaft für Aussenpolitik (SGA) Ve. M
Schweizerische Vereinigung für Geothermie (SVG) Ve. V P
SwissICT Ve. V M
Winterhilfe Kanton Zürich Ve. V P
Organe consultatif sur les changements climatiques (OcCC) (Beratendes Organ) P
Scaht, Swiss Centre for Applied Human Toxicology (Strategisches Leitungsorgan) P
Schulrat der HWZ Hochschule für Wirtschaft Zürich P

 

 

 

Zitat des Tages

Admin24 post on November 22nd, 2013
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Statue von David Hume in Edinburgh

Statue von David Hume in Edinburgh

„Keine Zufälligkeit irgendwo im Universum, keine Gleichgültigkeit, keine Freiheit. Während wir handeln, wird gleichzeitig an uns gehandelt.“

David Hume

Über Roman Koidl hab ich ja …….

Admin24 post on November 22nd, 2013
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…. zurecht auch mal hergezogen. Im Zusammenhang mit seiner – zurückhaltend formuliert – seltsamen Einschätzung in punkto Christoph Mörgelis rheotischer Bedeutung / Bedrohung.

Aber heute ist er bei mir im Ansehen gewachsen.

Er kennt bzw. liest und mag offenbar Georg Trakl.
Und zitiert ihn in folgendem Zusammenhang: Schwester stürmischer Schwermut, sieh ein ängstlicher Kahn versinkt unter Sternen, dem schweigenden Antlitz der Nacht.

Es wurde posthum sogar musikalisch verarbeitet von „Das Ich“:

Erholung bedeutet nicht Nichtstun

Franziska post on November 21st, 2013
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Der menschliche Körper braucht Herausforderungen um sich wirklich erholen zu können. Nur am Strand liegen hilft dem Körper nicht sich zu entspannen und man kann somit auch keinen Streß abbauen.

Wenn man sich im Urlaub wirklich richtig erholen will und sollte man sich aktiv regenerieren. Dazu gehört körperliche und geistige Betätigung. Am besten sind kleine Wanderungen oder regelmäßiges Schwimmen gepaart mit Museumsbesuchen, Musik hören und lesen. Am allerbesten ist es natürlich wenn man gar keinen allzu großen Streß hat, bevor man seinen Urlaub antritt. Durch das Nichtstun verkümmern wir nur, denn Herausforderungen sind lebensnotwendig.

Der Arzt Jürg Kuoni führt dieses Thema in einem Interviem im Tages-Anzeiger vom 29. Oktober 2013 aus. Er hat verschiedene Untersuchungen durchgeführt um den Streßpegel der Menschen zu messen und hilft ihnen dabei ihren Streß zu senken.

Spitzenposition in EU-Statistik

Franziska post on November 21st, 2013
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Nirgendwo in Europa sind die Wohnungen so teuer wie in Genf, und auch Zürich ist mit an der Spitze dieser Statistik. Die EU befragte dazu Bewohner aus 83 Städten Europas um die Lebensqualität zu messen.

Doch was Zürich an bezahlbaren Wohnungen fehlt macht es mit der Lebensqualität wieder gut. Zürichs Bewohner sind mit ihrem Leben sogar zufriedener als die Menschen in Reykjavik und Kopenhagen.

Außerdem sind die Zürcher sehr zufrieden mit ihrer Infrastruktur, noch vor Rostock und Helsinki. Die Schlusslichter hierbei sind die drei italienischen Städte Rom, Napoli und Palermo. Auch bei den Behörden ist Zürich ganz vorn.

Am glücklicksten sind die Zürcher aber nur an dritter Stelle hinter Hamburg und Aalborg.

Zitat zum Herbst

Admin24 post on November 20th, 2013
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Photolautrec

Henri de Toulouse-Lautrec

Der Herbst ist der Frühling des Winters.

Henri de Toulouse-Lautrec

Weitere Zitate auf: gelesen.ch

Es weihnachtet schon…

… Es weihnachtet schon oft vor Weihnachten so stark, daß man irgendwann Weihnachten selbst gar nicht mehr sehen kann.

In den Fußgängerzonen ist zum Glück noch keine Weihnachtsbeleuchtung und die meisten Läden halten sich mit Weihnachtsdekoration im Moment noch zurück.

Im Internet weihnachtet es bereits kräftig (Bildschirmfotoausriß: Ackermann.ch)

Im Internet weihnachtet es bereits kräftig (Bildschirmfotoausriß: Ackermann.ch)

Im Internet weihnachtet es schon früher. Wohl aus Marketinggründen aber auch wohl, weil, wer über das Internet Weihnachtsgeschenke bestellt, diese erst geliefert bekommen muß.

Einheitliche Termine gibt nicht. Wer im Internet ein Weihnachtsgeschenk bestellen will, sollte auch das Kleingedruckte lesen. Dabei geht es nicht nur um Lieferzeiten. Sondern auch darum, daß einige Händler / Internetversandhäuser keine Garantie dafür geben.

Denn das heißt nichts anderes als: Kommt die Ware später, dann ist das halt Pech. Und man kann nach Weihnachten Bescherung machen und schenken.

Über die Lieferzeiten und inwieweit sie garantiert sind, sind aber auch andere Punkte zu beachten.

Um sicherzugehen, daß alle Ihre Weihnachtseinkäufe sicher und pünktlich vor den Festtagen ankommen, sollte man bei Bestellungen darüberhinaus auch folgende Punkte beherzigen:

Verfügbarkeit prüfen (was nützt es, wenn im Kleingedruckten steht, Lieferung erfolgt nach Verfügbarkeit und man dann Anfang Januar die Weihnachtsgeschenke geliefert bekommt und unterm Tannebaum erklären muß: Weißt Du, das bekommst Du dann nächstes Jahr… Hier schonmal ein Foto aus dem Prospekt…) Wenn man mehrere Artikel in einer Bestellung zusammenfaßt, dann dies dazu führen, daß die Bestellung erst dann ausgeführt wird, wenn alle Artikel verfügbar sind.D. h., wenn z. B. ein Buch oder Kleidungsstück nicht verfügbar ist, dann kommt der ganze Rest auch erst später.

Besonders Leute, die erst noch die bestellten Weihnachtsgeschenke verschicken müssen (wir leben ja in einer Welt, in der die Familien nicht mehr zusammenleben…),  die sollten genügend Zeit einplanen. Nicht nur für die Lieferung der Bestellung sondern auch für den eigenen „Versand“ der Weihnachtsgeschenke.

Insofern: Gut, daß es jetzt schon weihnachtet.

Und: Glücklich, der Geschenke immer dann kauft, wenn ihm etwas zu einer konkreten Person gerade gefällt und nicht erst an Weihnachten oder ähnlichen Zwangsterminen.

 

Journalist Christian Bütikofer und Qualität bei Tamedia

Der Journalist, der über mich 2009 im Tagi die Lüge geschrieben hatte, ich würde angeblich auf Bahamas geschäften (obwohl ich noch nie dort war, geschweige denn dort geschäftet habe, er hätte sich lieber mit Pietro Supino einmal befassen sollen und seiner Vergangenheit, der war eher auf Bahamas als ich), hat mal wieder eine ganz wirklich glänzende und wahnsinnig gut recherchierte Geschichte verfaßt.

Angst offenbar vorm eigenen Arbeitgeber, man muß sich vermummen: Anonyme Tages-Anzeiger-Redaktoren protestieren gegen (noch mehr) Qualitätszerfall bei Tamedia bzw. Konvergen beim Tagi. Bild: Flickr/liryon (CC BY-SA 2.0)

Angst offenbar vorm eigenen Arbeitgeber, man muß sich vermummen: Anonyme Tages-Anzeiger-Redaktoren protestieren gegen (noch mehr) Qualitätszerfall bei Tamedia bzw. Konvergen beim Tagi. Bild: Flickr/liryon (CC BY-SA 2.0)

Wobei es hier wohl nur um ein bißchen Füllmaterial an Buchstaben ging und nicht darum absichtlich und bewußt, aus offenbar politischen Motiven heraus (oder um dem damaligen Chefredaktor zu gefallen?) Lügen zu schreiben.

Durch Zufall lese ich es und frag mich: Und der Mehrwehrt von dem „Bericht“?

Berichten tut „Qualitätsjournalist“ Bütikofer über Schweizer Uhren bzw. einen Unternehmer aus den USA, der angebliche oder tatsächliche Schweizer Uhren verkauft.

Im Wesentlichen erfahren wir im Bericht die Wiedergabe der Behauptungen des US-Unternehmers.

Was erfahren wir eigentlich?

Daß er CH-Uhren für 100 Franken verkauft.

Ob es nun tatsächlich Schweizer Uhren sind oder nicht? Man erfährt es nicht. Recherche? Null.

Man erfährt nichts, außer eine bloße Wiedergabe der Behauptungen des Mannes.

Ja, und weiter? Null.

Bilden Sie sich Ihre eigene Meinung (unten).

Das ganz paßt hinsichtlich Recherchequalität absolut zu den Dokumenten, welche Schlagwort AG jüngst zugepielt wurden in in punkto Qualität und Tamedia und welche ich hier oder auf einer – aufgrund des perfiden Umfangs – extra dafür eingerichteten Domäne, öffentlich machen werde.

Besonders verwerflich ist in meinen Augen, daß der Tagesanzeiger unter dem Mäntelchen der angeblichen Seriösität daherkommt, aber immer mehr in Boulevard tendiert, diesen untermischt.  Die Recherche oder eine wirkliche journalistische Leistung bleiben hierbei immer mehr auf der Strecke.

Während es 2009 vielleicht noch politisch motivierte Lügen waren, die Qualität / Wahrheit also bewußt mit Füßen getreten wurde, ist es jetzt einfach dieser Grund, wenn die Tamdia-Presse auf Qualität verzichtet. Mehr Einnahmen durch weniger Recherche und mehr Boulevard-Beimischungen.

Tja, nicht überall ist ein großzügiger Investor wie Christoph Blocher zur Stelle, der viel viel Geld investiert, damit journalistische Recherche gestärkt wird. Anderswo geht es nicht um Medienvielfalt und schon gar nicht um Medienqualität oder Recherche.

Bevor der aufschlußreich recherchierte "Bericht" verschwindet aus dem Internet, lieber ein Bildschirmfoto zur Dokumentation...

Bevor der aufschlußreich recherchierte „Bericht“ verschwindet aus dem Internet, lieber ein Bildschirmfoto zur Dokumentation…

Glanzvoll recherchierter "Bericht" von Christian Bütikofer in der Handelszeitung...

Glanzvoll recherchierter „Bericht“ von Christian Bütikofer in der Handelszeitung…

Zitat des Tages

Admin24 post on November 19th, 2013
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Arthur Schopenhauer, gemalt 1855 von Jules Lunteschütz

Arthur Schopenhauer, gemalt 1855 von Jules Lunteschütz

Das Leben kann als ein Traum angesehen werden und der Tod als Erwachen.

Arthur Schopenhauer

Wintereinbruch und was wird passieren?

Admin24 post on November 19th, 2013
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Viele Autolenker werden auch dieses Jahr wieder völlig erstaunt sein, daß es Ende November einen Wintereinbruch geben könnte: 2/3tel kurven mit Sommerpnö umher... (Bildschirmfotoausriß: TCS.ch)

Viele Autolenker werden auch dieses Jahr wieder völlig erstaunt sein, daß es Ende November einen Wintereinbruch geben könnte: 2/3tel kurven mit Sommerpnö umher… (Bildschirmfotoausriß: TCS.ch)

Wieder haufenweise Unfallmeldungen an diesem Tag.

Weil wieder alle Autolenker völlig überrascht sind, daß irgendwann Ende November kurz vor Weihnachten auch mal der Winter kommt.

Jedes Jahr dasselbe. Am ersten Tag vom Winter immer noch mit Sommerreifen rumkurven.

Doch wer denkt: Naja, das sind einzelne, wenige Autolenker. Keiner will doch seinen Versicherungsschutz im Falle eines Unfalles einbüßen, der täuscht sich.

Der TCS berichtet von einem ziemlich überraschend anmutenden Ergebniß einer aktuellen Studie:

Laut einer repräsentativen Umfrage des TCS waren Ende Oktober 64 Prozent der Automobilisten noch immer ohne Winterreifen unterwegs. Diese sind für das Fahren bei Glätte, Nässe und tiefen Temperaturen viel besser geeignet und sollten deshalb vor dem ersten Schneefall montiert werden.

Im Auftrag des TCS hat das LINK Institut, eines der führenden Schweizer Markforschungsunternehmen, zwischen dem 11. und dem 28. Oktober eine repräsentative Umfrage bei über 1‘200 Automobilisten durchgeführt. Das Resultat überrascht: Trotz ersten Schneefällen auf Schweizer Straßen im Oktober und den Erfahrungen aus den frühen Wintereinbrüchen der vergangenen Jahre gaben immer noch 64 Prozent der Befragten an, ohne Winterreifen unterwegs zu sein. Es ist somit absehbar, daß viele von Ihnen vom nächsten Schneefall sprichwörtlich kalt erwischt werden.

Auch sonst sind viele Autos offenbar nicht auf den Winter eingerichtet.

Frostschutzmittel? Wozu? Brauch man ja nicht. Es ist ja noch so gut wie Sommer. Auch Eiskratzer und Türschloßenteiser sind daher ja völlig überflüssig.

Kühlwasser, Scheibenwischanlage brauchen noch keine frostschutzsichere Flüssigkeiten. Denn im Winter ist es ja extrem selten, daß es Frost gibt.

Alte Autobatterien geben bei Minusgraden ebenfalls den Geist sicher nicht auf, warum also austauschen.

Es werden wieder am ersten Tag des im November völlig überraschend kommenden Winteranfangs etliche Autos stehenbleiben. Und großes Erstaunen einsetzen, daß es im Winter manchmal Frost gibt.

Da ist man doch froh, wenn man Zugfahrer ist und solche Automeldungen über Unfälle und Blockaden allenfalls redaktionell verarbeiten muß.

Wer als Autolenker dennoch daran zweifelt, daß es im November vielleicht doch eher Winter als Sommer ist und keine CH-Preise für Autoteile zahlen will, kann im Internetzeitalter ausweichen.

Teile-Direkt Schweiz ist z. B. ein Anbieter, der wie wie andere deutsche Diskonter in die Hochpreisinsel eindringt. Anders als man annehmen sollte anhand des Namens ist die Zentrale in Berlin. Allerdings wird CH-Kundendienst geboten mit CH-Telefonnumer und CH-Lieferung etc.

Das einzige, was an Teile-Direkt und ähnlichgelagerten Anbietern unschweizerisch ist, ist, daß man keine Schweiz-Preise (Zitat: Martullo Blocher) zahlt.

Monovi, Nebraska: Stadt mit nur einem Einwohner

Karte der Stadt Monowi

Karte der Stadt Monowi

Die kleinste Gemeinde der Welt hat nur einen Einwohner. Und heißt Monovi. Als ob man bei der Namensgebung schon geahnt hätte, daß es mal nur einen Einwohner geben wird, ist „Mono“ Bestandteil des Gemeindenamens.

In den Dreißigerjahren hatte Monowi noch 150 Einwohner.
Und der Ort zeigt auch exemplarisch, wie wichtig eine gute Verkehrsanbindung ist.

Die Eisenbahn schloß und 1940 waren es noch 99 Einwohner, schließlich sank die Einwohnerzahl Monovis bis auf 2.
Das war das Jahr 2000. Seitdem der Mann der heute einzigen Einwohnerin, Elsie Eiler, gestorben ist, hat die Stadt nur noch einen Einwohner.

Die Bibliothek von Monowi hat 5.0000 Bücher.

Die Bibliothek von Monowi hat 5.0000 Bücher.

Monowi hat eine Bibliothek: „Rudy’s Library“ hat über 5.000 Bücher. Und es gibt einen Gastbetrieb „Monowi Tavern“.

Beide werden von der einzigen Einwohnerin unterhalten. Die Schankerlaubnis für den Gastbetrieb stellt sie sich selbst aus.

Und einstimmig wurde sie zur Bürgermeisterin gewählt.

Wer auf der Webseite des „United States Census“ vom Jahr 2010 nachschaut, stößt auf folgende surreal anmutende „Statistik“:

Einwohnerzahl: 1
Durchschnittsalter: 76,5 Jahre
Einwohner sind zu 100 % weiß und weiblich.
Durchschnittliche Haushaltsgröße: 1

Monowi in Nebraska: Das Ortsschid

Monowi in Nebraska: Das Ortsschid

Claudio Kuster zur 1 zu 12-Initiative

Claudio Kuster, persönlicher Sektretär Thomas Minders, ist kein Unbekannter.

Durch die Abzockerei-Initiative, die gegen den massiven Widerstand der umstrittenen Globalisierungs-Interessenvertretung EconomieSuisse deutlich angenommen wurde, kennen ihn viele.

Heute twittert er zur 1 zu 12-Initiative:

«1:50» wäre mir lieber als @1zu12. Dennoch stimme ich Ja, da «1:50» viel näher an @1zu12 als an Realität «1:1812»

Bildschirmfoto: Claudio Kuster auf Twitter zur 1 zu 12-Intiative

Bildschirmfoto: Claudio Kuster auf Twitter zur 1 zu 12-Intiative

Konsumentenschutz: Politik verschleppt Revision des Kartellgesetzes

Der Schweizerische Konsumentenschutz SKS kritisiert Bundesrat Schneider-Ammann scharf.

Seit dem von Bundesrat Johann Schneider-Ammann einberufenen runden Tisch zur Bekämpfung von überhöhten Importpreisen sind mehr als zwei Jahre vergangen, so der SKS.

Doch nach wie vor bezahlen Konsumenten in der Schweiz für identische Produkte in der Regel deutlich mehr als in unseren Nachbarländern, so die Verbraucherorgansiation, welche weiter die Auffassung äußert, daß das Kartellgesetz revidiert werden müsse: „Eine Lösung für dieses Problem wäre ein verschärftes Kartellgesetz, doch die vorberatende Kommission für Wirtschaft und Abgaben des Nationalrates (WAK-N) verschleppt die Beratung.“

Die Hochpreisinsel Schweiz wird sich langfristig kaum halten lassen in dieser Form. Immer mehr Anbieter aus dem Ausland zeigen Präsenz. Bild: Deutsche Firmenadresse aber Schweizer Kundendienst mit CH-Telefonnummer eines solchen Anbieters (Deerberg)

Die Hochpreisinsel Schweiz wird sich langfristig kaum halten lassen in dieser Form. Immer mehr Anbieter aus dem Ausland zeigen Präsenz. Bild: Deutsche Firmenadresse aber Schweizer Kundendienst mit CH-Telefonnummer eines solchen Anbieters (Deerberg)

Im Sommer 2011 veranstaltete Bundesrat Johann Schneider-Ammann einen runden Tisch, um Wege gegen überhöhte Preise für Importgüter zu suchen. Seither ist wenig geschehen.

Nach wie vor zahlen Schweizer für identische Produkte deutlich mehr als in den angrenzenden Ländern.

Und dies, obgleich dort die Mehrwertsteuersätze deutlich höher sind. In Deutschland und Österreich um 20% anstatt wie in der Schweiz 8%.

Insbesondere die Preisunterschiede zu Deutschland sind unerklärlich groß, so der SKS. Laut aktuellen Zahlen von Preisbarometer.ch kosten identische Kosmetikprodukte bei Schweizer Anbietern durchschnittlich zwischen 73 – 82% mehr als bei deutschen Anbietern.

Bei den Kleidern 27%. Bei Wintersportartikeln 22%. Und bei Schuhen 13%.

Um dem Problem der überhöhten Importpreise Herr zu werden, hat der Bundesrat eine Revision des Kartellgesetzes angestoßen. Nachdem der Ständerat die Vorlage beraten und eine gute Lösung gefunden hat, beschäftigt sich seit dem Juni 2013 die Kommission für Wirtschaft und Abgaben des Nationalrates (WAK-N) damit.

Die Kommission scheint jedoch wenig Interesse daran zu haben, rasch eine Gesetzesänderung in die Wege zu leiten: Die Beratungen der WAK-N ziehen sich in die Länge und werden erst nächstes Jahr fortgesetzt, während die Konsumenten weiter darauf warten, daß endlich etwas gegen die Hochpreisinsel Schweiz unternommen wird.

Wer also etwa Kleider, Winterkleidung oder Schuhe nicht überteuert kaufen will, dem bleibt als Schweizer Verbraucher nur, den Weg über das Internet zu gehen. Denn hier kann der Markt sich nicht abschotten. So gibt es inzwischen zahlreiche Anbieter mit deutschen Wurzeln, welche auch in der Schweiz präsent sind.

Zum Beispiel die Firma Deerberg, die schon vom Namen her nicht schweizerisch, sondern norddeutsch klingt. Mit Deerberg Schweiz gibt es eine Präsenz im Inland.

Und zwar nicht nur virtuell, sondern auch mit schweizerischer Telefonnummer und CH-Kundendienst erreichbar.

Langfristig wird sich die Hochpreisinsel Schweiz wohl auf mehr Wettbewerb einstellen müssen. Was Schneider-Ammann auch bedenken sollte als Politiker: Vielleicht kann es sein, daß die Preisabschottung unter dem Strich dem ein oder anderem CH-Anbieter, der noch nicht mit dem Kartellgesetz konfrontiert ist, mehr Gewinne bringt.

Aber dem Staat entgehen sicher Steuereinnahmen durch die Tatsache, daß Schweizer Konsumenten ins Ausland zum Einkaufen fahren oder einfach ins Ausland mit der Maus klicken. Umso einfacher, wenn Anbieter sogar im Inland erreichbar sind.

100 oder 1.000 Jahre arbeiten…

Admin24 post on November 18th, 2013
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Spitzenlöhne werden von den Gegnern der 1:12-Initiative als Ausreißer dargestellt.

Bei gewissen Firmen sind sie systematisch hoch.

Eine Auswertung der zehn Managerstudien von Travailsuisse, die seit 2003 publiziert wurden, zeigt: Dutzende von Firmen zahlen ihren Geschäftsleitungsmitgliedern jahrelang sehr hohe Entschädigungen.

Sechs Schweizer Unternehmen fallen jedes Jahr auf: UBS, (UBSN 16.9 -0.35%) CS, Zurich, Novartis, (NOVN 71.75 -0.69%) Nestlé und Roche. Die Lohnspannen dieser Firmen liegen seit 2006 konstant über 1 zu 100, das heißt, der Mitarbeiter mit dem tiefsten Lohn müßte hundert Jahre lang arbeiten, um auf den Lohn zu kommen, wofür der höchstbezahlte Verwalter ein Jahr arbeitet.

Quelle: Tagi

Bildschirmfotoausriß: Tagi

Bildschirmfotoausriß: Tagi

83 Prozent der Unionswähler wollen bundesweite Volksentscheide +++ Aktuelle Emnid-Umfrage zeigt eine Steigerung der Zustimmung – CDU weiterhin gegen direkte Demokratie auf Bundesebene

Eine aktuelle Emnid-Umfrage hat ergeben, daß sich 83 Prozent der Wählerinnen und Wähler der Unionsparteien für bundesweite Volksentscheide aussprechen. Innerhalb der Gesamtbevölkerung wollen 84 Prozent mehr Mitsprache auch bei bundespolitischen Themen. Unter den Wählerinnen und Wählern anderer Parteien sind die Zahlen wie folgt: 95 Prozent der Linkspartei, 88 Prozent bei SPD, 83 Prozent bei BÜNDNIS90/DIE GRÜNEN und 78 Prozent der FDP wollen auf Bundesebene direkt mitentscheiden. Unter Nichtwählern befürworten dies 81 Prozent. In Auftrag gegeben worden war die Umfrage vom Magazin Focus. Die Zahlen zeigen im Vergleich zu vergangenen Umfragen eine klare Steigerung der Zustimmung bei Unionswählern. So hatte eine Forsa-Umfrage von Januar 2012 ergeben, daß 66 Prozent für bundesweite Volksentscheide sind. Innerhalb der Gesamtbevölkerung liegt die Zustimmungsrate konstant bei über 80 Prozent (Vergleich letzte Emnid-Umfrage vom März 2013).

„Die Schere zwischen Partei und Wählerschaft ist in Sachen direkter Demokratie bei der CDU offensichtlich. Sie sollte sich bei den Koalitionsverhandlungen mehr am Wählerwillen und weniger an ihren Vorbehalten gegenüber einem Ausbau der Bürgerbeteiligung orientieren. Jetzt ist die Zeit, gemeinsam mit CSU und SPD die Einführung bundesweiter Volksabstimmungen zu verabreden“, so Ralf-Uwe Beck vom Bundesvorstand Mehr Demokratie.

Mehr Demokratie fordert seit langem die Einführung der dreistufigen Volksgesetzgebung sowie fakultativer und obligatorischer Referenden auf Bundesebene. Hierfür hat der Fachverband einen Gesetzentwurf erarbeitet. Er kann hier heruntergeladen werden:
http://www.volksentscheid.de/fileadmin/pdf/MD-Gesetzentwurf_Volksentscheid.pdf

Hier berichtet Focus über die Umfrage:
http://www.focus.de/politik/deutschland/das-volk-ruft-nach-mehr-demokratie-deutliche-mehrheit-fuer-volksentscheide-auf-bundesebene-_aid_1160857.html

Vergangene Umfragen:
http://www.mehr-demokratie.de/umfragen_von_instituten.html